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    Nachhaltigkeit im Fokus: Tourismus, Biokunststoffe, ESG und DAX im Überblick

    KI-generiert
    14.08.2026 208 mal gelesen 4 Kommentare

    Tourismus zwischen Kurztrips, KI und Nachhaltigkeit

    Mehrere kleine Reisen statt eines längeren Urlaubs liegen laut dem SWR im Trend. Tourismusforscher Harald Zeiss führt dies unter anderem auf den Wunsch zurück, häufiger etwas zu erleben, mehr Reiseziele vorweisen zu können und Erlebnisse über soziale Medien zu teilen. Nur noch jede zweite Reise dauert bis 4 Nächte.

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    Auch flexible Arbeitszeiten und die einfache Online-Buchung fördern kurzfristige Entscheidungen. Reisende planen demnach häufiger spontan, abhängig von ihrer beruflichen Belastung oder vom Wetter. Wer erst bucht, wenn absehbar ist, dass es nicht zu heiß oder zu regnerisch wird, kann die Reise kurzfristiger an die Bedingungen anpassen.

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    Bei der Nutzung künstlicher Intelligenz unterscheidet Zeiss zwischen Inspiration und konkreter Buchung. Als Reiseführer könne KI gute Tipps geben und Empfehlungen für Aktivitäten liefern. Für die Hotelsuche sollten Reisende hingegen die Systeme der jeweiligen Anbieter nutzen, weil ChatGPT keine aktuellen Angaben zu verfügbaren Zimmern und Preisen habe.

    Der SWR berichtet außerdem über ein seit Jahren beobachtetes Muster: Bei der Anreise wird gespart, während Reisende mehr Geld in eine bessere Unterkunft investieren. Bereits zur Zeit der Billigflieger hätten sich auch Gäste von 5-Sterne-Hotels für die Anreise in enge Ryanair- oder Easyjet-Flieger gesetzt.

    Für die Nachhaltigkeit ist der Kurztrip-Trend problematisch, wenn die Reisen mit dem Flugzeug verbunden sind. Laut Zeiss entsteht der größte CO2-Fußabdruck durch die Mobilität, insbesondere durch die An- und Abreise. Bei kurzen Reisen bleiben viele eher regional und nutzen Bahn, Bus oder den eigenen PKW; bei Fernreisen sollte möglichst lange vor Ort geblieben werden.

    Zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Tourismus und dem tatsächlichen Buchungsverhalten klafft laut SWR eine Lücke. 50 bis 60 Prozent der Befragten sagen demnach, sie wollten einen ökologisch oder sozial verantwortlicheren Urlaub machen. Bei der Buchung sei jedoch der Preis das höchste Entscheidungsmerkmal, während Nachhaltigkeit erst unter ferner liefen komme.

    „Der größte CO2-Fußabdruck kommt aus der Mobilität. Also aus der An- und Abreise.“ – Harald Zeiss, zitiert vom SWR

    Infobox – SWR: Kurztrips, spontane Buchungen und KI verändern die Reiseplanung. Für die Klimabilanz bleibt die An- und Abreise entscheidend; bei der Buchung dominiert laut Harald Zeiss weiterhin der Preis.

    Schweden als Beispiel für den Weg in die Nachhaltigkeit

    Verbaende.com stellt Schweden als Musterbeispiel für Nachhaltigkeit vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Land bereits 1991 eine CO2-Steuer einführte und mit Ideen, Anreizen und Konsequenz Fortschritte bei der Dekarbonisierung der Energieversorgung, den Pro-Kopf-Emissionen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt erreichen konnte.

    Der Beitrag richtet sich insbesondere an Verbände und deren Nachhaltigkeitsarbeit. Dabei wird angekündigt, Einblicke zu geben, wie Verbände ihre Mitglieder durch ihre Arbeit aktiv bei Nachhaltigkeit unterstützen können.

