Inhaltsverzeichnis:
Nachhaltige Schultüten aus Leipzig erhalten ein zweites Leben
In Sachsen steht der Schulanfang bevor. Die Leipziger Schneiderin Sandra Windoffer möchte verhindern, dass Zuckertüten nach dem großen Tag ungenutzt herumstehen oder entsorgt werden: Ihre Schultüten lassen sich anschließend in Kuschelkissen verwandeln, indem sie mit Watte gefüllt werden.
Den entscheidenden Impuls erhielt Windoffer nach Angaben des MDR.de von einer Bekannten, als sie selbst nach einer Schultüte für ihr Kind suchte. Die Schneiderin, die bereits Kinderkleidung und Wickelunterlagen fertigte, entwickelte daraufhin eigene Schnittmuster und beschäftigte sich mit der Beschaffung geeigneter Rohlinge und Stoffe.
Inzwischen hat Windoffer laut MDR.de bestimmt 40 Modelle entworfen. Das Sortiment umfasst verschiedene Tierformen, Figuren und Fabelwesen; besonders beliebt sei Otto der Oktopus. Die Kundschaft wurde zunächst vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf die Produkte aufmerksam, während Windoffer nur wenig Werbung betreibt.
Je nach Modell kosten die Schultüten zwischen 80 Euro und 170 Euro. Der höhere Preis fällt laut MDR.de insbesondere bei aufwendig herzustellenden Modellen wie dem Drachen an.
Bei den Materialien legt die Schneiderin Wert auf zertifizierte Stoffe. Diese entsprächen der DIN EN 713, einer Richtlinie für Produkte für Kinder, die sicherstellen soll, dass keine Schadstoffe enthalten sind. Außerdem bevorzugt Windoffer Stoffe mit möglichst hohem Baumwollanteil und möglichst wenig synthetischem Anteil.
Eine Massenproduktion lehnt die Unternehmerin ab. Als Ein-Frau-Unternehmen stellt sie bis zu 300 figürliche Schultüten pro Jahr her und bezeichnet dieses Volumen als das, was sie schaffen könne und für vertretbar halte.
„Es ist mir absolut wichtig, dass diese Stoffe mit einer sauberen Herkunft zu mir kommen, dass das Materialien sind mit einem möglichst hohen Baumwollanteil, mit möglichst wenig synthetischem Anteil“, wird Sandra Windoffer vom MDR.de zitiert.
Infobox: Die Leipziger Schultüten werden nach dem Schulanfang zu Kuschelkissen. Die Modelle kosten zwischen 80 Euro und 170 Euro; Windoffer entwirft nach eigenen Angaben bestimmt 40 Modelle und produziert bis zu 300 figürliche Schultüten pro Jahr.
Rolfscher Hof wird erneut als BNE-Regionalzentrum ausgezeichnet
Der Rolfsche Hof in Detmold-Berlebeck ist zum siebten Mal in Folge vom Land Nordrhein-Westfalen als Regionalzentrum im Landesnetzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gewürdigt worden. Damit kann die NABU-Umweltbildungsstätte ihre Arbeit durch finanzielle Unterstützung für weitere drei Jahre fortsetzen.
Wie die Lippische Landes-Zeitung berichtet, bringt die Einrichtung seit vielen Jahren Menschen jeden Alters mit Natur, Klima und Nachhaltigkeit in Kontakt. Zu den Zielgruppen gehören Kita-Kinder, Schulklassen, Lehrkräfte und Ehrenamtliche.
Jährlich nehmen mehrere Tausend Menschen an rund 200 bis 250 Veranstaltungen des Rolfschen Hofes teil. Inhaltlich geht es dabei nicht mehr ausschließlich um klassische Umweltbildung, sondern auch um die Frage, wie nachhaltiges Denken und Handeln im Alltag gelingen kann.
Als außerschulischer Lernort verbindet der Rolfsche Hof Naturerfahrung mit den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Darüber hinaus übernimmt die Einrichtung als BNE-Regionalzentrum eine koordinierende Rolle in der Region.
Gemeinsam mit Schulen, Kindertagesstätten, Kommunen und weiteren Netzwerkpartnern werden Bildungsangebote entwickelt, Projekte angestoßen und neue Lernorte geschaffen. Die Angebote des Rolfschen Hofes sind inzwischen an mehreren Standorten im Kreis Lippe präsent und erreichen damit Menschen über Detmold hinaus.
Die erneute Förderung schafft laut Lippischer Landes-Zeitung Planungssicherheit in einer Zeit finanzieller und gesellschaftlicher Herausforderungen für Bildungseinrichtungen. Zugleich unterstreiche die Unterstützung des Landes die Bedeutung außerschulischer Lernorte und einer Bildung, die Menschen zur aktiven Mitgestaltung einer nachhaltigen Zukunft befähigt.
Die NABU-Umweltbildungsstätte ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein anerkannter außerschulischer Lernort. Mit der Förderung bis 2029 bleibt der Rolfsche Hof ein etablierter Lernort und ein wichtiger Motor für nachhaltige Entwicklung in Lippe.
