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Nachhaltigkeit beim NABU: Umwelt, Gesellschaft und Zukunft verbinden
Beim Thema NABU Nachhaltigkeit geht es um mehr als einzelne Spartipps. Der NABU, der Naturschutzbund Deutschland, verbindet den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen mit Fragen des täglichen Lebens, der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Diese Verbindung zeigt sich an vielen Themen: Abfall und Recycling, Energie, Klima und Luft, Verkehr, Bauen und Siedlung sowie ökologisches Leben. Auch Arten- und Vogelschutz, Landwirtschaft, Wälder, Moore, Flüsse und Meere gehören dazu. Nachhaltigkeit endet damit nicht an der eigenen Wohnungstür.
Der Grundgedanke ist langfristig: Natürliche Ressourcen sollen so genutzt werden, dass sie erhalten bleiben. Das schützt nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern unterstützt auch wirtschaftliche Stabilität, soziale Gerechtigkeit und die Chancen kommender Generationen.
Für die Orientierung im Alltag helfen drei Blickrichtungen:
- Umwelt und Ressourcen: Energie, Wasser, Rohstoffe und Lebensräume schonen.
- Gesellschaft und Politik: faire Lebensbedingungen fördern und Verantwortung gemeinsam wahrnehmen.
- Deutschland: globale Nachhaltigkeitsziele auf lokale Entscheidungen übertragen.
Der NABU stellt dafür Informationen, Umweltbildung und Möglichkeiten zum Engagement bereit. Dazu zählen etwa Hinweise zu nachhaltiger Mode, Mülltrennung, Solarstrom vom Balkon und einem klimafitten Garten. Veranstaltungen, die Infothek, der Newsletter sowie Transparenz- und Jahresberichte können zusätzliche Orientierung geben.
Der NABU-Jahresbericht 2025 ist im Jahr 2026 ein aktueller Anlaufpunkt, wenn Sie sich über die Arbeit des Verbands informieren möchten. Für den eigenen Alltag genügt jedoch oft ein kleiner Anfang: Wählen Sie eine Ressource aus, beobachten Sie den eigenen Verbrauch und setzen Sie eine konkrete Änderung um.
Energie im Alltag bewusst nutzen und Solarstrom prüfen
Energie im Alltag bewusst nutzen beginnt mit einem klaren Blick auf den eigenen Verbrauch. Prüfen Sie, welche Geräte regelmäßig laufen und ob sie wirklich gebraucht werden. Schalten Sie ungenutzte Geräte vollständig aus, statt sie dauerhaft im Bereitschaftsmodus zu lassen.
Planen Sie energieintensive Tätigkeiten bewusst. Nutzen Sie Waschmaschine, Geschirrspüler oder Trockner möglichst erst bei voller Beladung. Das spart Energie pro Nutzung und vermeidet unnötige Wasch- oder Spülgänge. Beobachten Sie zunächst eine Woche lang, wann besonders viel Strom verbraucht wird.
Auch Wärme gehört zum Energiethema. Beheizen Sie Räume passend zu ihrer Nutzung und vermeiden Sie dauerhaft geöffnete Fenster bei laufender Heizung. Regelmäßiges kurzes Lüften ist meist sinnvoller als ein ständig gekipptes Fenster.
Erneuerbare Energien können den eigenen Energiebezug ergänzen. Eine mögliche Lösung ist Solarstrom vom Balkon. Ob diese Option passt, hängt unter anderem von Wohnsituation, Ausrichtung sowie technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Informieren Sie sich deshalb vor der Anschaffung bei zuständigen Stellen und prüfen Sie die Angaben zur sicheren Nutzung.
Die sinnvolle Reihenfolge lautet: Erst den Verbrauch senken, dann eine passende Energiequelle prüfen. Ein kleines Solarmodul ersetzt nicht automatisch alle anderen Maßnahmen, kann aber Anlass sein, den eigenen Strombedarf genauer zu verstehen.
Nachhaltiger Konsum: Kleidung und Produkte länger verwenden
Nachhaltiger Konsum beginnt mit einer einfachen Frage: Brauchen Sie das Produkt wirklich? Wer weniger, gezielter und länger kauft, vermeidet unnötigen Ressourcenverbrauch. Das passt besonders zum Nachhaltigkeitsziel „Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion“.