    Als fachlicher Ansprechpartner wird Tom Schulz Radonja vorgestellt. Der deutsch-schwedische Nachhaltigkeitsmanager und Unternehmer verfügt laut verbaende.com über einen interdisziplinären Hintergrund in Recht, EU-Regulierung, nachhaltiger Geschäftsentwicklung und Organisationsentwicklung.

    Sein Schwerpunkt liegt darauf, komplexe Anforderungen in klare Strategien, Entscheidungsgrundlagen und Prozesse zu übersetzen. Dabei berücksichtigt er insbesondere Führung, Geschäftsmodell, Stakeholder, Daten, Kommunikation und die interne Verankerung.

    Der Beitrag verweist auf den 20. Deutschen Verbändekongress, der am 26. und 27.8.2026 in Bonn stattfindet. Der schwedische Weg soll dort als Beispiel dienen, wie Nachhaltigkeit politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich verankert werden kann.

    Infobox – verbaende.com: Schweden wird als Erfolgsbeispiel für Nachhaltigkeit beschrieben. Thematisiert werden die 1991 eingeführte CO2-Steuer, Dekarbonisierung, Pro-Kopf-Emissionen und die Rolle von Verbänden.

    TECNARO verweist auf fast 30 Jahre Biokunststoff-Entwicklung

    Die TECNARO GmbH stellt in einer am 13.08.2026 veröffentlichten Story auf PresseBox ihre Biokunststoff-Werkstofffamilien ARBOFORM®, ARBOBLEND® und ARBOFILL® in den Mittelpunkt. Diese seien seit fast 30 Jahren kontinuierlich wissenschaftlich erforscht, entwickelt, produziert und dokumentiert worden.

    TECNARO gründete sich 1998 als Biokunststoff-Pionier aus dem Fraunhofer Institut Chemische Technologie (ICT). Heute zählt sich das Unternehmen zu den globalen Technologie- und Innovationsführern.

    Nach eigenen Angaben entwickelt, produziert und vertreibt TECNARO ausschließlich klimafreundliche, CO2 neutrale Biokunststoffgranulate auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Die Materialien werden für die kunststoffverarbeitende Industrie angeboten und können mit herkömmlichen Kunststoffverarbeitungsmaschinen verarbeitet werden.

    Als Anwendungsbeispiele nennt das Unternehmen Bio-Mehrweg-Kaffeebecher, UHU-Klebestifte, Edding Textmarker und Mockmill Gehäuse. Darüber hinaus würden die Materialien für Teile der Carbon Keramikbremse von Brembo SGL CARBON und für RUD Schneeketten Ökomat eingesetzt.

    TECNARO verweist auf mehrere Auszeichnungen. Dazu zählen der Fernseh-Existenzgründer-Preis der ZDF-Sendung WISO im Jahr 1999, der European Inventor Award des Europäischen Patentamts im Jahr 2010 und die Rudolf-Dieselmedaille im Jahr 2011. 2023 erhielt TECNARO zum sechsten Mal in Folge den GREEN BRAND GERMANY*****. Die Veranstalter des Kongresses der Weltmarktführer zeichneten das Unternehmen 2020 mit dem 2. Platz des Innovations-Champion Award aus.

    In der englischen Fassung der Unternehmensdarstellung wird zusätzlich angegeben, dass TECNARO 2025 zum siebten Mal in Folge den GREEN BRAND GERMANY***** erhielt. Die PresseBox-Story führt außerdem weitere aktuelle Projekte und Entwicklungen auf, darunter ARBOBLEND®-Compounds auf Basis von Bio-Polyethylen für nachhaltige Sporttextilien sowie den NaKuRa Biokunstrasensportplatz aus ARBOBLEND®.

    Infobox – PresseBox: TECNARO stellt seine seit 1998 entwickelte Biokunststoff-Technologie als nachhaltig ausgerichtete Werkstofflösung dar. Genannt werden nachwachsende Rohstoffe, zahlreiche Anwendungen und Auszeichnungen bis 2025.

