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    Nachhaltigkeit wird zum Steuerungs- und Verantwortungsfaktor in Unternehmen

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    27.07.2026 31 mal gelesen 1 Kommentare

    Ferrero und Arla wollen Emissionen in der Lieferkette senken

    Ferrero beteiligt sich an einem Programm der Molkerei Arla, um den Ausstoß von Treibhausgasen in der Lieferkette zu reduzieren. Nach Angaben der Lebensmittel Zeitung und von www.agrarzeitung.de sollen Landwirte dadurch Anreize erhalten, klimafreundlicher zu wirtschaften.

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    Im Mittelpunkt steht damit die landwirtschaftliche Lieferkette. Die verfügbaren Angaben nennen keine konkreten Emissionsmengen, Minderungsziele oder Laufzeiten des Programms.

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    Infobox: Ferrero beteiligt sich an einem Arla-Programm zur Verringerung von Treibhausgasemissionen. Landwirte sollen zu klimafreundlicheren Wirtschaftsweisen motiviert werden.

    Nachhaltigkeit soll stärker in die Unternehmenssteuerung einfließen

    Nachhaltigkeit wird nach einer Analyse von Haufe. Intelligenz, die bewegt. nur dann wirksam, wenn sie nach derselben Logik gesteuert wird wie finanzielle Zielgrößen. Dafür müsse ESG aus dem Reporting heraus in Mittelfristplanung, Budget, Forecast und Investitionsentscheidungen übersetzt werden.

    Grundlage des Beitrags ist die Chief Sustainability Officer Studie 2026 der Beratungsgesellschaft Horváth. Dafür wurden mehr als 300 leitende Nachhaltigkeitsverantwortliche und Chief Sustainability Officers befragt, schwerpunktmäßig in der DACH-Region.

    Die Studie beschreibt einen Abstand zwischen formaler Verankerung und operativer Umsetzung. Nachhaltigkeit ist demnach vor allem in der übergreifenden Strategie und im Risikomanagement berücksichtigt. Diese Bereiche wurden von 74 % beziehungsweise 81 % genannt.

    Bei konkreten geschäftsnahen Entscheidungen fällt die Einbindung laut Beitrag schwächer aus. Investitionsentscheidungen, Portfolio- und Produktentscheidungen sowie M&A-Transaktionen berücksichtigen ESG demnach nur teilweise, kaum oder untergeordnet.

    BereichAngabe aus der Quelle
    Übergreifende Strategie74 %
    Risikomanagement81 %
    Arbeitgeberattraktivität51 %
    Reputation50 %
    Resilienz gegenüber transitorischen Risiken38 %
    Kostenreduktion, zum Beispiel durch Ressourceneffizienz23 %
    Verbesserter Zugang zu Kapital17 %

    Als Problem identifiziert der Beitrag, dass die Wirtschaftlichkeit von Nachhaltigkeit häufig nicht ausreichend ermittelt wird. Indirekte Beiträge werden unter anderem bei Arbeitgeberattraktivität, Reputation und Resilienz gesehen, während direkte Hebel wie Kostenreduktion und der Zugang zu Kapital häufig noch nicht ausreichend quantifiziert seien.

    Haufe nennt drei Empfehlungen für die weitere Umsetzung: Erstens sollen steuerungsrelevante Nachhaltigkeits-KPIs und Zielsetzungen definiert und in Anreizsysteme sowie ein regelmäßiges Monitoring überführt werden. Zweitens soll Nachhaltigkeit in Investitions-, Produkt-, Portfolio-, M&A-, Einkaufs- und Lieferantenentscheidungen integriert werden. Drittens sollen Unternehmen die Wirtschaftlichkeit über einen Business Case bestimmen.

    • Wachstum: Analyse nachhaltigkeitsbedingter Umsatzpotenziale, Preisprämien sowie neuer Kundensegmente und Märkte.
    • Effizienz und Kostenvermeidung: Quantifizierung von Energie-, Material- und Ressourceneinsparungen sowie vermiedenen regulatorischen Kosten.
    • Risiko und Resilienz: Bewertung finanzieller Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken und der Wirkung risikoreduzierender Maßnahmen.

    Die Finanzfunktion soll dabei Nachhaltigkeitsziele mit finanziellen Steuerungsgrößen verbinden, Zielkonflikte sichtbar machen und Maßnahmen nach ihrem Wertbeitrag priorisieren. Als mögliche Wirkungsketten nennt der Beitrag unter anderem Versicherungsprämien für Gebäude, Streiks oder Tarifvertragsverhandlungen in der eigenen Belegschaft und in der Wertschöpfungskette sowie CO2-Preise.

    Infobox: Die Horváth CSO-Studie 2026 basiert auf der Befragung von mehr als 300 Nachhaltigkeitsverantwortlichen. Haufe empfiehlt klare KPIs, die Einbindung in Planung und Investitionen sowie belastbare Business Cases.

