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    Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor – Erdüberlastungstag am 30. Juli

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    30.07.2026 25 mal gelesen 1 Kommentare

    Nachhaltigkeit wird zum wirtschaftlichen Wettbewerbsfaktor

    Unternehmen können Nachhaltigkeit nach Einschätzung von Rui Duarte Ramalheiro von Elocompanion dann wirtschaftlich nutzen, wenn ESG nicht auf Berichtspflichten beschränkt bleibt, sondern mit Strategie und operativen Prozessen verbunden wird. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Energiekosten, Lieferketten, Arbeitgeberattraktivität und Innovationsfähigkeit.

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    Wie all-electronics.de berichtet, können geringerer Energieverbrauch, effizienterer Materialeinsatz und weniger Ausschuss unmittelbare wirtschaftliche Vorteile schaffen. Belastbare Lieferketten sollen Risiken und ungeplante Ausfälle reduzieren, während Nachhaltigkeitsdaten dabei helfen, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Investitions- sowie Lieferantenentscheidungen fundierter zu treffen.

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    Beim Sustainability Gate der Silicon Saxony Days 2026 wurden laut Quelle Energieeffizienz, Lieferkettendaten, sekundäre Rohstoffe, Design for Sustainability und Kreislaufwirtschaft als wirtschaftliche Hebel diskutiert. Nachhaltigkeit soll dabei bereits in frühen Entwicklungsphasen berücksichtigt werden, weil dort Entscheidungen über Materialien, Konstruktion, Reparierbarkeit, Energieeffizienz und den späteren Ressourceneinsatz getroffen werden.

    „Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob wir uns Nachhaltigkeit leisten können, sondern ob wir es uns leisten können, noch länger damit zu warten.“

    Ramalheiro verweist außerdem auf die Bedeutung langfristiger und partnerschaftlicher Lieferantenbeziehungen. Unternehmen, die bereits vor Jahren entsprechende Weichen gestellt hätten, seien nach seiner Erfahrung vergleichsweise gut durch Energiekrise, Lieferkettenprobleme und Fachkräftemangel gekommen.

    Infobox: ESG soll laut all-electronics.de von einem Reporting-Thema zu einem Instrument für bessere Entscheidungen, höhere Resilienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit werden.

    Funke Kunststoffe setzt auf Rezyklate und biobasierte Rohstoffe

    Bei Funke Kunststoffe stehen langlebige Rohrsysteme, regionale Lieferketten und geschlossene Wertstoffkreisläufe im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie. Im Gespräch mit bau.bi erklärten Christian Funke, Matthias Funke und Dr. Tobias Westhues, wie das HS-Kanalrohrsystem technisch weiterentwickelt wurde und welchen Beitrag Rezyklate sowie biobasierte Rohstoffe leisten sollen.

    Das HS-Kanalrohrsystem gehört laut Quelle seit über drei Jahrzehnten zum Kernportfolio des Unternehmens. Es besteht aus wandverstärkten Vollwandrohren aus PVC-U nach DIN EN 1401-1 und bietet erhöhte Ringsteifigkeiten von SN 12 und SN 16. Das System deckt Anwendungen von der Grundstücksentwässerung bis zur Erschließung großer Neubaugebiete ab und umfasst Nennweiten von DN/OD 110 bis 800.

    Funke Kunststoffe setzt nach eigenen Angaben auf hochwertige, langlebige und funktionale Produkte, ohne Rohstoffe zu verschwenden. Reststoffe und Ausschuss sollen in Kreisläufen weiter genutzt werden; bei der Beschaffung stehen kurze, möglichst regionale Wege sowie europäische Lieferanten im Fokus.

    Eine Analyse der Produktfußabdrücke habe gezeigt, dass rund 90 Prozent des CO2-Fußabdrucks eines Rohres auf den eingesetzten Werkstoff zurückzuführen sind. Daraus leitete das Unternehmen zwei ergänzende Produktreihen ab: Funke Plant2Pipe mit bio-attributed PVC-U und Funke Pipe2Pipe mit erhöhtem Rezyklatanteil.

    Bei Plant2Pipe wird laut bau.bi fossiler Kohlenstoff durch biogenen Kohlenstoff aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt. Bei Pipe2Pipe erreicht Funke einen Rezyklatanteil von rund 50 Prozent, während die geltende Norm DIN EN 1401 einen Rezyklatanteil von bis zu 20 Prozent vorsieht. Die Produkte sollen trotz des erhöhten Rezyklatanteils dieselben Prüf- und Überwachungsprozesse durchlaufen und die geforderten mechanischen Kennwerte erfüllen.

    Die wirtschaftliche Umsetzung bleibt laut Interview eine Herausforderung. Nachhaltigere Produktlinien erhöhen den Preis initial gegenüber einem klassischen HS-Rohr; in Ausschreibungen entscheide häufig weiterhin der niedrigste Preis. Matthias Funke fordert deshalb klare regulatorische Rahmenbedingungen und eine Bewertungslogik, in der geringere Umweltwirkungen wirtschaftlich berücksichtigt werden.