„Nachhaltigkeit lebt vom Mitmachen. Die erneute Förderung als BNE-Regionalzentrum ist für uns eine große Wertschätzung unserer Arbeit und zugleich Auftrag, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, betont Susanne Haferbeck, Leiterin des Rolfschen Hofes, laut Lippischer Landes-Zeitung.
Infobox: Der Rolfsche Hof wurde zum siebten Mal in Folge ausgezeichnet. Jährlich finden dort rund 200 bis 250 Veranstaltungen statt; die Förderung ist bis 2029 vorgesehen.
Bund Naturschutz stellt Bio-Ausflugsziele rund um München vor
Der Bund Naturschutz möchte nachhaltige Ernährung mit Ausflügen und Genuss verbinden. In der Broschüre „Bio Genusstour“ stellt der Verband bio-zertifizierte Ausflugsziele rund um München vor.
Die Abendzeitung München bezeichnet den Bund Naturschutz mit seinen 270.000 Mitgliedern als den ältesten und zugleich größten Umweltschutzverband Bayerns. Die Projektstelle „Ökologisch Essen“ arbeitet daran, ökologisch erzeugte Lebensmittel und Produkte ohne Ackergifte, mineralische Dünger oder Gentechnik bekannter zu machen.
Unterstützt und gefördert wird die Projektstelle vom Referat für Klima- und Umweltschutz. Geleitet wird sie von Anna Becker und Susanne Kiehl: Becker ist Expertin für ökologisch erzeugte Lebensmittel und nachhaltige Ernährung, Kiehl ist Köchin, Kräuterpädagogin und Gewürz-Sommelière.
Mit Coachings und Workshops unterstützt die Projektstelle Küchenverantwortliche in Gastronomie und Kantinen beim Umstieg auf mehr Nachhaltigkeit. Für Münchnerinnen und Münchner gibt es außerdem den Einkaufsführer „Bio Bei Dir“, Kochkurse sowie Informationen zu Bio-Lebensmitteln in München.
Die komplett überarbeitete Broschüre „Bio Genusstour“ ist kostenlos in der Geschäftsstelle des BN München, in der Stadt-Information im Münchner Rathaus sowie auf Anfrage erhältlich. Vorgestellt werden Ziele von Holzkirchen bis Pfaffenhofen und von Fürstenfeldbruck bis Ebersberg.
Die Abendzeitung München startet ihre Serie zu den Ausflugszielen in Grünwald. Der Alte Wirt ist über eine Radtour durch das Isartal oder mit der Tramlinie 25 erreichbar. Zum Bio-Restaurant gehört auch ein Hotel.
Die Wirtsfamilie Portenlänger serviert dort neu interpretierte bayerische Küche in 100 Prozent Bioqualität. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Schweinsbraten von Nacken und Wammerl in Dunkelbiersoße mit Semmel- und Kartoffelknödeln sowie Speckkrautsalat für 23,50 Euro und geschmorte Zucchini mit Bulgur und Räuchertofu auf pikanter Paprika-Tomatensalsa für 23 Euro.
Zum Alten Wirt gehören außerdem ein Apfelgarten, in dem Kinder spielen können, und die Nähe zur Isar. In der Umgebung liegen die Ritterburg Grünwald, das Walderlebniszentrum und das Bavaria-Filmgelände.
| Ausflugsziel | Anreise | Gericht | Preis |
|---|---|---|---|
| Alter Wirt Grünwald | Radtour durchs Isartal oder Tramlinie 25 | Schweinsbraten von Nacken und Wammerl | 23,50 Euro |
| Alter Wirt Grünwald | Radtour durchs Isartal oder Tramlinie 25 | Geschmorte Zucchini mit Bulgur und Räuchertofu | 23 Euro |
Infobox: Die „Bio Genusstour“ führt zu bio-zertifizierten Zielen im Münchner Umland. Der Auftakt der Serie stellt den Alten Wirt in Grünwald mit 100 Prozent Bioqualität vor.
Öffentlicher Bücherschrank in Lauchringen fördert Austausch und Wiederverwendung
Die evangelische Kirchengemeinde Lauchringen setzt mit einem öffentlichen Bücherschrank ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Auf dem Gelände der evangelischen Kirche können gelesene Bücher eingestellt und kostenlos neue Bücher mitgenommen werden.
Der bunt bemalte Schrank enthält nach Angaben des Südkuriers Kinderbücher, Sachbücher, Belletristik sowie Koch- und Bastelbücher. Weil die Bücher regelmäßig wechseln, finden Besucher immer wieder neuen Lesestoff.
Der Bücherschrank ist rund um die Uhr für interessierte Lesefreunde zugänglich. Er lädt dazu ein, nach neuen Büchern zu stöbern oder Werke einzustellen, die bereits gelesen wurden und anderen Menschen Freude machen können.
Das Angebot verbindet damit kostenloses Lesen, Weitergabe und lokalen Austausch. Bücher bleiben im Umlauf, anstatt ungenutzt aufzubewahren oder wegzugeben, ohne dass andere Interessierte sie leicht finden können.