    Diginex steigert Umsatz und baut Nachhaltigkeitsplattform aus

    Diginex hat laut einer am 14.08.2026 über boerse.de veröffentlichten EQS-News den Umsatz im Geschäftsjahr 2026 um 77 % auf 3,6 Millionen US-Dollar gesteigert. Das Geschäftsjahr endete am 31. März 2026.

    Das Wachstum wurde durch drei strategische grenzüberschreitende Akquisitionen unterstützt: PlanA.earth GmbH („Plan A“), Matter DK ApS („Matter“) und The Remedy Project Limited („The Remedy Project“). Die Übernahmen sollen Kompetenzen in den Bereichen regulatorische Compliance, CO₂-Bilanzierung, ESG-Analytik, Due-Diligence-Prüfungen in der Lieferkette, Abhilfe bei Menschenrechtsverletzungen und regulatorische Berichterstattung bündeln.

    Matter wurde im Oktober 2025 erworben, Plan A und The Remedy Project folgten im Januar 2026. Da die Unternehmen im Geschäftsjahr 2026 nur für einige Monate konsolidiert wurden, spiegeln die Zahlen laut Diginex noch nicht den vollständigen erwarteten Beitrag der Akquisitionen, die vollständige Integration oder das Cross-Selling über die kombinierte Plattform wider.

    KennzahlGeschäftsjahr 2024Geschäftsjahr 2025Geschäftsjahr 2026
    Umsatz1,3 Millionen US-Dollar2,0 Millionen US-Dollar3,6 Millionen US-Dollar
    Nettoverlust4,9 Millionen US-Dollar5,2 Millionen US-Dollar31,1 Millionen US-Dollar
    Bereinigter EBITDA-Verlust6,5 Millionen US-Dollar5,2 Millionen US-Dollar13,0 Millionen US-Dollar
    Operativer Verlust8,1 Millionen US-Dollar8,3 Millionen US-Dollar24,9 Millionen US-Dollar

    Der ausgewiesene Nettoverlust stieg im Geschäftsjahr 2026 auf 31,1 Millionen US-Dollar. Im Geschäftsjahr 2025 hatte er 5,2 Millionen US-Dollar und im Geschäftsjahr 2024 4,9 Millionen US-Dollar betragen. Diginex begründet den erhöhten Verlust unter anderem mit nicht zahlungswirksamen und einmaligen Aufwendungen.

    Der bereinigte EBITDA-Verlust belief sich auf 13,0 Millionen US-Dollar, nach 5,2 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 und 6,5 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2024. Als Anpassungen nennt das Unternehmen eine Goodwill-Wertminderung in Höhe von 7,0 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit der Matter-Transaktion, aktienbasierte Vergütungen in Höhe von 5,6 Millionen US-Dollar, aktienbasierte Zahlungen an Nicht-Mitarbeiter in Höhe von 1,0 Millionen US-Dollar, M&A-bezogene Kosten in Höhe von 3,7 Millionen US-Dollar sowie Honorare in Höhe von 0,8 Millionen US-Dollar.

    Diginex hielt zum Ende des Geschäftsjahres eine schuldenfreie Bilanz ohne verzinsliche Schuldtitel. Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich durch die Ausübung von zwei Tranchen von IPO-Optionsscheinen, die einen Bruttoerlös von 25,4 Millionen US-Dollar erbrachten. Drei Tranchen von IPO-Optionsscheinen mit Fälligkeitsterminen in den Jahren 2028 und 2029 sind noch ausstehend.

    Das Nettovermögen stieg zum 31. März 2026 auf 20,3 Millionen US-Dollar, verglichen mit 4,6 Millionen US-Dollar zum 31. März 2025. Die Liquiditätsposition lag zum 31. März 2026 bei 4,9 Millionen US-Dollar, nach 3,1 Millionen US-Dollar zum 31. März 2025. Zudem weist die Mitteilung 2,4 Millionen US-Dollar an abgegrenzten Umsatzerlösen aus, die im Geschäftsjahr 2027 als Umsatz erfasst werden.