Prüfen Sie vor dem Kauf mehrere Punkte:
- Erfüllt ein vorhandener Gegenstand bereits denselben Zweck?
- Ist das Produkt robust, reparierbar und für eine lange Nutzung geeignet?
- Lässt es sich gebraucht kaufen, ausleihen oder gemeinsam verwenden?
- Gibt es Ersatzteile oder eine Möglichkeit zur Reparatur?
Bei Kleidung zählt nicht nur das Material. Entscheidend ist auch, wie oft ein Kleidungsstück getragen wird und wie lange es im Schrank bleibt. Wählen Sie Stücke, die zu Ihrem Alltag passen, und bevorzugen Sie eine überschaubare Garderobe statt spontaner Fehlkäufe.
Pflegen Sie Textilien sorgfältig, beachten Sie die Pflegehinweise und waschen Sie Kleidung nicht unnötig. Reparieren Sie kleine Schäden früh: Ein loser Knopf oder eine offene Naht ist oft schnell behoben.
Gebrauchte Kleidung, Möbel und Haushaltswaren können eine sinnvolle Alternative zu neuen Produkten sein. Auch Tauschen, Leihen und Weitergeben verlängern die Nutzungsdauer. Was für eine Person überflüssig ist, kann für eine andere noch lange wertvoll sein.
Bei nicht dringenden Käufen hilft eine Bedenkzeit. Vergleichen Sie Qualität, Reparierbarkeit und erwartete Nutzungsdauer. Sortieren Sie heute drei Dinge aus, die Sie nicht mehr verwenden, und geben Sie ihnen eine neue Verwendung oder ein neues Zuhause.
Abfall vermeiden und Müll richtig trennen
Abfall vermeiden heißt, Abfälle möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen. Kaufen Sie Produkte mit wenig Verpackung, nutzen Sie Mehrweg und nehmen Sie für Einkäufe eigene Taschen oder Behälter mit.
Bevor etwas im Abfalleimer landet, prüfen Sie drei Möglichkeiten:
- Kann der Gegenstand weiter genutzt oder repariert werden?
- Lässt er sich verschenken, tauschen oder weitergeben?
- Kann er getrennt gesammelt und einem Recyclingweg zugeführt werden?
Bei der Mülltrennung kommt es auf die örtlichen Vorgaben an, die sich je nach Kommune unterscheiden können. Informieren Sie sich deshalb beim zuständigen Entsorgungsbetrieb, bevor Sie Verpackungen, Elektrogeräte, Batterien oder Schadstoffe entsorgen.
Trennen Sie Abfälle möglichst sauber und halten Sie verschiedene Materialien nicht unnötig zusammen. Verpackungen sollten leer sein; ausspülen müssen Sie sie nur, wenn die lokalen Hinweise dies verlangen. Stark verschmutzte oder aus mehreren Bestandteilen bestehende Produkte brauchen oft eine gesonderte Einordnung.
Elektrogeräte, Batterien und gefährliche Stoffe gehören nicht in den Hausmüll. Bewahren Sie solche Dinge getrennt auf und nutzen Sie die dafür vorgesehenen Rückgabe- oder Sammelstellen. Legen Sie in der Küche einen festen Platz für Papier, Verpackungen, Glas und Sonderfälle an und prüfen Sie anschließend die Trennhinweise Ihrer Kommune.
Klimafitter Garten für mehr Artenvielfalt gestalten
Ein klimafitter Garten kommt besser mit Hitze, Trockenheit und wechselnden Wetterlagen zurecht. Zugleich schafft er Nahrung, Schutz und Rückzugsorte für Tiere. Dafür braucht es nicht zwingend viel Platz: Auch ein Balkon, Innenhof oder kleiner Vorgarten kann ökologisch wertvoll werden.
Wählen Sie Pflanzen, die zum Standort und zu den örtlichen Bedingungen passen. Heimische und standortgerechte Arten bieten vielen Insekten und Vögeln vertraute Nahrungsquellen. Eine vielfältige Bepflanzung ist hilfreicher als eine Fläche mit nur einer Pflanzenart.
