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Fair gehandeltes Gold soll Transparenz und bessere Bedingungen im Abbau schaffen
Der Kauf von fair gehandeltem Gold wird von RiffReporter als transparente Alternative zum konventionellen Goldabbau beschrieben. Der Abbau bleibt demnach grundsätzlich ein erheblicher Eingriff in die Natur: In einer Tonne goldhaltigen Erzes finden sich nur ungefähr drei bis acht Gramm Gold.
Besonders problematisch ist der Einsatz von Quecksilber. Vor allem kleine und mittelgroße Goldminen verwenden das Metall, um Gold aus dem Erz zu lösen. Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen stammt mehr als ein Drittel des Quecksilbers, das weltweit in die Umwelt gelangt, von diesen Betrieben.
Als Beispiel für einen anderen Ansatz nennt RiffReporter das Unternehmen Fairever. Der ehemalige Entwicklungshelfer Florian Harkort gründete die Firma 2015 und machte sie zum ersten zertifizierten Händler für fair gehandeltes Gold in Deutschland. Fairever verkauft nach eigenen Angaben ausschließlich Gold aus umweltschonendem und sozialverträglichem Abbau.
Das Gold stammt laut Geschäftsführerin Desirée Binternagel aus 13 Minen in Südamerika, davon zwölf in Peru und eine in Kolumbien. Die Minen seien nach verschiedenen Standards des verantwortungsvollen Abbaus zertifiziert, etwa nach dem Fairmined-Standard. Das Gold werde in versiegelten Säcken transportiert und in England getrennt von Gold anderer Herkunft raffiniert. Nur eine der 13 Minen verwende Quecksilber; die übrigen Minen trennten das Gold mithilfe seiner hohen Dichte von Sand und Geröll.
RiffReporter stellt außerdem das Fairtrade-System vor. Minen müssen dort Auflagen zur Arbeitssicherheit, Gesundheitsfürsorge und zum verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien einhalten. Hinzu kommen eine Rückverfolgbarkeit über alle Stationen der Lieferkette sowie regelmäßige unabhängige Kontrollen.
| Standard | Preis und Prämie |
|---|---|
| Fairtrade | Mindestens 95 Prozent des aktuellen Weltmarktpreises sowie 2000 Dollar pro Kilogramm verkauften Goldes |
| Fairmined | 4000 US-Dollar pro Kilogramm |
| Fairmined mit zusätzlicher Öko-Zertifizierung | 6000 Dollar pro Kilogramm |
Die Fairtrade-Prämie von 2000 Dollar pro Kilogramm fließt in Gemeinschaftsprojekte. RiffReporter beziffert sie als einen Aufschlag von knapp 1,5 Prozent auf den Kaufpreis. Fairmined-Minen erhalten 4000 US-Dollar, bei zusätzlicher Öko-Zertifizierung sind es 6000 Dollar.
„Fair gehandeltes Gold ist nur ein Beispiel für transparente Lieferketten.“ – RiffReporter
Infobox: Fairever bezieht Gold aus 13 Minen in Südamerika. Fairtrade verlangt unter anderem Arbeitssicherheit, Gesundheitsfürsorge, Chemikalienregeln, Rückverfolgbarkeit und unabhängige Kontrollen. Der Fairtrade-Preis beträgt mindestens 95 Prozent des aktuellen Weltmarktpreises, ergänzt um eine Prämie von 2000 Dollar pro Kilogramm.
UmweltBank startet drei weitere ETFs mit Nachhaltigkeits- und Ausschlusskriterien
Die Nürnberger UmweltBank hat drei weitere ETFs gestartet. Die Aktien- und Anleihen-ETFs sind laut ECOreporter.de seit dem 27. Juli an der Frankfurter Börse gelistet.
Der UmweltBank ETF – Europe SDG Focus investiert breit gestreut in Aktien europäischer Unternehmen unterschiedlicher Größe. Nach Angaben der UmweltBank müssen diese Unternehmen einen positiven Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen leisten und im Einklang mit den Pariser Klimazielen wirtschaften. Das thesaurierende Produkt legt Erträge wieder an; die laufenden Kosten liegen bei bis zu 0,80 Prozent im Jahr.