    Coesfeld verlegt Nachhaltigkeitsmarkt erstmals in den Schlosspark

    Der Nachhaltigkeitsmarkt von Coesfeld for Future findet erstmals im Schlosspark statt. Wie azonline.de berichtet, erwartet die Besucher am 1. August von 10 bis 14 Uhr ein Angebot mit 28 Ständen, Musik und Ideen rund um nachhaltiges Leben.

    Für die Organisatoren bietet der neue Veranstaltungsort einen kompakten Platz, viele Bäume und deutlich mehr Raum. Insgesamt haben sich 28 Ausstellerinnen und Aussteller angemeldet; in den vergangenen Jahren waren jeweils rund 20 Stände vertreten.

    Die Stände werden teilweise thematisch angeordnet. Ein Bereich widmet sich Energie-Themen wie Balkonkraftwerken, Wärmepumpen und Dachbegrünung. Außerdem sind unter anderem der Frauenflohmarkt des frauen e.V. und der Haus- und Gartenflohmarkt des Fair Gehandelt Ladens vorgesehen.

    Zu den neuen Ausstellern gehören eine Coesfelderin mit eigener Keramik und eine Anbieterin selbst hergestellter Naturkosmetik. Erstmals ist auch das Sozialkaufhaus mit einem Infostand vertreten und möchte darauf aufmerksam machen, dass gebrauchte Kleidung allen offensteht und nicht ausschließlich für Bedürftige gedacht ist.

    Für das musikalische Rahmenprogramm sorgt Elke Wehling mit einer Loop-Station und verschiedenen Instrumenten. Nach der offiziellen Eröffnung um 10.30 Uhr durch den stellvertretenden Bürgermeister Christoph Fels ist ihr erster Auftritt vorgesehen.

    Für die Sicherheit werden an der Bernhard-von-Galen-Straße Poller aufgestellt, damit keine Fahrzeuge auf das Veranstaltungsgelände gelangen. Die Organisatoren begannen nach eigenen Angaben bereits Anfang des Jahres mit den Vorbereitungen, darunter der Vermessung des Schlossparks und der Planung der Standflächen.

    „Nachhaltigkeit kann bereichern. Es geht uns darum, Wissen und Erfahrungen zu teilen“, sagt Heike Engelmann laut azonline.de.

    Infobox: Der Nachhaltigkeitsmarkt findet am 1. August von 10 bis 14 Uhr erstmals im Schlosspark statt. Angemeldet sind 28 Ausstellerinnen und Aussteller; die Eröffnung ist für 10.30 Uhr vorgesehen.

    MDR nennt Mobilität, Ernährung und Wohnen als größte Klima-Hebel für Familien

    Familien mit Kindern stehen im Alltag häufig vor dem Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeitsanspruch und begrenzter Zeit. MDR.de berichtet, dass ein Kind während der Wickelzeit rund 5.000 Windeln verbraucht und damit etwa eine Tonne Abfall verursacht.

    Stoffwindeln können diese Müllmenge reduzieren, gelten laut Beitrag jedoch nicht als größter Hebel für Ressourcenverbrauch und Klimabilanz. Mobilität, Ernährung und Wohnen verursachen nach den Angaben mehr als 70 Prozent des ökologischen Fußabdrucks privater Haushalte.

    Bei der Mobilität entstehen für Familien zusätzliche Wege zur Kita, zur Schule, zum Sport und zu Freundinnen und Freunden. Fahrrad, öffentlicher Nahverkehr und kurze Wege können den Autoverzicht erleichtern, sofern ein gut ausgebautes Radwegenetz und ausreichende Busverbindungen vorhanden sind.

    Der Beitrag betont, dass nachhaltiges Verhalten nicht allein von der Motivation der Familien abhängt. Fehlen sichere Radwege oder Busverbindungen, bleibt das Auto für viele Familien die einzige realistische Option; die Infrastruktur beeinflusst somit, wie leicht klimafreundliche Entscheidungen umgesetzt werden können.

    Bei der Ernährung wird insbesondere Fleisch als ressourcenintensiv beschrieben, vor allem Rindfleisch. Eine Reduzierung des Konsums kann die Umweltbilanz verbessern, ohne dass Kinder zwangsläufig vegetarisch oder vegan ernährt werden müssen.

    Der Kinder- und Jugendmediziner Berthold Koletzko hält zwei bis drei kleine Portionen Fleisch oder Fisch pro Woche aus ernährungsmedizinischer Sicht für sinnvoll. Eine vegetarische Ernährung sei möglich, wenn sie gut geplant werde; eine vegane Ernährung im Säuglings- und Kleinkindalter sei dagegen deutlich anspruchsvoller und erfordere insbesondere die Ergänzung von Vitamin B12 und weiteren kritischen Nährstoffen.

