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Kommunale Nachhaltigkeit: Kalletaler Erfahrungen fließen in bundesweite Empfehlungen ein
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat Anfang Juli eine neue Arbeitshilfe zum Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune veröffentlicht. Das bundesweite Grundlagenwerk richtet sich an Städte, Gemeinden und Landkreise und soll nachhaltige Kommunalentwicklung unterstützen.
Wie das Westfalen-Blatt berichtet, war auch Mario Hecker, Bürgermeister von Kalletal, an der Erarbeitung beteiligt. Seine Erfahrungen aus der Gemeinde flossen damit in Empfehlungen ein, die über Kalletal hinaus für Kommunen in ganz Deutschland relevant sind.
Im Mittelpunkt steht die Botschaft, dass nachhaltige Kommunalentwicklung nicht von der Größe einer Stadt abhängt. Entscheidend seien vielmehr Ideen, Engagement und konsequentes Handeln.
Zusammenfassung: Kalletal war an der Entwicklung einer bundesweiten Arbeitshilfe zum Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune beteiligt. Der Ansatz betont kommunale Gestaltungskraft unabhängig von der Größe einer Gemeinde.
Altana erhält Goldmedaille im Nachhaltigkeitsrating
Die Altana-Gruppe aus Wesel hat in einem aktuellen Nachhaltigkeitsrating der internationalen Bewertungsplattform EcoVadis ihr bisher bestes Ergebnis erzielt. Nach Angaben der NRZ verbesserte sich der Spezialchemiekonzern gegenüber dem Vorjahresergebnis um einen Punkt auf 85 von 100 Punkten.
Für dieses Ergebnis wurde Altana mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Mit seinen Geschäftsbereichen Byk, Eckart, Elantas und Actega gehört der Konzern branchenübergreifend zu den besten fünf Prozent aller bewerteten Unternehmen weltweit.
„Die erneute Steigerung der Punktzahl bestätigt, dass Nachhaltigkeit fest in unserem unternehmerischen Handeln verankert ist und zunehmend Wirkung zeigt“, wird Vorstandsmitglied Dr. Tammo Boinowitz von der NRZ zitiert.
Altana unterstützt seine Kunden mit neuen Produkten dabei, Produkte nachhaltiger zu gestalten. Genannt werden unter anderem Lösungen, die das Recycling von Verpackungen ermöglichen, die Batterieproduktion effizienter machen und dazu beitragen, dass die größten Windkrafträder der Welt jahrzehntelang grünen Strom produzieren können.
Parallel arbeitet das Unternehmen daran, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Als Ziel nennt Altana weltweit Netto-Null-Emissionen bis 2050.
EcoVadis zählt laut NRZ zu den führenden Bewertungsplattformen für die Chemieindustrie und arbeitet mit Zehntausenden von Unternehmen zusammen. Bewertet werden die Kategorien Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung auf Grundlage international anerkannter Standards.
| Bewertung | Angabe |
|---|---|
| Aktuelles Ergebnis | 85 von 100 Punkten |
| Veränderung gegenüber dem Vorjahr | um einen Punkt verbessert |
| Auszeichnung | Goldmedaille |
| Position | beste fünf Prozent aller bewerteten Unternehmen weltweit |
| Ziel für Emissionen | weltweit Netto-Null-Emissionen bis 2050 |
Zusammenfassung: Altana steigerte seine EcoVadis-Bewertung auf 85 von 100 Punkten und erhielt dafür eine Goldmedaille. Der Konzern nennt Produkte für Recycling, effizientere Batterieproduktion und Windkraft sowie Netto-Null-Emissionen bis 2050 als Bestandteile seiner Nachhaltigkeitsstrategie.
Öffentlicher Bücherschrank in Lauchringen fördert Wiederverwendung
Die evangelische Kirchengemeinde Lauchringen setzt mit einem öffentlichen Bücherschrank ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Auf dem Gelände der evangelischen Kirche können Menschen gelesene Bücher einstellen und kostenlos neuen Lesestoff mitnehmen.
Der bunt bemalte Bücherschrank bietet laut Südkurier eine Mischung aus Kinderbüchern, Sachbüchern, Belletristik sowie Koch- und Bastelbüchern. Der Inhalt verändert sich fortlaufend, weil Bücher entnommen und neue Exemplare eingestellt werden.
Der Zugang ist 24 Stunden für alle interessierten Lesefreunde möglich. Der Bücherschrank lädt damit sowohl zum kostenlosen Stöbern als auch dazu ein, bereits gelesene Bücher weiterzugeben.
Zusammenfassung: In Lauchringen ermöglicht ein öffentlich zugänglicher Bücherschrank den kostenlosen Austausch von Büchern. Das Projekt verbindet Leseförderung, Begegnung und die Wiederverwendung vorhandener Medien.
Neue Tauschbörse an der BTU in Cottbus
An der BTU in Cottbus ist eine neue Tauschbörse für Studierende gegründet worden. Wie die Lausitzer Rundschau berichtet, sollen dort Gegenstände wie Beamer und Küchenutensilien ausgeliehen werden können, statt sie zu kaufen.
