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    Berufsbildung als Schlüssel für den grünen Wandel

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    20.07.2026 66 mal gelesen 2 Kommentare

    Berufsbildung als Schlüssel für den grünen Wandel

    Die Organisation Regenwald schützen stellt in ihrem Beitrag „BBNE in der Standardberufsbildsposition 3 ‚Umwelt und Nachhaltigkeit‘“ die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Ausbildung heraus. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in der Berufsschule verankert und mit beruflichen Handlungssituationen verbunden werden können.

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    Der Beitrag ordnet das Thema in die Bildungsarbeit der Organisation ein. Auf der Website werden neben dem Schwerpunkt „Grüner Wandel in der Berufsschule“ weitere Bildungsangebote genannt, darunter „Biodiv 2.0“, „Umdenken und Anpacken“, digitale Lernwelten sowie Unterrichtsmaterialien zu ethischen Dilemmata, Konsum, Nachhaltigkeit, Biodiversität und Regenwaldschutz.

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    BBNE steht dabei für eine Berufsbildung, die Lernende nicht nur auf konkrete berufliche Tätigkeiten vorbereitet, sondern auch auf die ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung. Die Standardberufsbildposition „Umwelt und Nachhaltigkeit“ wird als Ansatzpunkt genannt, um diese Themen in der beruflichen Bildung systematisch zu berücksichtigen.

    • Umwelt und Nachhaltigkeit als Bestandteil beruflicher Bildung
    • Verknüpfung von Nachhaltigkeit mit beruflichen Handlungssituationen
    • Unterstützung durch Unterrichtsmaterialien und digitale Lernwelten
    • Einordnung in Bildungsprojekte zu Biodiversität, Konsum und Regenwaldschutz
    „Umwelt und Nachhaltigkeit“ ist im Titel des Beitrags als Standardberufsbildposition 3 ausgewiesen.

    Infobox: Regenwald schützen verbindet Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung mit Unterrichtsangeboten zu Umwelt, Nachhaltigkeit, Biodiversität und Regenwaldschutz.

    Quelle: Regenwald schützen – „BBNE in der Standardberufsbildsposition 3 ‚Umwelt und Nachhaltigkeit‘“.

    Quellen:

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    Ich finde den Ansatz grundsätzlich richtig, vor allem weil Nachhaltigkeit in der Ausbildung nicht als extra Thema nebenbei behandelt werden sollte. Im Berufsalltag entscheidet sich ja oft ganz konkret, ob Material verschwendet wird, Energie unnötig draufgeht oder langlebige Lösungen gewählt werden. Genau solche Situationen sind wahrscheinlich viel einprägsamer als allgemeine Vorträge über Klimaschutz.

    Spannend wäre für mich noch die Frage, wie die Betriebe dabei einbezogen werden. In der Berufsschule kann man vieles besprechen, aber wenn im Ausbildungsbetrieb weiterhin nach dem Motto „haben wir schon immer so gemacht“ gearbeitet wird, kommt das bei den Azubis vermutlich schnell unglaubwürdig rüber. Gerade deshalb müssten Ausbilder vielleicht ebenfalls mehr Unterstützung und praktische Beispiele bekommen. Sonst landet die Verantwortung am Ende wieder bei einzelnen engagierten Lehrkräften.

    Auch der Bezug zu den verschiedenen Berufen ist entscheidend. Für einen Logistiker sieht Nachhaltigkeit anders aus als für eine Friseurin, einen Elektroniker oder jemanden im Lebensmittelhandwerk. Wenn die Inhalte an echte Arbeitsabläufe anknüpfen, wird es vermutlich deutlich leichter, Interesse zu wecken. Ein Beispiel aus dem eigenen Beruf bleibt eben eher hängen als eine allgemeine Liste mit Klimazielen.

    Gut finde ich außerdem, dass Biodiversität, Konsum und Regenwaldschutz zusammen gedacht werden. Man sollte aber aufpassen, dass daraus kein überladenes Programm wird, bei dem am Ende alles irgendwie wichtig ist und nichts richtig vertieft wird. Lieber wenige Themen, die wirklich verstanden und im Alltag ausprobiert werden können. Und natürlich sollte Nachhaltigkeit nicht nur bedeuten, weniger zu verbrauchen, sondern auch faire Arbeitsbedingungen und wirtschaftliche Realitäten berücksichtigen.

    Wenn die Materialien kostenlos, aktuell und einfach einsetzbar sind, wäre das für viele Schulen sicher eine große Hilfe. Lehrkräfte haben oft nicht die Zeit, für jede Unterrichtseinheit alles selbst neu zu recherchieren. Entscheidend bleibt trotzdem, dass die Angebote nicht bei schönen Arbeitsblättern enden, sondern zu Veränderungen im Betrieb führen. Dann könnte Berufsbildung tatsächlich ein Schlüssel für den grünen Wandel sein und nicht nur ein weiterer guter Vorsatz.