    Beim Wohnen hebt der MDR den Platzbedarf pro Person hervor. Neubauten verursachten durch Materialien wie Zement erhebliche Emissionen; für Familien seien kleinere Wohnungen jedoch häufig keine realistische Lösung. Als alltagstaugliche Alternativen werden gebrauchte Möbel, Reparaturen und eine möglichst lange Nutzung von Produkten genannt.

    Auch beim Waschen sieht der Beitrag eine einfache Möglichkeit, Energie einzusparen. Für den normalen Familienalltag seien 30 oder 40 Grad oft ausreichend, während höhere Waschtemperaturen mit speziell desinfizierenden Waschmitteln bei bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen wie Noro- oder Rotaviren sinnvoll sein können.

    „Nachhaltiger zu handeln, bedeutet in diesem Fall nicht mehr Arbeit, sondern einfach einen anderen Knopf an der Waschmaschine zu drücken“, heißt es im Beitrag von MDR.de.

    Infobox: Mehr als 70 Prozent des ökologischen Fußabdrucks privater Haushalte entfallen laut MDR auf Mobilität, Ernährung und Wohnen. Genannt werden unter anderem weniger Fleisch, längere Produktnutzung, gebrauchte Möbel, niedrigere Waschtemperaturen und klimafreundliche Wege.

    Leadersnet: Nachhaltigkeit wird zur Organisations- und Verantwortungsfrage

    Unternehmen konzentrieren sich nach Einschätzung von Daniela Gruber, Co-Founderin von Lindlpower impact Personalmanagement, nicht mehr ausschließlich auf ESG-Reporting. Im Interview mit Leadersnet erklärt sie, dass heute unter anderem die EU-Verpackungsverordnung, Lieferkettenanforderungen und die Entwaldungsverordnung in den Unternehmen umgesetzt werden müssten.

    Damit verschiebt sich laut Gruber die zentrale Frage von „Was müssen wir berichten?“ zu „Wer setzt all das eigentlich um?“. Gesucht würden weniger klassische ESG-Managerinnen und ESG-Manager oder ESG-Controllerinnen und ESG-Controller, sondern Fachkräfte, die regulatorische Anforderungen in Bereichen wie Einkauf, Qualitätsmanagement, Produktentwicklung oder entlang der Lieferkette umsetzen können.

    Nachhaltigkeit werde dadurch zunehmend Teil bestehender Funktionen und weniger ein eigenes Berufsbild. Gruber betont zugleich, dass dies nicht zwingend weniger Nachhaltigkeitsexpertinnen und Nachhaltigkeitsexperten bedeute, sondern eine andere Art von Expertise erfordere.

    In ihrer Beratungspraxis beobachtet sie eine Veränderung der Fragestellungen. Während früher häufig nach ESG-Controllerinnen und ESG-Controllern gefragt worden sei, gehe es heute stärker darum, wer sich um die Verpackungsverordnung kümmert, neue Anforderungen beobachtet, die Umsetzung koordiniert und verhindert, dass jede Abteilung eine eigene Lösung entwickelt.

    Die organisatorische Verankerung könne in der Geschäftsführung, im Qualitätsmanagement, in der Compliance oder in einer Stabsfunktion liegen. Entscheidend sei laut Gruber weniger der konkrete Ort als die Klärung, wer die Verantwortung trägt und den Überblick behält.

    „Die meisten Unternehmen haben heute kein Wissensproblem mehr. Sie haben ein Verantwortungsproblem“, sagt Daniela Gruber laut Leadersnet.

    Infobox: Leadersnet beschreibt Nachhaltigkeit als Organisationsfrage. Unternehmen müssen Zuständigkeiten für regulatorische Anforderungen, Koordination und Umsetzung eindeutig festlegen.

    Quellen:

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    Das mit den klaren Zuständigkeiten find ich am wichtigsten, sonst schiebt am Ende jede Abteilung das Thema zur nächsten weiter und keiner macht wirklich was. Bei den Familien ist es aber auch so, sichere Radwege würden schon viel bringen, nur mit zwei Kindern und Einkauf ist das Auto halt nicht immer einfach zu ersetzen lol.

    Zusammenfassung des Artikels

    Ferrero und Arla fördern klimafreundlichere Landwirtschaft, während Unternehmen Nachhaltigkeit stärker in Planung und Investitionen integrieren sollen. Mobilität, Ernährung und Wohnen bieten Familien die größten Klimaschutzhebel.

    ...
    Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen

    Die gesetzlich geforderte Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt mittelständische Unternehmen in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Sie muss umfassend vorbereitet sowie Geschäftsmodell, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen auf den Prüfstand gestellt werden.

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