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    Nachhaltigkeit im Fokus: EU, Rüsselsheim und Itzehoe setzen neue Impulse

    KI-generiert
    14.09.2026 27 mal gelesen 1 Kommentare

    EU will nachhaltige Lebensmittelbeschaffung stärker berücksichtigen

    Die Europäische Kommission hat am 9. September einen Entwurf für eine Reform des europäischen Vergaberechts vorgelegt. Lebensmittel sollen darin als eigenständige Beschaffungskategorie verankert werden. Öffentliche Auftraggeber könnten dadurch Aspekte wie Ernährung, Tierschutz und Transparenz in der Lieferkette berücksichtigen, wären dazu jedoch nicht verpflichtet.

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    Der Entwurf sieht vor, die Richtlinien 2014/23/EU, 2014/24/EU und 2014/25/EU durch eine einzige Verordnung zu ersetzen. Diese soll in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gelten und nicht erst durch nationale Umsetzung in Kraft treten. Artikel 53 nennt unter anderem Nährwert und gesundheitliche Auswirkungen, ökologische Produktionsmethoden, Frische und Saisonalität sowie Fairness und Transparenz in den Lebensmittelversorgungsketten und Tierschutz als mögliche Kriterien.

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    Nach Angaben des vegconomist – Das vegane Wirtschaftsmagazin fließen in der Europäischen Union jährlich rund 50 Milliarden Euro in die öffentliche Lebensmittelbeschaffung. Dazu zählen unter anderem Schulkantinen, Krankenhäuser, Pflegeheime und die Gemeinschaftsverpflegung. Die Beschaffung insgesamt macht nach Schätzungen der Kommission etwa 15 % des BIP der EU aus.

    „Was öffentliche Einrichtungen einkaufen und anbieten, hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die Landwirte, die Gemeinden und die Umwelt.“

    Lucia Hortelano, Senior EU Policy Manager bei ProVeg International, begrüßte laut Quelle, dass die Kommission die weiterreichenden Auswirkungen öffentlicher Lebensmittelbeschaffung anerkenne. Lebensmittel seien keine Ware wie jede andere, da öffentliche Einkaufs- und Verpflegungsentscheidungen direkte Folgen für Gesundheit, Landwirtschaft, Gemeinden und Umwelt hätten.

    Als Standardvergabekriterium soll künftig das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gelten. Damit würde der bisherige Niedrigpreisansatz verdrängt, der Nachhaltigkeitsaspekte laut ProVeg aus vielen Ausschreibungen ausgeschlossen habe. Öffentliche Auftraggeber müssten außerdem eine Aufteilung in Teilaufträge in Betracht ziehen. Dadurch könnten institutionelle Verpflegungsaufträge auch für kleinere Produzenten zugänglicher werden, die derzeit nicht auf nationaler Ebene mitbieten können.

    ProVeg kritisiert zugleich, dass Nachhaltigkeitsbestimmungen weitgehend im Ermessen der Einkäufer bleiben. Umwelt- und Sozialfaktoren könnten im Allgemeinen berücksichtigt werden, eine Verpflichtung dazu bestehe jedoch nicht. Die Organisation verweist außerdem auf „Comply-or-Explain“-Klauseln, weit gefasste Ausnahmeregelungen und das Fehlen eines Weges hin zu verbindlichen Umwelt-, Sozial- und Gesundheitskriterien für Lebensmittel.

    Nach Einschätzung von ProVeg hält diese Ausgestaltung die Rechtsunsicherheit aufrecht, die öffentliche Stellen bislang zögern lasse, strengere Vorgaben zu formulieren. Als praktikablen Ausgangspunkt für klare Kriterien nennt die Organisation bestehende Arbeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission zur nachhaltigen Lebensmittelbeschaffung.

    ProVeg hatte sich laut vegconomist bereits bei Abschluss der Beschaffungskonsultation im Januar für verbindliche Nachhaltigkeitsanforderungen eingesetzt. Im Juni veröffentlichte die Organisation außerdem eine Studie von Bryant Research, in der geschätzt wurde, dass die Zuweisung von 85 % der öffentlichen EU-Lebensmittelbudgets für pflanzliche Lebensmittel unter Berücksichtigung der Gesundheits- und Umweltkosten jährlich 11,61 Milliarden Euro einbringen würde.

    Für Anbieter alternativer Proteinquellen stellt sich damit die Frage, ob die Nachfrage institutioneller Kunden künftig vertraglich einklagbar wird oder weiterhin im Ermessen einzelner Käufer bleibt. Der Vorschlag wird nun im Rahmen des Mitentscheidungsverfahrens vom Europäischen Parlament und vom Rat geprüft.