Infobox: Der Bücherschrank steht auf dem Gelände der evangelischen Kirche in Lauchringen und ist 24 Stunden zugänglich. Angeboten werden unter anderem Kinder-, Sach-, Koch- und Bastelbücher sowie Belletristik.
Elternkurs „Kess-erziehen – Von Anfang an“ startet im Oktober
Das Landratsamt Donau-Ries kündigt einen Elternkurs mit dem Titel „Kess-erziehen – Von Anfang an“ an. Der Kurs beginnt am 21. Oktober 2026 in Donauwörth.
Die Meldung wurde am 11.08.2026 auf lifepr.de als Story des Landratsamts Donau-Ries, Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit, veröffentlicht. Weitere nutzbare Angaben zu Inhalten, Terminen oder Teilnahmebedingungen enthält der bereitgestellte Text nicht.
Infobox: Der Elternkurs „Kess-erziehen – Von Anfang an“ startet am 21. Oktober 2026 in Donauwörth. Quelle der Meldung ist lifepr.de.
Agenda 2030 verbindet ökologische Grenzen und soziale Bedürfnisse
Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie beschreibt die Agenda 2030 als internationalen Fahrplan für eine nachhaltige, gerechte und sozial-ökologische Entwicklung. Die globale Herausforderung einer Großen Transformation zu Nachhaltigkeit und Resilienz erfordere integrierte Lösungsansätze und weltweite Zusammenarbeit.
Im Zentrum stehen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und 169 Unterziele, die als Sustainable Development Goals, kurz SDGs, bezeichnet werden. Nach Darstellung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie sollen ökologische und soziale Entwicklungsbedarfe miteinander in Balance gebracht und nachhaltige Wirtschaftsmodelle gestaltet werden.
Die ökologische Obergrenze wird unter anderem durch die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimaabkommens flankiert. Gleichzeitig soll ein soziales Fundament grundlegender menschlicher Bedürfnisse ausgebaut werden.
Die Vereinten Nationen verabschiedeten die Agenda 2030 im September 2015. Sie erhebt als erste Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen universellen Anspruch und bezieht damit alle Länder der Welt ein.
Die Umsetzung soll laut Wuppertal Institut auf allen politischen Ebenen erfolgen: von der globalen bis zur lokalen Ebene. Nachhaltigkeitsstrategien von Bundesregierung, Bundesländern, Kommunen und Regionen können sich am Zielsystem der Agenda 2030 orientieren.
Für eine wirksame Umsetzung seien vertikale Koordination und Kooperation erforderlich. Da nachhaltige Entwicklung verschiedene Politikbereiche betrifft, müssten Maßnahmen über Ressortgrenzen hinweg gemeinsam umgesetzt werden.
Das Institut unterstützt nach eigenen Angaben Kommunen, Länder und den Bund. Die nordrhein-westfälische Landesregierung begleitet es bereits seit 2013 wissenschaftlich bei der Erstellung und Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.
Eine weitere Aufgabe sieht das Wuppertal Institut in der wissenschaftlichen Entwicklung geeigneter Indikatoren. Untersucht werden unter anderem nachhaltige Produktion und nachhaltiger Konsum, die Transformation des Verkehrssektors, öffentliche Investitionen und Finanzmärkte.
Darüber hinaus betrachtet die Forschung Wechselwirkungen zwischen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energiewende. Weitere Fragen betreffen eine nachhaltige Strukturpolitik, die Folgen der Dekarbonisierung für Industrieregionen, den Zusammenhang zwischen Geschlechterverhältnissen und Klimaschutz sowie die Vermeidung von Energiearmut.
Bildung für nachhaltige Entwicklung soll Wissen in die Breite tragen und Menschen zur Mitgestaltung befähigen. Das Institut verweist außerdem auf Reallabore und Living Labs als Experimentierräume, in denen Lösungen gesucht und erprobt werden können.
| Rahmen der Agenda 2030 | Angabe |
|---|---|
| Verabschiedung | September 2015 |
| Ziele | 17 |
| Unterziele | 169 |
| Ökologische Orientierung | 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimaabkommens |
| Begleitung der Nachhaltigkeitsstrategie NRW | seit 2013 |
Infobox: Die Agenda 2030 umfasst 17 Ziele und 169 Unterziele. Das Wuppertal Institut betont die Verbindung von ökologischen Grenzen, sozialen Bedürfnissen, wissenschaftlicher Forschung, Bildung und politischer Zusammenarbeit.
Quellen:
- Kuscheln statt Wegwerfen: Leipzigerin stellt nachhaltige Schultüten her
- Ausgezeichnet: Der Rolfsche Hof in Berlebeck schreibt seine Erfolgsgeschichte fort
- Bio-Genusstour München: Nachhaltig essen im Umland mit dem Bund Naturschutz
- Gelegenheit zum Schmökern und zum Austausch: Der Bücherschrank setzt Zeichen für Nachhaltigkeit
- Frühzeitig stärken, gemeinsam wachsen
- SDGs














