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Mehrweg und Mülltrennung bei der FIBA Damen-Basketball-WM 2026
Die Uber Arena setzt bei der 2026 FIBA Damen Basketball WM in Berlin auf das Nachhaltigkeitskonzept „We own the Game! Not the Waste!“. Über zehn Veranstaltungstage sollen ein konsequentes Mehrwegsystem für Geschirr und Becher sowie eine arenaspezifisch angepasste Mülltrennung den Abfall auf ein Minimum reduzieren.
In der Arena gilt ein Mülltrennungsprinzip mit zwei Fraktionen: Verpackungen/Plastik sowie Restmüll/Speisereste. Einwegprodukte gibt es laut Uber Arena nicht. Essen und Getränke werden ausschließlich in Mehrwegschalen beziehungsweise Mehrwegbechern ausgegeben.
Für jeden Becher und jede Schale wird ein Pfand von 3 € erhoben. Die Rückgabe ist ausschließlich an gekennzeichneten Rückgabestationen möglich, die an Beachflags mit der Aufschrift „Return Cups & Plates Here“ erkennbar sind. Nach der Rückgabe wird das Pfand cashless zurückerstattet.
Volunteers unterstützen die Fans an den Sortier- und Rückgabestationen. Sie wurden gemeinsam mit Berlin Recycling geschult und helfen bei der korrekten Mülltrennung sowie bei der Rückgabe der Mehrwegprodukte. Erkennbar sind die Helferinnen und Helfer an orangefarbenen Polos.
Infobox – Uber Arena: Das Konzept umfasst zwei Müllfraktionen, ausschließlich Mehrwegprodukte, 3 € Pfand pro Becher oder Schale sowie geschulte Volunteers an den Stationen.
Umweltbundesamt entwickelt Kriterien für nachhaltige Wasserstoffprodukte
Das Umweltbundesamt stellt einen Bericht zur nachhaltigen Bereitstellung von PtGLS-Produkten in Ländern außerhalb der EU vor. Nachhaltigkeit wird dabei in Anlehnung an die Ziele der Agenda 2030 verstanden.
Für die Untersuchung wurde ein Katalog von Indikatoren entwickelt. Er umfasst die fünf Dimensionen Soziales, Staatsführung (Governance), Wirtschaft, Umwelt und Technisches und basiert auf verfügbarer Literatur. Die Kriterien wurden anschließend auf eine exemplarische Auswahl an Ländern angewandt.
In einem zweiten Schritt analysierte das Forschungsvorhaben ausgewählte Instrumente mit Relevanz für den Handel mit Wasserstoff. Dabei wurde untersucht, ob und in welchem Umfang der entwickelte Kriterienkatalog in diesen Instrumenten berücksichtigt wird.
Nach Darstellung des Umweltbundesamtes decken die betrachteten Instrumente die erarbeiteten Indikatoren nicht ausreichend ab. Damit sei ein nachhaltiger Hochlauf von Handelsbeziehungen im Rahmen von Wasserstoffimporten nicht ausreichend abgesichert.
Die Indikatoren sollen Informationen darüber liefern, welche Aspekte bei bilateralen Handelsbeziehungen besonders beachtet werden sollten. Außerdem zeigen sie, was bei der Weiterentwicklung der Regulatorik im Zusammenhang mit einem globalen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft stärker berücksichtigt werden müsste.
- Soziales
- Staatsführung (Governance)
- Wirtschaft
- Umwelt
- Technisches
Infobox – Umweltbundesamt: Der Bericht untersucht Nachhaltigkeitskriterien für PtGLS-Produkte außerhalb der EU und kommt zu dem Ergebnis, dass bestehende Instrumente die Indikatoren nicht ausreichend abdecken.
Holzkunst im Haus der Nachhaltigkeit verbindet Material, Klang und Licht
Der Holzkünstler Erwin Würth stellt im Haus der Nachhaltigkeit bei Johanniskreuz seine Ausstellung „Holz.Klang.Licht“ vor. Nach Angaben der Rheinpfalz setzt die Ausstellung die Vielfalt einheimischer Holzarten des Biosphärenreservates kreativ in Szene.