    „Die Kommission hat mit der Berücksichtigung von Lebensmitteln im überarbeiteten Rahmen einen wichtigen ersten Schritt getan. Nun, da der Gesetzgebungsprozess beginnt, müssen wir auf dieser Anerkennung aufbauen und klare Kriterien sowie strengere Anforderungen festlegen, die eine gesündere, nachhaltigere und vielfältigere Lebensmittelbeschaffung zur Norm machen“, sagte Hortelano.

    Zusammenfassung: Der EU-Entwurf ermöglicht es öffentlichen Auftraggebern, Nachhaltigkeits- und Gesundheitsaspekte bei Lebensmitteln zu berücksichtigen. Verbindliche Kriterien sind jedoch nicht vorgesehen; der Vorschlag wird im Europäischen Parlament und im Rat weiter geprüft.

    Rüsselsheimer Unternehmen sollen Nachhaltigkeit mit Kosteneinsparungen verbinden

    In Rüsselsheim werben Rüsselsheim Zero und der Gewerbeverein dafür, Nachhaltigkeit gezielt in Unternehmen umzusetzen. Im Mittelpunkt steht der Ansatz, dass Umweltschutz und Kosteneinsparungen Hand in Hand gehen können.

    Die Quelle Main-Spitze nennt nachhaltige Impulse für Firmen sowie Fördermittel als zusätzliche Themen. Der bereitgestellte Artikeltext enthält zu diesen Punkten jedoch überwiegend nicht nutzbare Platzhaltertexte.

    Zusammenfassung: Rüsselsheim Zero und der Gewerbeverein geben Nachhaltigkeit als Zukunftsthema für Unternehmen aus. Konkrete weitere Daten und Maßnahmen sind im nutzbaren Quelltext nicht enthalten.

    Itzehoe macht die 17 Weltnachhaltigkeitsziele öffentlich sichtbar

    In Itzehoe steht der Tag der Nachhaltigkeitsziele im Mittelpunkt einer öffentlichen Aktion. Verschiedene Initiativen zeigen, wie die 17 Ziele der Vereinten Nationen lokal umgesetzt werden können.

    Die Veranstaltung findet am Freitag, 25. September, zwischen 10 und 12.30 Uhr in der Kirchenstraße rund um den Weltladen Itzehoe statt. Anlass ist der 11. Jahrestag der Weltnachhaltigkeitsziele. Der Tag bildet zugleich den Abschluss der diesjährigen Fairen Woche unter dem Motto „Fair handeln – Vielfalt erleben!“ mit einem besonderen Fokus auf die Perspektiven und Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen.

    Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, kurz SDGs, wurden am 25. September 2015 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Ziel war es, bis 2030 eine gerechtere, nachhaltigere und lebenswertere Welt zu schaffen. Zu den Zielen gehören unter anderem „Keine Armut“, „Bezahlbare und saubere Energie“ und „Frieden“.

    Unter dem Motto „5 vor 12 für 17 Ziele“ soll um 11.55 Uhr auf der Bühne vor „Himmel und Erde“ ein gemeinsames Zeichen gesetzt werden. Die symbolische Uhrzeit soll verdeutlichen, dass es laut Veranstaltern allerhöchste Zeit zum Handeln ist.

    Zum 11. Geburtstag rückt außerdem SDG Nr. 11, „nachhaltige Städte und Gemeinden“, in den Blick. Die Aktion soll zeigen, was in Itzehoe bereits gemeinsam geleistet wird und welche Möglichkeiten bestehen, sich vor Ort weiter zu engagieren.

    Geplant sind Mitmachangebote und Informationsstände von Akteuren, die sich lokal für die Ziele einsetzen. Dazu zählen Zero Waste, Foodsharing und Prokon. Ergänzt wird das Programm durch Aktionen rund um fairen Handel und nachhaltigen Konsum, den Verkauf fair gehandelter Schokolade mit „Geburtstagsmotiven“ sowie eine Basketballaktion mit den Itzehoe Eagles.

    Organisiert wird der Tag gemeinsam vom Weltladen Itzehoe und der Kaiser-Karl-Schule. Schülerinnen und Schüler der 6d haben sich intensiv mit den SDGs und dem fairen Handel beschäftigt, Plakate gestaltet und Interviews geführt. Außerdem brachten sie die Idee ein, dass der Weltladen künftig Teil des Kinderschutzpunktnetzwerks wird; diese Idee soll nun umgesetzt werden.

    VeranstaltungAngaben
    AnlassTag der Weltnachhaltigkeitsziele
    DatumFreitag, 25. September
    Uhrzeit10 bis 12.30 Uhr
    Symbolischer Zeitpunkt11.55 Uhr
    OrtKirchenstraße rund um den Weltladen Itzehoe
    Im Fokus17 Ziele der Vereinten Nationen und SDG Nr. 11

    Alle Interessierten sind laut shz.de eingeladen, die SDGs vor Ort zu entdecken und sich zu nachhaltigem Handeln inspirieren zu lassen. Die Veranstaltung verbindet Informationen, lokale Initiativen, faire Produkte und Angebote zur direkten Beteiligung.