    Die allgemeinen und Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2026 auf 28,5 Millionen US-Dollar, nach 10,3 Millionen US-Dollar im vorangegangenen Geschäftsjahr und 9,3 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2024. Die Mitarbeiterzahl stieg zum 31. März 2026 auf 114, gegenüber 32 zum 31. März 2025; 79 der 82 zusätzlichen Mitarbeiter entfielen auf die Akquisitionen.

    Matter steigerte die Automatisierung der CO₂-Datenextraktion auf 80 %, gegenüber zuvor 25 %. Diginex sieht darin einen Beitrag zum Aufbau einer hochwertigen, prüfungsfähigen ESG-Dateninfrastruktur für institutionelle Kunden.

    Nach Abschluss des Geschäftsjahres kündigte Diginex im August 2026 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 20,0 Millionen US-Dollar an. Sie besteht aus 20 Millionen Stammaktien und dazugehörigen 5-Jahres-Optionsscheinen zum Kauf von 20 Millionen Stammaktien mit einem Ausübungspreis von 1,00 US-Dollar pro Aktie. Der Kaufpreis soll voraussichtlich zwischen dem 28. Juli 2026 und dem 31. März 2027 eingehen.

    „Der Umsatz im Geschäftsjahr 2026 stieg um 77 % auf 3,6 Millionen US-Dollar“, sagte Paul Ewing, Finanzvorstand von Diginex, laut boerse.de.

    Infobox – boerse.de: Diginex steigerte den Umsatz auf 3,6 Millionen US-Dollar und blieb ohne verzinsliche Schuldtitel. Gleichzeitig stiegen Nettoverlust, bereinigter EBITDA-Verlust und Verwaltungsaufwendungen deutlich; die Plattform wurde durch drei Akquisitionen erweitert.

    Deutsches Aktieninstitut fordert bessere CSDDD-Guidelines

    Das Deutsche Aktieninstitut hat am 13.08.2026 seine Antwort auf die Konsultation zu den Leitlinien der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) veröffentlicht. Es begrüßt, dass die Europäische Kommission mit den Leitlinien eine europaweit effektive und verhältnismäßige Umsetzung der Richtlinie durch die Mitgliedsstaaten sicherstellen will.

    Im Mittelpunkt der Stellungnahme stehen Kohärenz und Interoperabilität mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Das Deutsche Aktieninstitut weist darauf hin, dass die ESRS-Berichterstattung in den Bereichen ESRS S1-S3 nicht die für die CSDDD erforderliche Granularität aufweist.

    Deshalb schlägt das Institut vor, dass die Leitlinien konkret darlegen, wie Unternehmen diese Lücke schließen können. Ziel ist eine bessere Abstimmung zwischen Nachhaltigkeitsberichterstattung und menschenrechtlicher sowie umweltbezogener Sorgfaltspflicht.

    Infobox – Deutsches Aktieninstitut: Gefordert werden kohärente und interoperable CSDDD-Leitlinien. Die Europäische Kommission soll erläutern, wie Unternehmen die fehlende Granularität der ESRS-Berichterstattung in den Bereichen ESRS S1-S3 ausgleichen können.

    DAX erreicht neue Bestmarke, Rallye bleibt laut wallstreet-online schmal getragen

    Der DAX sprang nach den US-Inflationsdaten auf eine neue Bestmarke von 26 574 Punkten. Anschließend nutzten einige Anleger das Niveau für ausgedehntere Gewinnmitnahmen, wodurch der Index laut wallstreet-online.de auf das Vortagesniveau zurückkehrte.

    Obwohl es damit nicht für einen Schlussrekord reichte, blieb an Europas Börsen eine erkennbare Kaufdynamik bestehen. Diese konzentrierte sich insbesondere auf Technologie- und Rüstungswerte.