Die Präsentation soll einen ganzheitlichen Zugang zum Werkstoff Holz ermöglichen. Der Künstler arbeitet dabei mit dem Dreiklang aus Schauen, Hören und Fühlen, um die Einzigartigkeit der heimischen Baum- und Holzlandschaft sichtbar und erfahrbar zu machen.
Die Landesforsten Rheinland-Pfalz kündigen die Ausstellung mit dem Hinweis an, dass neue Einblicke und positive Emotionen geweckt werden sollen. Besucherinnen und Besucher sollen zu einem wertschätzenden Umgang mit der sie umgebenden Natur ermuntert werden.
Die Vernissage findet am Sonntag, 13. September, um 11 Uhr statt. Dabei besteht die Möglichkeit, dem Künstler Fragen zu seinen Werken und seiner Vorgehensweise zu stellen.
Im Anschluss an die offizielle Ausstellungseröffnung beginnt um 12 Uhr ein Gottesdienst unter dem Titel „Herbstgesang – musikalische Andacht inmitten der Holzkunst“. Als Referentin ist Dagmar Pfeiffer genannt, die beim Bistum Speyer für offene Begegnungsräume im Raum Kaiserslautern zuständig ist.
Die Ausstellung kann täglich außer samstags von 10 bis 17 Uhr kostenfrei besichtigt werden.
Infobox – Die Rheinpfalz: „Holz.Klang.Licht“ verbindet Holzkunst mit visuellen, akustischen und haptischen Eindrücken. Die Vernissage ist am 13. September um 11 Uhr, der Eintritt ist kostenfrei.
DFB macht Nachhaltigkeit an Aktionsspieltagen sichtbar
Der Deutsche Fußball-Bund stellt Nachhaltigkeit an zwei Spieltagszeiträumen im September 2026 in den Mittelpunkt. Beteiligt sind nach Angaben des DFB Vereine der 3. Liga und der Google Pixel Frauen-Bundesliga.
Unter dem Motto „Gemeinsam. Gutes Spiel.“ sollen ökologische und soziale Maßnahmen sowie Fragen verantwortungsvoller Vereinsführung rund um die Partien sichtbar werden. Die Aktionszeiträume finden vom 4. bis 7. September sowie vom 11. bis 14. September statt.
Der Verband möchte bestehendes Engagement der Vereine öffentlich machen und weitere Aktivitäten anstoßen. Nachhaltigkeit wird dabei nicht nur auf Klimaschutz bezogen, sondern umfasst auch Umweltfragen, soziale Teilhabe, Vielfalt, gesellschaftliches Engagement, Gesundheit und nachhaltige Vereinsführung.
Orientierung geben die 34 Anforderungen aus den DFB-Nachhaltigkeitsrichtlinien. Laut Mitteilung sind diese seit der Spielzeit 2025/2026 verpflichtender Bestandteil des Zulassungsverfahrens für Teilnehmer der Google Pixel Frauen-Bundesliga und der 3. Liga.
„Nachhaltigkeit ist eine gemeinsame Aufgabe, bei der jeder Beitrag zählt“, wird Manuel Hartmann, DFB-Geschäftsführer Spielbetrieb, vom Wochenblatt Reporter zitiert.
Vor dem Anpfiff sollen Mannschaften sowie Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter gemeinsam mit einem Banner auf den Aktionsspieltag hinweisen. Der DFB stellt den Vereinen außerdem Kapitänsbinden und Eckfahnen im Aktionsdesign zur Verfügung.
Welche konkreten Maßnahmen umgesetzt werden, entscheiden die Vereine selbst. Als mögliche Beispiele nennt der Verband Müllsammelaktionen, nachhaltige und klimafreundliche Speiseangebote, Baumpflanzaktionen sowie eine umweltfreundlichere Anreise durch Kombitickets, Mitfahrbörsen oder Shuttlebusse.
Auch soziale Angebote sind vorgesehen. Genannt werden inklusive Angebote, Blutspendeaktionen und Kooperationen mit sozialen Partnern wie der Lebenshilfe. Freiwillig können Vereine nachhaltige und regionale Projekte durch Spendenaktionen unterstützen.
Der DFB will im Aktionszeitraum pro gefallenem Tor 100 Euro an nachhaltige Initiativen spenden.