    Infobox: Funke Kunststoffe verbindet das HS-Kanalrohrsystem mit regionaler Beschaffung, Rezyklaten und biobasierten Rohstoffen. Die Analyse weist rund 90 Prozent des CO2-Fußabdrucks eines Rohres dem eingesetzten Werkstoff zu.

    CDU Alsfeld spricht mit Gorsler über Kreislaufwirtschaft und Fachkräfte

    Die CDU Alsfeld hat das Traditionsunternehmen Gorsler GmbH & Co. KG besucht und sich über wirtschaftliche Entwicklungen sowie Nachhaltigkeitsthemen informiert. Nach Angaben von Oberhessen-Live standen bei dem Austausch mit Geschäftsführer Bastian Endrulat Rohstoffrecycling, Kreislaufwirtschaft, Fachkräftesicherung, Energiepreise und Investitionen im Mittelpunkt.

    Bei einem Betriebsrundgang erhielten die Kommunalpolitiker Einblicke in die Arbeitsabläufe des Unternehmens. Besonders hervorgehoben wurden Investitionen in moderne Technologien, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit an fünf Standorten und der Beitrag des Unternehmens zur Kreislaufwirtschaft.

    Alsfeld wird laut Quelle weiterhin als Keimzelle des Unternehmens und größter Verwaltungssitz eine wichtige Rolle zugeschrieben. Gemeinsam mit den vier anderen Standorten soll der Standort in den Unternehmensverbund eingebunden bleiben.

    „Politik muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Unternehmen auch künftig erfolgreich entwickeln können“, erklärte die CDU im Anschluss an den Besuch.

    Im Gespräch wurden außerdem die wirtschaftliche Lage, Energiepreise, der Fachkräftemangel und Investitionen angesprochen. Die CDU kündigte an, den regelmäßigen Austausch mit Unternehmen der Region fortzusetzen und deren Anliegen in die politische Arbeit einzubringen.

    Infobox: Der Unternehmensbesuch verband regionale Wirtschaftspolitik mit den Themen Rohstoffrecycling, Nachhaltigkeit, Beschäftigung und Investitionen.

    Intersport baut Solarenergie am Standort Heilbronn aus

    Intersport Deutschland sieht im Ausbau seiner Photovoltaikanlage einen zentralen Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie. Wie Textilwirtschaft berichtet, soll die Investition dazu beitragen, die Energieversorgung des Standorts in Heilbronn unabhängiger zu gestalten.

    Thomas Storck, CFO und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Intersport Deutschland eG, verbindet die Maßnahme mit den Erfahrungen aus der Energiekrise der letzten Jahre. Eine vorausschauende und unabhängige Energiepolitik sei für Unternehmen gerade in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit entscheidend.

    „Mit der Investition in die PV-Anlage haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Energieautarkie für unseren Standort in Heilbronn getan – ein bedeutender Meilenstein auf unserem Weg zu mehr Energieunabhängigkeit“, erklärt Thomas Storck.

    Die Solarenergie soll damit sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele unterstützen. Intersport ordnet den massiven Ausbau der PV-Anlage als Beitrag zu mehr Energieunabhängigkeit und als Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie ein.

    Infobox: Intersport setzt am Standort Heilbronn auf den Ausbau der Photovoltaik, um Umweltziele und eine unabhängigere Energieversorgung miteinander zu verbinden.

    Frauen wählen Nachhaltigkeit und Marketing häufiger als Finance

    Eine Befragung des Women in Finance Chair unter Studierenden der Wirtschaftshochschule ESCP zeigt Unterschiede bei der Wahl des Studienschwerpunkts Finance. Laut Payment & Banking halten Studentinnen das Thema Finance zwar für gesellschaftlich attraktiv, wählen es jedoch seltener als Männer für ihren eigenen Karriereweg.

    Weniger als 50 Prozent der Studentinnen wollen sich auf Finance spezialisieren, während es bei den Männern fast 80 Prozent sind. Die Studierenden unterscheiden sich dabei nicht grundsätzlich bei Karrieremotivation, Leistungsorientierung, Interesse an hochrangigen Bildungsabschlüssen oder Führungsambitionen.

    Die Studie stellte vielmehr Unterschiede bei den Interessen und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fest. Weibliche Studierende zeigten ein deutlich geringeres Interesse an Aktienmärkten und Finanzanlagen und tendierten eher zu Bereichen wie Reisen, Kultur, Mode und Design sowie zu Nachhaltigkeit und Marketing.

    Als weiterer Faktor wird die Berufserfahrung genannt. Fast die Hälfte der befragten männlichen Studierenden verfügte bereits über Erfahrungen im Finanzbereich, beispielsweise durch Praktika, während dies bei den weiblichen Studierenden nur bei einem Drittel der Fall war. Studierende mit vorherigen Erfahrungen setzten ihre Ausbildung häufiger in diesem Bereich fort.