- Lassen Sie an geeigneten Stellen Wildblumen oder Kräuter wachsen.
- Schaffen Sie mit Sträuchern, Hecken und dichtem Bewuchs unterschiedliche Verstecke.
- Planen Sie schattige Bereiche ein, damit der Boden weniger austrocknet.
- Verzichten Sie möglichst auf versiegelte Flächen und sterile Steinbereiche.
- Lassen Sie Laub oder abgestorbene Pflanzenteile teilweise liegen.
- Beobachten Sie, welche Tiere den Garten nutzen, und passen Sie die Gestaltung an.
Sammeln Sie Regenwasser, wenn die örtlichen Bedingungen und Möglichkeiten es erlauben, und gießen Sie vorzugsweise zu kühleren Tageszeiten. Eine bedeckte Bodenschicht kann die Feuchtigkeit länger halten.
Auch beim Schutz von Pflanzen ist Zurückhaltung sinnvoll. Prüfen Sie zunächst, ob ein Eingriff nötig ist. Unterschiedliche Pflanzen, natürliche Rückzugsorte und ein wenig Unordnung fördern ein stabiles Gefüge, in dem sich manche Probleme von selbst abschwächen.
Wählen Sie eine kleine Fläche aus und gestalten Sie sie naturnäher. Schon ein Beet mit passenden Blühpflanzen, ein Strauch oder ein ungemähter Rand kann die Artenvielfalt im direkten Wohnumfeld unterstützen.
Mobilität und Verkehr umweltbewusst planen
Planen Sie Wege nach Möglichkeit so, dass kurze Strecken nicht automatisch mit dem Auto beginnen. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln lassen sich viele Alltagswege anders organisieren. Berücksichtigen Sie neben der Entfernung auch Zeit, Wetter, Sicherheit und Gepäck.
Eine praktische Reihenfolge hilft bei der Entscheidung:
- Ist der Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad machbar?
- Gibt es eine passende Verbindung mit Bus oder Bahn?
- Lässt sich der Termin mit anderen Wegen verbinden?
- Ist eine gemeinsame Autofahrt möglich, wenn ein Auto nötig ist?
Bündeln Sie Besorgungen, legen Sie mehrere Termine auf eine Strecke und prüfen Sie vorab, ob ein Weg auch digital oder telefonisch erledigt werden kann. Für längere Strecken können Bahn, Fernbus oder Fahrgemeinschaften eine Alternative sein. Bei der Wahl zählt der gesamte Weg einschließlich Anfahrt zum Bahnhof, Umstiegen und Rückfahrt.
Wenn Sie ein Auto nutzen, fahren Sie vorausschauend und vermeiden Sie unnötiges Gewicht. Lassen Sie Dachträger oder Gepäckboxen nicht dauerhaft montiert, wenn sie nicht gebraucht werden. Prüfen Sie außerdem regelmäßig den Zustand des Fahrzeugs und halten Sie sich an die Wartungshinweise.
Überlegen Sie vor einer Reise, ob das Ziel mit einem geeigneten Verkehrsmittel erreichbar ist und ob die Reise in dieser Form wirklich nötig ist. Wählen Sie in der kommenden Woche eine kurze Autofahrt aus und testen Sie eine passende Alternative.
Lebensmittel, Wasser und natürliche Ressourcen schützen
Lebensmittel und Wasser sind eng mit natürlichen Lebensräumen verbunden. Nachhaltiges Handeln bedeutet deshalb, den eigenen Bedarf aufmerksam zu planen und Verschwendung zu vermeiden.
Prüfen Sie Vorräte vor dem Einkauf und lagern Sie empfindliche Lebensmittel übersichtlich. Was bald verbraucht werden muss, sollte nach vorn rücken. Aus Resten können einfache neue Mahlzeiten entstehen.
- Kaufen Sie nur Mengen, die Sie voraussichtlich verwenden.
- Beurteilen Sie Lebensmittel nach Aussehen und Geruch, statt sie vorschnell wegzuwerfen.
- Nutzen Sie geeignete Behälter, um geöffnete Lebensmittel zu schützen.
- Halten Sie eine kleine Resteküche bereit: Suppen, Aufläufe oder Pfannengerichte sind flexibel.