    Im DAX hielten sich Siemens Energy, Rheinmetall und Siemens auch während der Abwärtsbewegung am Nachmittag in der Pluszone. Die Quartalszahlen von TKMS wirkten sich laut Bericht positiv auf Rheinmetall aus. Infineon, Siemens Energy und Siemens profitierten von guten Handelsvorgaben aus den USA und Asien im Technologiesektor.

    Die Nachhaltigkeit der Rallye beurteilt wallstreet-online.de jedoch kritisch. Die Bewegung werde nur von wenigen Aktien getragen; selbst auf dem neuen Allzeithoch notierten weniger als die Hälfte der 40 Unternehmen im Plus. Zudem sei das Handelsvolumen weiterhin stark rückläufig.

    Die Stimmung an der Börse blieb dennoch vorsichtig optimistisch. Anziehende Energiepreise brachten die Anleger laut Bericht nicht aus der Ruhe.

    US-InflationskennzahlWert im JuliZiel der US-Notenbank
    Gesamtinflation3,4 Prozentzwei Prozent
    Kernrate2,5 Prozentzwei Prozent
    Durchschnittliche Löhneum 0,2 Prozent gesunken–

    In New York sorgten die US-Verbraucherpreise für Erleichterung. Die Gesamtteuerung lag im Juli bei 3,4 Prozent, die Kernrate bei 2,5 Prozent und damit weiterhin über dem Ziel der US-Notenbank von zwei Prozent. Die abnehmende Anstiegsdynamik und um 0,2 Prozent gesunkene durchschnittliche Löhne verringerten laut Bericht die Angst vor weiteren Zinserhöhungen.

    Infobox – wallstreet-online.de: Der DAX markierte 26 574 Punkte, gab die Gewinne anschließend jedoch wieder ab. Die Rallye bleibt laut Bericht wegen der geringen Breite und des rückläufigen Handelsvolumens auf eine solide Nachhaltigkeitsbasis angewiesen.

    Quellen:

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    Zum Punkt mit der Anreise wurde bisher kaum etwas gesagt: Genau da liegt für mich der größte Widerspruch. Für ein Wochenende nach Barcelona zu fliegen und gleichzeitig im Hotel auf Bio-Seife zu achten, bringt klimatechnisch halt nicht viel. Bei Diginex finde ich außerdem spannend, dass der Umsatz wächst, aber der hohe Verlust zeigt auch, dass Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell nicht automatisch profitabel ist.
    Genau diese Lücke zwischen guten Vorsätzen und dem tatsächlichen Verhalten sieht man auch beim Kurztrip sehr deutlich, weil beim buchen am Ende oft doch der Preis gewinnt und nicht die Nachhaltigkeit.
    Genau diese Lücke zwischen guten Vorsätzen und tatsächlicher Buchungsentscheidung zeigt, dass nachhaltiger Tourismus ohne bezahlbare und bequemere Alternativen wohl kaum massentauglich wird.
    Ich finde der Anreise-Punkt ist wirklich der wichtigste, aber dazu wurde ja schon einiges gesagt. Was mir eher fehlt ist die Frage, ob mehrere kleine Reisen wirklich immer mehr Erlebniss bringen als ein längerer Aufenthalt. Am Ende fährt man dann vielleicht fünf mal zum Flughafen, bucht fünf Hotels und hat trotzdem weniger vom eigentlichen Ort gesehen. Spontan buchen klingt zwar bequem, ist aber warscheinlich nicht für alle möglich, besonders Familien können nicht einfach dauernd nach Wetterlage Urlaub machen.

    Bei Schweden bin ich etwas vorsichtig mit solchen Musterbeispielen. Eine CO2-Steuer alleine macht ja noch keine Nachhaltigkeit, wenn gleichzeitig andere Bereiche weiter viel Energie verbrauchen. Ausserdem sind Länder nicht direkt vergleichbar, weil Schweden viel Fläche, andere Energiequellen und eine andere Bevölkerungsdichte hat. Für Verbände ist es trotzdem interessant, weil man dort vielleicht lernt, wie man Mitglieder nicht nur mit Broschüren sondern auch mit konkreten Anreizen mitnimmt. Nur Vorgaben von oben funktionieren meistens eher schlecht, da steigen dann alle innerlich aus.