    Marion Festing empfiehlt Mentorenprogramme an Universitäten, Banken und Fintechs, damit Studierende die tatsächliche Arbeit im Finanzbereich kennenlernen. Zusätzlich sollten Unternehmen Beförderungen von Frauen beobachten und über den gesetzlichen Anspruch hinausgehende Elternzeit anbieten, um Unternehmenskultur, Werte und Verantwortungsverteilung zu verändern.

    • Mentorenprogramme sollen Einblicke in die Arbeit im Finanzbereich ermöglichen.
    • Banken und Fintechs sollten Beförderungen von Frauen monitoren.
    • Zusätzliche Elternzeit kann laut Studie Erwartungen an Familienarbeit und Verantwortung verändern.
    • Eine frühere Berufsorientierung an Schulen soll Informationen über Finanzberufe vermitteln.

    Infobox: Laut Payment & Banking spezialisieren sich weniger als 50 Prozent der Studentinnen auf Finance, bei den Männern sind es fast 80 Prozent. Frühere Erfahrungen und Mentoring werden als wichtige Ansatzpunkte genannt.

    Erdüberlastungstag fällt 2026 auf den 30. Juli

    Die Menschheit hat am 30. Juli die Rohstoffe aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. LOGISTIK HEUTE berichtet unter Berufung auf das Global Footprint Network, dass ab diesem Datum ökologisch betrachtet mehr Acker- und Weideland, Fischgründe und Wald beansprucht werden, als rechnerisch zur Verfügung stehen.

    Für den tatsächlichen Bedarf der Menschen wären rechnerisch 1,73 Erden nötig. Als Folgen der Übernutzung nennt die Quelle Entwaldung, degradierte Böden, den Verlust biologischer Vielfalt und steigende CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre.

    Im vergangenen Jahr lag der Erdüberlastungstag am 24. Juli. Die Verschiebung auf den 30. Juli wird laut WWF überwiegend auf aktualisierte Daten zurückgeführt und nicht darauf, dass die Menschheit nachhaltiger lebt.

    „Dass der Erdüberlastungstag dieses Jahr sechs Tage später liegt als 2025, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weiterhin deutlich über die ökologischen Grenzen unseres Planeten hinaus wirtschaften“, erklärte Björn Schulz vom WWF Deutschland.

    Würden alle Menschen so konsumieren wie die Deutschen, wäre der Erdüberlastungstag laut Quelle bereits am 10. Mai erreicht. Der BUND fordert deshalb einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien sowie eine Abkehr von Öl, Gas und Kohle.

    Das Global Footprint Network beziffert den Anteil der CO2-Emissionen am ökologischen Fußabdruck mit 60 Prozent. Als mögliche Maßnahmen zur Verschiebung des Stichtags nennt die Organisation unter anderem einen höheren CO2-Preis, einen Anteil von 75 Prozent CO2-armer Stromquellen, eine Verringerung der Autofahrten um 50 Prozent, halbierten Fleischkonsum und eine Halbierung der Lebensmittelverschwendung.

    MaßnahmeMögliche Verschiebung
    CO2-Preis erhöhen63 Tage
    75 Prozent des Stroms aus CO2-armen Quellen26 Tage
    Autofahrten um 50 Prozent verringern13 Tage
    Halb so viel Fleisch konsumieren17 Tage
    Verschwendung von Lebensmitteln halbieren13 Tage
    350 Millionen Hektar Wald wieder aufforsten8 Tage
    Flugreisen zu touristischen Zielen halbierenein Tag

    Die Berechnung berücksichtigt laut LOGISTIK HEUTE den Bedarf an Flächen für Essen, Holz, die Aufnahme des menschengemachten CO2 sowie Straßen und Häuser. Gleichzeitig wird die Fähigkeit der Erde einbezogen, Ressourcen aufzubauen und Müll sowie Emissionen aufzunehmen. Neue Daten und methodische Verfeinerungen können dazu führen, dass frühere Erdüberlastungstage nachträglich verschoben werden.

    Infobox: Der Erdüberlastungstag 2026 fällt auf den 30. Juli. Für den menschlichen Bedarf wären rechnerisch 1,73 Erden nötig; CO2-Emissionen machen laut Quelle 60 Prozent des ökologischen Fußabdrucks aus.

    Quellen:

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    Bei Funke finde ich den Ansatz mit Rezyklaten ja ganz gut, aber wenn am ende immer der billigste Preis gewinnt bringt das alles nicht viel. Und das mit den 1,73 Erden ist schon krass, wobei ich ehrlich gesagt nicht weis wie genau man sowas ausrechnet. Viel geredet wird jedenfalls, getan eher naja..

    Zusammenfassung des Artikels

    Nachhaltigkeit stärkt Wettbewerbsfähigkeit durch effiziente Prozesse, resiliente Lieferketten und Innovation; Unternehmen setzen dabei auf Kreislaufwirtschaft, Rezyklate und Solarenergie.

    ...
    Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen

    Die gesetzlich geforderte Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt mittelständische Unternehmen in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Sie muss umfassend vorbereitet sowie Geschäftsmodell, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen auf den Prüfstand gestellt werden.

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