Beim Einkauf können saisonale und regionale Angebote die Auswahl vereinfachen. Achten Sie außerdem auf nachvollziehbare Herkunft und eine Produktionsweise, die Umwelt und Menschen berücksichtigt. Ein starres Ideal ist nicht nötig; wichtiger ist eine bewusste, dauerhaft tragfähige Routine.
Wasser sparen Sie vor allem dort, wo es ohne Komfortverlust möglich ist. Lassen Sie den Hahn beim Einseifen oder Zähneputzen nicht unnötig laufen und nutzen Sie Wasser mehrfach, wenn dies hygienisch unbedenklich ist. Im Haushalt hilft es, kleine Lecks früh zu bemerken und zu beheben.
Natürliche Ressourcen umfassen weit mehr als Trinkwasser. Flüsse, Meere, Moore und Wälder erfüllen wichtige Funktionen für Tiere, Pflanzen und Menschen. Respektieren Sie Schutzbereiche, bleiben Sie auf ausgewiesenen Wegen und hinterlassen Sie in der Natur keinen Abfall.
Prüfen Sie heute Ihren Kühlschrank, planen Sie aus vorhandenen Lebensmitteln eine Mahlzeit und achten Sie beim nächsten Einkauf auf eine passende Menge.
Nachhaltige Finanzen und persönliches Engagement
Nachhaltige Finanzen eröffnen eine weitere Möglichkeit, persönliche Entscheidungen mit Umwelt- und Gesellschaftsthemen zu verbinden. Prüfen Sie vor einer Geldanlage, welche Branchen, Projekte oder Geschäftspraktiken damit unterstützt werden und welche Ausschlusskriterien Ihnen wichtig sind.
Achten Sie auf nachvollziehbare Informationen statt auf wohlklingende Bezeichnungen. Lesen Sie Produktunterlagen, prüfen Sie die Kriterien eines Finanzangebots und hinterfragen Sie unklare Nachhaltigkeitsversprechen. Eine unabhängige Beratung kann helfen, wenn Risiken, Kosten oder die eigene finanzielle Situation schwer einzuschätzen sind.
Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, wie Einlagen verwendet werden und welche Informationen zu nachhaltigen Angeboten vorliegen. Nachhaltige Finanzen sind nicht automatisch risikofrei oder für jede Person passend. Sicherheit, Verfügbarkeit, Kosten und persönliche Ziele bleiben wichtige Entscheidungspunkte.
Engagement ergänzt private Entscheidungen. Sie können sich beispielsweise bei einer lokalen NABU-Gruppe, in der Umweltbildung oder bei Veranstaltungen einbringen. Je nach Interesse kommen Arten- und Vogelschutz, Landschaftspflege oder praktische Aktionen für Lebensräume infrage.
- Wählen Sie ein Thema, das Sie persönlich interessiert.
- Prüfen Sie Zeitaufwand, Aufgaben und benötigte Kenntnisse.
- Beginnen Sie mit einer einzelnen Veranstaltung oder zeitlich begrenzten Aktion.
- Tauschen Sie Erfahrungen mit anderen Engagierten aus.
Gemeinsames Handeln schafft Austausch, Wissen und sichtbare Verantwortung. Suchen Sie eine passende Veranstaltung oder informieren Sie sich über Möglichkeiten zur NABU-Mitgliedschaft und freiwilligen Mitarbeit.
Die 17 SDGs als internationaler Rahmen für Nachhaltigkeit
Die Sustainable Development Goals (SDGs) bilden einen gemeinsamen Rahmen für nachhaltige Entwicklung. 2015 beschlossen alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die 17 Ziele. Sie sind bis 2030 ausgerichtet und gelten für alle Länder. Die Verantwortung liegt daher nicht allein bei einzelnen Staaten, Unternehmen oder Privathaushalten.
Für den Alltag bieten die SDGs eine Orientierung: Eine Entscheidung lässt sich daraufhin prüfen, welche Auswirkungen sie auf Umwelt, Ressourcen und Gesellschaft haben kann. Im NABU-Kontext werden die Ziele unter anderem den Bereichen Umwelt und Ressourcen, Gesellschaft und Politik sowie Deutschland zugeordnet. Dadurch wird der Bezug zwischen globalen Aufgaben und lokalem Handeln greifbar.