    KreislaufKlaus
    Ich finde noch wichtig, das man Nachhaltigkeit nicht nur als Sache von Schule und Betrieb sieht, sondern auch die Prüfungen dazu passen müssen. Wenn in der Prüfung am Ende wieder nur auswendig gelernt wird, merkt man sich halt schnell, das es eigentlich doch nicht so wichtig ist. Nachhaltige Lösungen sind ja oft nicht die billigste oder schnellste variante, und da muss man den Azubis auch erklären wer die mehrkosten trägt und ob sich das langfristig überhaupt lohnt.

    Bei den digitalen Lernwelten bin ich etwas zwiegespalten. Klingt erstmal modern, aber nicht jede Schule hat gutes Internet oder genug Geräte, und manche Schüler klicken sich wahrscheinlich auch nur durch bis die richtige Antwort kommt. Ein kaputtes Arbeitsblatt ist zwar weniger fancy, funktioniert aber manchmal besser als irgendeine Plattform die sich nicht öffnen läst. Wäre gut wenn es die Inhalte auch offline gibt und nicht jeder erstmal fünf Passwörter suchen muss.

    Was ich ausserdem vermisse ist ein bischen mehr über Erfolgskontrolle. Also woran merkt man nach einem halben Jahr, ob sich wirklich was geändert hat? Weniger Ausschuss, weniger Stromverbrauch, andere Beschaffung oder einfach nur mehr Diskussionen im Unterricht? Man kann ja nicht alles in Zahlen pressen, aber ganz ohne Rückmeldung bleibt es schnell bei guten Absichten und einem Haken auf einer Liste.

    Auch die kleinen Betriebe dürfen dabei nicht vergessen werden. Ein grosser Konzern kann vielleicht extra Nachhaltigkeitsmanager einstellen, während eine kleine Werkstatt schon froh ist, wenn überhaupt jemand Zeit für die Buchhaltung findet. Dort müssen die Beispiele also sehr praktisch sein und nicht so wirken als müsste man sofort den ganzen Betrieb umbauen. Vielleicht reichen am Anfang schon bessere Wartung, weniger Wegwerfen oder Materialien genauer planen, sowas wird oft unterschätzt.

    Und bei Lieferketten wird es dann richtig kompliziert. Ein Betrieb kann regional einkaufen wollen, aber bestimmte Teile kommen nunmal von weit her oder sind gar nicht anders verfügbar. Da sollte Unterricht nicht den Eindruck machen, es gäbe für jedes Problem eine einfache grüne Lösung. Gerade diese Zielkonflikte wären doch gute Fälle für die genannten ethischen Dilemmata, weil man dann wirklich überlegen muss und nicht nur die vermeintlich richtige Antwort ankreuzt.

    Ich glaube auch, dass Azubis selbst mehr einbezogen werden sollten. Die sehen im Alltag oft Dinge, die den Vorgesetzten garnicht auffallen, weil sie direkt an Maschinen, Waren oder Kunden arbeiten. Ein kleines Projekt, bei dem sie einen Ablauf untersuchen und Verbesserungsvorschläge machen, könnte mehr bringen als noch ein Vortrag über den Regenwald. Und wenn dann ein Vorschlag wirklich umgesetzt wird, fühlt sich Nachhaltigkeit plötzlich nicht mehr wie ein Schulfach an.

    Schwierig finde ich nur, dass inzwischen fast alles Nachhaltigkeit heißt. Von Verpackungen bis Finanzbewertungen und grünen Stahl wird das Wort überall draufgeschrieben. Dadurch wird man irgendwann skeptisch und denkt, das ist nur Werbung mit Blättern drauf. In der Ausbildung sollte deshalb auch vorkommen, wie man Behauptungen prüft und Greenwashing erkennt, sonst lernen die Jugendlichen nur neue Begriffe aber nicht wie man sie auseinander hält.

    Am Ende wäre es schön, wenn die verschiedenen Angebote nicht nur nebeneinander auf einer Internetseite stehen, sondern miteinander verbunden sind. Biodiversität, Konsum, Energie und berufliche Praxis hängen ja zusammen, auch wenn das erstmal nach sehr vielen Themen klingt. Vielleicht könnten Schulen aus den Materialien eigene kleine Lernpfade zusammenstellen, je nach Ausbildungsberuf und Zeit. Dann wäre es nicht immer das gleiche Programm für alle, sondern etwas das wirklich zum jeweiligen Arbeitsort past.

    Zusammenfassung des Artikels

    Der Beitrag zeigt, wie BBNE Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen systematisch mit beruflichen Handlungssituationen verknüpft. Unterstützend dienen Unterrichtsmaterialien und digitale Lernangebote zu Biodiversität, Konsum und Regenwaldschutz.

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