Infobox – Wochenblatt Reporter: Die Aktionsspieltage finden vom 4. bis 7. September und vom 11. bis 14. September statt. Grundlage sind 34 Anforderungen der DFB-Nachhaltigkeitsrichtlinien; pro gefallenem Tor sollen 100 Euro gespendet werden.
Balearische Architektur als Vorbild für nachhaltiges Bauen
Die traditionelle Architektur der Balearen zeigt, wie Gebäude mit regionalen Materialien, klimagerechten Bauweisen und einer Anpassung an die Landschaft komfortabel gestaltet werden können. Das berichtet das Presseportal in einer Medieninformation von Global Communication Experts vom 01.09.2026.
Auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera wurden Häuser entwickelt, die auf ihre jeweilige Umgebung abgestimmt sind. Die Bauweisen kommen dabei ohne moderne Technik aus und nutzen unter anderem Naturstein aus der unmittelbaren Umgebung.
Massive Steinmauern speichern die Kühle der Nacht und geben sie tagsüber langsam wieder ab. So bleiben die Innenräume auch während heißer Sommer angenehm temperiert. Die Verwendung regionaler Materialien führt durch kurze Transportwege zu einer vergleichsweise geringen Umweltbelastung.
Die eingesetzten Gesteinsarten unterscheiden sich je nach Insel und Region. Auf Mallorca wird in der Serra de Tramuntana überwiegend vor Ort gewonnener Kalkstein verbaut, während in den Ebenen und zahlreichen Ortschaften der Marés-Sandstein das Erscheinungsbild prägt. Auf Menorca spielt ebenfalls lokal verfügbarer Kalkstein eine zentrale Rolle; auf Ibiza und Formentera ist Natursteinmauerwerk mit gekalkten Oberflächen charakteristisch.
Weiß gekalkte Fassaden reflektieren einen großen Teil der Sonneneinstrahlung und verhindern eine zu starke Aufheizung der Gebäude. Die Kalkschicht schützt zudem vor Feuchtigkeit und besitzt natürliche antibakterielle Eigenschaften.
Auf Ibiza prägen schlichte, kubische und vollständig weiß gekalkte Häuser das Landschaftsbild. Ihre geometrischen Formen werden in der Quelle als Ergebnis funktionaler Anforderungen an das mediterrane Klima beschrieben. Auf Formentera konzentrieren sich bäuerliche Wohnhäuser weitgehend auf eine robuste und funktionale Bauweise, die den begrenzten Ressourcen der kleinen Insel Rechnung trägt.
Innenhöfe, schattige Terrassen und kleine Fensteröffnungen begrenzen den direkten Einfall der Mittelmeersonne. Strategisch platzierte Öffnungen ermöglichen eine natürliche Querlüftung, die die Gebäude ohne Klimaanlage kühlt, den Energiebedarf reduziert und zu einem angenehmen Wohnklima beiträgt.
Viele traditionelle Gebäude orientieren sich außerdem an Hanglage, vorherrschenden Windrichtungen und dem natürlichen Sonnenverlauf. Die Architektur verändert die Umgebung nicht grundlegend, sondern passt sich den vorhandenen Gegebenheiten an.
Auf Menorca sind zusätzlich Spuren der britischen Herrschaft im 18. Jahrhundert sichtbar. Die Einflüsse zeigen sich unter anderem in Stadtplanung und Gebäudegestaltung; vor allem in Mahón entstanden regelmäßiger angelegte Straßenzüge und Wohnhäuser mit Elementen, die sich von der überwiegend mediterranen Architektur der Balearen unterscheiden.
Als Beispiel für die Übertragung traditionellen Wissens in die Gegenwart nennt die Quelle das Projekt „Life Reusing Posidonia“ auf Formentera. Das vom Balearischen Wohnungsbauinstitut (IBAVI) entwickelte Wohnprojekt umfasst 14 Sozialwohnungen und greift Prinzipien der historischen Inselarchitektur auf.