Die Ziele stehen miteinander in Verbindung. Sauberes Wasser betrifft etwa Gesundheit, Natur und soziale Gerechtigkeit. Nachhaltiger Konsum berührt Ressourcen, Produktion und wirtschaftliche Entwicklung. Wer diese Zusammenhänge betrachtet, erkennt Zielkonflikte früher.
- Umwelt und Ressourcen: Dazu gehören sauberes Wasser, bezahlbare und saubere Energie, Klimaschutz sowie der Schutz von Meeren und Landökosystemen.
- Gesellschaft und Politik: Armut, Bildung, Gesundheit, Geschlechtergleichheit, Ungleichheiten, Frieden und starke Institutionen stehen im Mittelpunkt.
- Wirtschaft und Infrastruktur: Menschenwürdige Arbeit, verantwortungsvolle Produktion, Innovation und nachhaltige Städte verbinden Entwicklung mit Zukunftsfähigkeit.
- Partnerschaften: Das 17. Ziel unterstreicht, dass nachhaltige Entwicklung Zusammenarbeit zwischen Ländern, Organisationen, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft braucht.
Die 17 Ziele im Überblick:
- Keine Armut
- Kein Hunger
- Gesundheit und Wohlergehen
- Hochwertige Bildung
- Geschlechtergleichheit
- Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
- Bezahlbare und saubere Energie
- Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
- Industrie, Innovation und Infrastruktur
- Weniger Ungleichheiten
- Nachhaltige Städte und Gemeinden
- Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion
- Maßnahmen zum Klimaschutz
- Leben unter Wasser
- Leben an Land
- Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
- Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Die SDGs sind kein persönlicher Maßnahmenkatalog, sondern zeigen, wie einzelne Handlungsfelder zusammengehören. Für die eigene Orientierung genügt eine konkrete Frage: Welches Ziel passt zu der Veränderung, die Sie als Nächstes umsetzen möchten?
NABU-Themen und Angebote zur weiteren Orientierung
Die NABU-Themen bieten verschiedene Zugänge, um Nachhaltigkeit im Alltag und im eigenen Umfeld zu vertiefen. Je nach Interesse können Sie sich auf praktische Fragen, Natur- und Artenschutz oder gesellschaftliche Zusammenhänge konzentrieren.
- Abfall und Recycling: Informationen helfen dabei, Vermeidung, Wiederverwendung und Entsorgung bewusster zu betrachten.
- Bauen und Siedlung: Dieser Bereich richtet den Blick auf Gebäude, Wohnumfeld und die Gestaltung von Siedlungen.
- Klima und Luft: Hier stehen klimatische Veränderungen und die Qualität der Lebensumwelt im Mittelpunkt.
- Arten- und Vogelschutz: Beobachtungen und Schutzmaßnahmen machen die biologische Vielfalt vor Ort sichtbar.
- Flüsse, Meere, Moore und Wälder: Diese Lebensräume zeigen, wie eng Naturschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen verbunden sind.
- Landwirtschaft und Naturschutz: Das Thema beleuchtet das Verhältnis zwischen Nutzung, Landschaft und ökologischen Anforderungen.
Für den Einstieg eignen sich konkrete Schwerpunkte wie ein klimafitter Garten, nachhaltige Mode oder Mülltrennung. Wer sich stärker mit politischen und wirtschaftlichen Fragen beschäftigen möchte, findet Anknüpfungspunkte bei nachhaltigen Finanzen, Gesellschaft und Politik oder der Nachhaltigkeitsarbeit des NABU.
Umweltbildung, Veranstaltungen, die Infothek und der Newsletter helfen, Wissen zu vertiefen und passende Aktivitäten in der eigenen Region zu finden. Auch Informationen zu Mitgliedschaft und freiwilligem Engagement zeigen Wege, über private Entscheidungen hinaus mitzuwirken.
Bei der Auswahl eines Themas hilft eine konkrete Frage: Möchten Sie zuerst das eigene Verhalten ändern, Natur direkt schützen oder sich gemeinsam mit anderen engagieren? Beginnen Sie mit einem Bereich, der zu Ihrem Alltag passt, und nutzen Sie die NABU-Angebote gezielt als nächste Informationsquelle.