Abnet Mengesha Bekele hat die Tauschbörse gemeinsam mit einer Freundin ins Leben gerufen. Die Initiative richtet sich an Studierende, eingeladen sind jedoch auch alle Cottbuser, die nicht studieren.
Durch das Teilen und Ausleihen von Gegenständen soll deren Nutzung erleichtert werden, ohne dass jede Person die benötigten Dinge selbst anschaffen muss. Damit steht die praktische Förderung von Nachhaltigkeit im Alltag im Mittelpunkt des Projekts.
Zusammenfassung: Die BTU-Tauschbörse setzt auf gemeinschaftliches Nutzen statt Kaufen. Beamer und Küchenutensilien gehören zu den genannten Gegenständen; teilnehmen können Studierende und alle Cottbuser.
Nachhaltigkeitstag in Sossenheim verbindet Lernen und Mitmachen
Beim Aktionstag „Sossenheim kann nachhaltig“ auf dem Kirchberg lernten Kinder an 20 Ständen unterschiedliche Aspekte der Nachhaltigkeit kennen. Die Veranstaltung wurde vom „Netzwerk nachhaltig lernen in Frankfurt“ gemeinsam mit dem Quartiersmanagement organisiert, wie fnp.de berichtet.
Der Veranstaltungsort wurde bewusst gewählt, um zugleich auf den möglichen Nutzen des Kirchbergs hinzuweisen. Nach Angaben der Quelle wird bereits seit langer Zeit über eine Umgestaltung des Platzes gesprochen, umgesetzt wurde sie jedoch weiterhin nicht.
Im Mittelpunkt des Aktionstags standen die verschiedenen Lebensbereiche, in denen Nachhaltigkeit eine Rolle spielt. Kindern das Thema näherzubringen, wurde als besonders wirkungsvoll beschrieben, weil sie noch am längsten mit den Folgen heutiger Entscheidungen leben, aufnahmebereit sind und Umweltthemen in ihre Familien tragen können.
An einem Stand ging es um Äpfel und den Erhalt von Streuobstwiesen, die es auch in Sossenheim gibt. Dabei wurde auf den Zusammenhang mit Artenschutz hingewiesen; außerdem hatten Schülergruppen in einer Projektwoche die örtlichen Wiesen besucht und aus frühen Sommeräpfeln war der erste Most gekeltert worden.
Zu den vermittelten Inhalten gehörte auch der Unterschied zwischen Apfelmus und Apfelmark: Apfelmus enthält Zucker, Apfelmark nicht. Eine Schülerin probierte außerdem Apfelessig als Getränk und stellte nach dem Benetzen der Zunge mit ein paar Tropfen fest, dass dies keine gute Idee war.
Der Energiepunkt Frankfurt präsentierte einen Barfußpfad. Dort konnten Besucher erfahren, wie unterschiedliche Materialien Hitze speichern und sich aufheizen, wodurch das Thema Oberflächenmaterialien unmittelbar erfahrbar wurde.
Für 20 Institutionen und Organisationen bot die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen und im Stadtteil bekannter zu werden. Der Energiepunkt, der neu im Stadtteil ist und unter anderem die Energieberatung übernommen hat, war ebenfalls vertreten.
Eine Erstberatung im Quartiersbüro findet laut Quelle dienstags von 9 bis 12 Uhr und mittwochs von 13 bis 17 Uhr statt.
Auch die Mitmachangebote für Kinder waren vielfältig:
- Bei der Jugendfeuerwehr konnten Anstecker hergestellt und bemalt werden.
- Die Jugendfeuerwehr informierte über richtiges Verhalten bei einem Wohnungsbrand.
- Bei der Regenbogengemeinde wurden Holzabschnitte mit Löchern versehen und mit Grünzeug zu Gestecken gestaltet.
- Bei der GWH bemalten Schüler Blumentöpfe aus Ton, füllten sie mit Erde und erhielten ein Tütchen mit Samen.
- Mit Stempelkarten konnten die Kinder an den Stationen teilnehmen; bei sechs Stempeln gab es eine Tüte Popcorn.
Zusammenfassung: Der Aktionstag „Sossenheim kann nachhaltig“ brachte Kinder an 20 Ständen mit Nachhaltigkeitsthemen, Organisationen und praktischen Mitmachangeboten in Kontakt. Behandelt wurden unter anderem Streuobstwiesen, Artenschutz, Ernährung, Hitze, Energieberatung, Brandschutz und Pflanzen.
Quellen:
- Erfahrungen aus Kalletal fließen in bundesweite Empfehlungen ein
- Eschweilers Strategie der Nachhaltigkeit geht mit neuen Ideen weiter
- Altana aus Wesel erhält Goldmedaille für Nachhaltigkeit: Was bewertet wurde
- Gelegenheit zum Schmökern und zum Austausch: Der Bücherschrank setzt Zeichen für Nachhaltigkeit
- Studieren in Cottbus: Neue Tauschbörse für BTU-Studenten will Nachhaltigkeit fördern
- Sossenheim kann nachhaltig