    Zusammenfassung: Itzehoe stellt am Freitag, 25. September, von 10 bis 12.30 Uhr die 17 Nachhaltigkeitsziele in den Mittelpunkt. Die Aktion wird vom Weltladen Itzehoe und der Kaiser-Karl-Schule organisiert und umfasst Informationsstände, Mitmachangebote sowie Aktionen zu fairem Handel, nachhaltigem Konsum und lokalen Nachhaltigkeitsprojekten.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Ich find den Ansatz ja gut, aber irgendwie bleibt bei der EU wieder ziemlich viel im könnte und dürfte hängen. Wenn öffentliche Kantinen Nachhaltigkeit nur berücksichtigen können aber nicht müssen, wird am Ende warscheinlich doch oft der billigste Anbieter genommen, nur halt mit einem schickerem Namen für Preis-Leistung. Gerade bei Schulen und Krankenhäusern sollte Gesundheit doch eigentlich kein freiwilliges Zusatzfeature sein.

    Auch die 85 Prozent für pflanzliche Lebensmittel klingt erstmal riesig und 11,61 Milliarden Euro Einsparung oder was auch immer da genau gemeint ist ist schon ne Hausnummer. Aber ob das so einfach auf alle Einrichtungen übertragbar ist, bezweifle ich mal, weil Krankenhausessen ja andere Anforderungen hat als eine Schulmensa oder ein Pflegeheim. Trotzdem könnten mehr pflanzliche Gerichte sicher helfen, und es muss ja niemand jeden Tag nur Linsen essen, wie manche gleich befürchten.

    Die Aufteilung in kleinere Teilaufträge finde ich ziemlich wichtig. Kleine Bauernhöfe und regionale Betriebe haben doch oft gar keine Chance gegen riesige Lieferanten, die alles in einem Paket liefern. Regional ist aber auch nicht automatisch nachhaltig, wenn am Ende zehn Kleinlaster kreuz und quer fahren, deswegen müsste man sowas auch vernünftig planen und nicht nur ein Etikett draufkleben.

    Bei Rüsselsheim war ich allerdings etwas entäuscht, weil im Artikel offenbar viele konkrete Infos fehlen. Nachhaltigkeit und Kosten sparen zusammenzubringen ist zwar logisch, aber ohne Beispiele bleibt das ein bischen Werbespruch. Mich würde interessieren, ob es um Solaranlagen, weniger Verpackung, sparsamere Beleuchtung oder einfach nur neue Förderanträge geht. Gerade kleinere Firmen brauchen vermutlich eher eine Beratung als noch einen Flyer mit bunten Pfeilen.

    Die Aktion in Itzehoe klingt dafür schön greifbar. 17 Ziele sind zwar sehr viel und manchmal wirkt das wie eine riesige Liste, bei der man garnicht weiß wo man anfangen soll. Mit Foodsharing, Zero Waste und fairem Handel kann man wenigstens direkt sehen, was vor Ort passiert. Die Uhrzeit 5 vor 12 ist natürlich etwas symbolisch und wird die Welt nicht sofort retten, aber solche Aktionen bringen das Thema immerhin ins Gespräch. Vielleicht lernen die Schüler dabei mehr als in einer normalen Unterrichtsstunde, besonders weil sie selber Plakate und Interviews gemacht haben.

    Das mit dem Kinderschutzpunktnetzwerk im Weltladen fand ich übrigens einen guten Gedanken, darauf wurde bisher kaum eingegangen. Nachhaltigkeit ist ja nicht nur Mülltrennung und CO2, sondern auch ob sich Kinder und Jugendliche sicher und beteiligt fühlen. Genau solche Verbindungen zwischen sozialen Themen und Umwelt werden oft vergessen.

    Am Ende fehlt mir bei allen drei Beispielen noch der nächste konkrete Schritt. Was passiert nach dem Entwurf, nach dem Unternehmertreffen und nach dem Aktionstag? Nachhaltigkeit darf nicht nur am Freitag von 10 bis halb eins stattfinden oder in einer EU Vorlage stehen. Es müsste auch jemand kontrollieren, ob die Kriterien wirklich angewendet werden und ob die Maßnahmen was bringen. Sonst gibt es viele gute Überschriften, faire Schokolade und Broschüren, aber beim Einkauf landet wieder das billigste Produkt im Wagen.

    Zusammenfassung des Artikels

    Die EU will nachhaltige Lebensmittelbeschaffung erleichtern, doch verbindliche Kriterien fehlen; zugleich fördern Initiativen in Rüsselsheim und Itzehoe lokales Engagement.

    ...
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