Der UmweltBank ETF – Green & Social Corporate Bonds Euro konzentriert sich auf nachhaltige, in Euro ausgegebene Unternehmensanleihen mit Schwerpunkt Europa. Die Anleihen müssen als Investment Grade gelten und dürfen höchstens zehn Jahre Restlaufzeit haben. Die laufenden Kosten betragen bis zu 0,50 Prozent jährlich, die Erträge werden ausgeschüttet.
Der UmweltBank ETF – Green & Social Government Bonds Euro investiert ebenfalls in grüne Euro-Anleihen, allerdings von Staaten und staatlichen Institutionen. Auch bei diesem ETF liegen die laufenden Kosten bei bis zu 0,50 Prozent jährlich; die Erträge werden ausgeschüttet.
| ETF | Anlage | Laufende Kosten | Ertragsverwendung |
|---|---|---|---|
| UmweltBank ETF – Europe SDG Focus | Aktien europäischer Unternehmen | Bis zu 0,80 Prozent im Jahr | Thesaurierend |
| UmweltBank ETF – Green & Social Corporate Bonds Euro | Nachhaltige Euro-Unternehmensanleihen | Bis zu 0,50 Prozent jährlich | Ausschüttend |
| UmweltBank ETF – Green & Social Government Bonds Euro | Grüne Euro-Anleihen von Staaten und staatlichen Institutionen | Bis zu 0,50 Prozent jährlich | Ausschüttend |
Als Green oder Social Bonds gelten Anleihen, die einen objektiv messbaren ökologischen oder sozialen Beitrag leisten. Die Klassifizierung stammt von der Frankfurter Ratingagentur ISS.
Für alle drei ETFs gelten Ausschlusskriterien. Ausgeschlossen sind unter anderem Unternehmen aus den Bereichen fossile Energien, Atomkraft und Rüstung. Beim Staatsanleihen-ETF sind außerdem Diktaturen sowie Staaten ausgeschlossen, die dem Pariser Klimaabkommen nicht beigetreten sind.
Die ETFs bilden Indizes nach, die der Frankfurter Index-Anbieter Solactive im Auftrag der UmweltBank erstellt. Mit Solactive arbeitet die Bank laut ECOreporter.de auch bei ihren beiden anderen ETFs zusammen: dem UmweltBank ETF – Global SDG Focus und dem UmweltBank ETF – Green & Social Bonds Euro. ECOreporter kündigt an, auch die neuen UmweltBank-ETFs voraussichtlich zu testen.
Infobox: Die UmweltBank hat drei neue ETFs an der Frankfurter Börse gelistet. Die laufenden Kosten betragen je nach Produkt bis zu 0,80 Prozent im Jahr oder bis zu 0,50 Prozent jährlich. Die Fonds nutzen Nachhaltigkeitskriterien und schließen unter anderem fossile Energien, Atomkraft und Rüstung aus.
In Legden entsteht aus einem kleinen Anfang ein Selbstversorgergarten
Die Münsterland Zeitung berichtet über Birgit Brinker aus Legden, die auf 150 Quadratmetern ein Gemüseparadies aufgebaut hat. Aus ein paar Zierkürbissen entwickelte sich ein Garten, in dem sie heute Gemüse für die Selbstversorgung erntet.
Der Beitrag stellt den Garten als Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit im Alltag vor. Eine zentrale Rolle spielt dabei Mist, der die Grundlage für die Düngung bildet.
Die Entwicklung vom anfänglichen Anbau weniger Zierkürbisse zum Gemüseparadies zeigt, wie sich ein Garten Schritt für Schritt zu einer vielseitigen Anbaufläche erweitern lässt. Die Münsterland Zeitung hebt dabei besonders die überraschende Menge hervor, die Brinker auf 150 Quadratmetern erntet.
Infobox: Birgit Brinker bewirtschaftet in Legden einen 150 Quadratmeter großen Selbstversorgergarten. Aus dem Anbau von Zierkürbissen entstand ein Gemüseparadies; Mist bildet die Düngegrundlage.
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