Fazit: Mit kleinen Schritten nachhaltig handeln
Nachhaltigkeit gelingt dauerhaft, wenn sie zum eigenen Alltag passt. Wählen Sie deshalb nicht alles auf einmal, sondern setzen Sie sich ein klares Vorhaben für die nächste Woche. Ein konkretes Ziel lässt sich leichter prüfen als ein allgemeiner Vorsatz.
- Formulieren Sie eine kleine Veränderung mit festem Zeitpunkt.
- Notieren Sie kurz, was bereits funktioniert.
- Passen Sie den Schritt an Ihre Zeit, Wohnsituation und finanziellen Möglichkeiten an.
- Erweitern Sie Ihr Vorhaben erst, wenn es sich im Alltag eingespielt hat.
Nachhaltigkeit ist keine Prüfung mit perfektem Ergebnis. Manche Entscheidungen hängen von Infrastruktur, Kosten oder persönlichen Umständen ab. Entscheidend ist, Handlungsspielräume zu erkennen und verlässlich zu nutzen.
Die Orientierung des NABU kann dabei helfen, aus einem allgemeinen Interesse eine passende Aktivität zu machen. Ob Information, Umweltbildung oder gemeinsames Engagement: Der sinnvollste nächste Schritt ist der, den Sie tatsächlich beginnen und beibehalten können.
Setzen Sie heute ein überschaubares Ziel und überprüfen Sie es nach einigen Tagen. So wird NABU Nachhaltigkeit zu einer bewussten Entscheidung mit persönlichem Bezug und langfristiger Wirkung.
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Häufige Fragen zu nachhaltigem Handeln im Alltag
Wie kann ich im Alltag nachhaltiger mit Energie umgehen?
Schalten Sie ungenutzte Geräte vollständig aus, vermeiden Sie den Stand-by-Betrieb und nutzen Sie Waschmaschine sowie Geschirrspüler möglichst voll beladen. Auch regelmäßiges Stoßlüften und eine an die Raumnutzung angepasste Heizung können den Energieverbrauch senken. Solarstrom vom Balkon ist eine mögliche Ergänzung, sollte aber vor der Anschaffung hinsichtlich Wohnsituation, Sicherheit und örtlicher Vorgaben geprüft werden.
Worauf sollte ich bei nachhaltigem Konsum achten?
Kaufen Sie möglichst nur Dinge, die Sie wirklich benötigen, und achten Sie auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit sowie verfügbare Ersatzteile. Gebrauchte Produkte, Leihen, Tauschen und Weitergeben verlängern die Nutzungsdauer. Kleidung sollte zum eigenen Alltag passen und möglichst häufig sowie lange getragen werden.
Wie kann ich Abfall vermeiden und richtig trennen?
Vermeiden Sie unnötige Verpackungen, nutzen Sie Mehrweg und verwenden Sie eigene Taschen oder Behälter. Prüfen Sie vor dem Wegwerfen, ob ein Gegenstand repariert, weitergegeben oder wiederverwendet werden kann. Trennen Sie Abfälle nach den örtlichen Vorgaben und geben Sie Elektrogeräte, Batterien sowie Schadstoffe an geeigneten Sammel- oder Rückgabestellen ab.
Wie lässt sich ein Garten klimafit und naturnah gestalten?
Wählen Sie standortgerechte, möglichst heimische Pflanzen und schaffen Sie unterschiedliche Bereiche mit Blüten, Sträuchern, Schatten und Rückzugsmöglichkeiten. Vermeiden Sie unnötige Versiegelung und sterile Steinflächen. Regenwasser, eine bedeckte Bodenschicht sowie teilweise liegen gelassenes Laub können Pflanzen und Tieren zugutekommen.
Was sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung?
Die 17 Sustainable Development Goals, kurz SDGs, wurden 2015 von allen 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen beschlossen. Sie verbinden ökologische, soziale und wirtschaftliche Anliegen und sollen bis 2030 verfolgt werden. Dazu gehören unter anderem Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, sauberes Wasser, weniger Ungleichheiten, nachhaltige Städte sowie der Schutz von Meeren und Landökosystemen.