    TECNARO klingt spannend, aber bei Firmenmeldungen frage ich mich immer, wieviel davon unabhängige Prüfung ist und wieviel Eigenwerbung. Biokunststoff ist ja nicht automatisch biologisch abbaubar und nachwachsend heist auch nicht, dass der Anbau keine Probleme macht. Wenn dafür extra Flächen, Dünger und Transport gebraucht werden, ist die Bilanz am Ende eventuell garnicht so super wie das Wort Bio vermuten lässt. Andererseits ist es schon sinnvoll, wenn die Materialien auf normalen Maschinen verarbeitet werden können, weil dann nicht gleich die komplette Industrie umgebaut werden muss. Bei Produkten wie Kaffeebechern kommt es natürlich auch darauf an, ob sie wirklich oft genug wiederverwendet werden, sonst bleibt der Effekt eher überschaubar.

    Die Zahlen von Diginex finde ich ebenfalls etwas zwiespältig. 77 Prozent Umsatzwachstum liest sich erstmal stark, aber 3,6 Millionen Dollar ist jetzt auch kein riesiger Umsatz für eine internationale Plattform. Der Verlust von 31,1 Millionen ist dagegen schon eine Hausnummer, auch wenn dort Sondereffekte und Abschreibungen drin sind. Durch die Übernahmen kann sich das später noch ändern, aber Akquisitionen zusammen zu führen ist bekanntlich nicht einfach. Mehr Mitarbeiter und mehr Verwaltungsaufwand können am Ende auch bedeuten, dass die Firma schneller wächst aber nicht unbedingt effizienter wird. Schuldenfrei hört sich beruhigend an, trotzdem bleibt die Frage wie lange das Geld bei diesen Verlusten reicht und ob noch weitere Kapitalerhöhungen kommen.

    Bei den CSDDD-Leitlinien merkt man wieder, wie kompliziert Nachhaltigkeitsregeln geworden sind. Wenn Unternehmen für CSRD und CSDDD ähnliche Daten sammeln müssen, diese aber nicht genau dieselbe Detailtiefe haben, entsteht vermutlich doppelte Arbeit und jede Menge Tabellen. Das hilft der Umwelt erstmal nicht direkt, sondern beschäftigt vorallem die Compliance-Abteilungen. Klar braucht man Nachweise, sonst kann jeder alles behaupten. Aber wenn kleinere Zulieferer am Ende hunderte Seiten ausfüllen sollen, wird Nachhaltigkeit schnell zu einer Bürokratiefrage und nicht mehr zu einer Verbesserung im Betrieb.

    Und beim DAX würde ich aus einem neuen Rekord sowieso nicht gleich auf eine breite wirtschaftliche Stärke schließen. Wenn nur wenige Aktien steigen, kann der Index trotzdem sehr gut aussehen, obwohl viele andere Firmen garnicht laufen. Das ist ähnlich wie bei Nachhaltigkeitsversprechen: Eine gute Kennzahl kann stimmen und trotzdem nicht das ganze Bild zeigen. Rückläufiges Handelsvolumen macht mich dabei auch eher skeptisch, wobei ich von Börse nicht besonders viel Ahnung hab und meist nur die Schlagzeilen lese. Insgesamt passt der Artikel aber gut zusammen, weil in allen Bereichen das gleiche Problem auftaucht: Es gibt schöne Ziele und Kennzahlen, aber entscheidend ist was im echten Alltag und über längere Zeit davon übrig bleibt.

    Zusammenfassung des Artikels

    Kurztrips, KI und spontane Buchungen prägen den Tourismus, während Anreise und Preis Nachhaltigkeitsentscheidungen dominieren; zugleich treiben Schweden, TECNARO und Diginex Nachhaltigkeitslösungen voran.

    ...
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