Als Dämmmaterial wird unter anderem getrocknete Posidonia oceanica verwendet, also abgestorbenes Seegras der Mittelmeerküste. Ergänzt wird der Ansatz durch regionale Materialien, natürliche Belüftung und eine energieeffiziente Bauweise. Laut Quelle konnte das Projekt den CO₂-Ausstoß beim Bau deutlich reduzieren und den Energiebedarf der Gebäude erheblich senken.
Infobox – Presseportal: Die balearische Bauweise nutzt Naturstein, Kalk, Verschattung, Querlüftung und die Anpassung an die Landschaft. Das Projekt „Life Reusing Posidonia“ umfasst 14 Sozialwohnungen.
EU-Programm schult 20 Jugendliche in nachhaltiger Ernährung
Das EU-geförderte CleverFood-Projekt verbindet 20 Jugendliche mit den Themen Ernte, Lebensmittelverarbeitung, Regionalgeschichte und Strategien gegen Lebensmittelverschwendung. Im Mittelpunkt steht das „Osmangazi Gençlik Gıda Laboratuvarı“ (Osmangazi-Jugend-Lebensmittellabor).
Das Programm soll jungen Menschen ein vertieftes Verständnis für die Herkunft und Verarbeitung von Lebensmitteln vermitteln. Ein zentraler Bestandteil ist der Erlebnistag „Tohumdan Tabağa Deneyim Günü“ („Vom Samen zum Teller“), der am 1. September 2026 durchgeführt wird.
Veranstaltungsort ist die Hamidiye Tarım Mesleki ve Teknik Anadolu Lisesi, eine landwirtschaftliche berufsbildende Schule. Sie stellt die Infrastruktur bereit, um die theoretischen Inhalte des CleverFood-Programms in praktische Erfahrungen zu übertragen.
An dem Erlebnistag nehmen laut Projektangaben 20 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren teil. Die Altersgruppe soll eine Verbindung zwischen schulischer Ausbildung und einem bewussten Konsumverhalten im frühen Erwachsenenalter schaffen.
Das Programm bildet die Wertschöpfungskette eines Lebensmittels in mehreren Modulen ab:
- Praktische Ernte: Die Teilnehmenden führen auf den Flächen der Fachschule Erntetätigkeiten durch und erhalten direkte Einblicke in die landwirtschaftliche Arbeit.
- Historischer Kontext: Ein Museumsbesuch vermittelt die kulturelle und geschichtliche Bedeutung von Landwirtschaft und Ernährung in der Region.
- Kulinarische Verarbeitung: In den Lehrküchen werden die geernteten Erzeugnisse unter fachlicher Anleitung gemeinsam verarbeitet.
- Vermeidung von Verschwendung: Die Jugendlichen lernen Strategien kennen, um Küchenabfälle zu minimieren und Ressourcen effizienter zu nutzen.
Das Projekt ist Teil der übergeordneten CleverFood-Strategie, die durch Mittel der Europäischen Union unterstützt wird. Das Netzwerk soll innovative Lösungen für das globale Ernährungssystem auf lokaler Ebene testen und etablieren.
Die Lebensmittellabore für Jugendliche dienen dabei als Modell, um bildungspolitische Impulse praktisch umzusetzen. Durch die Kombination aus technischer Ausbildung, praktischer Anwendung und theoretischer Reflexion über Nachhaltigkeitsthemen wie die Reduzierung von Lebensmittelabfällen soll langfristig ein verantwortungsbewussterer Umgang mit Ressourcen gefördert werden.
Infobox – AD HOC NEWS: Das CleverFood-Projekt schult 20 Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren. Der Erlebnistag am 1. September 2026 umfasst Ernte, Museumsbesuch, Lebensmittelverarbeitung und Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung.
Quellen:
- Nachhaltigkeitskonzept zur 2026 FIBA Damen Basketball WM
- Kriterienentwicklung für die nachhaltige Bereitstellung von PtGLS-Produkten
- Holzkünstler Erwin Würth stellt im Haus der Nachhaltigkeit aus
- DFB rückt Nachhaltigkeit im Fußball in den Mittelpunkt
- Traditionelle Architektur der Balearen – jahrhundertealte Nachhaltigkeit als Vorbild für modernes Bauen
- Ernährungskompetenz: EU-Programm schult 20 Jugendliche in Nachhaltigkeit














