Nachhaltigkeit im Fokus: Reparieren, Klimaschutz und wirtschaftliche Transformation

Nachhaltigkeit im Fokus: Reparieren, Klimaschutz und wirtschaftliche Transformation

Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Meldungen zeigen konkrete Nachhaltigkeitsinitiativen, spielerische Bildungsangebote, wirtschaftliche Hürden und Klimaziele der Schwarz-Gruppe.

Repariertreff Ilmenau setzt auf konkrete Nachhaltigkeit

Die Regionalgruppe Ilmenau von „Ingenieure ohne Grenzen“ bietet seit mehr als zehn Jahren einen regelmäßigen Repariertreff an. Das Angebot findet immer am letzten Samstag im Monat statt und soll einen konkreten Beitrag zum Wandel weg von der Wegwerfgesellschaft und hin zu mehr Nachhaltigkeit leisten.

Der nächste Termin ist für den 25. Juli von 13 bis 16 Uhr im Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau in der Ehrenbergstraße 11 vorgesehen. Für den Repariertreff werden weitere Mitstreiter gesucht.

Quelle: inSüdthüringen

Der Repariertreff leistet einen außerordentlich konkreten Beitrag zum Wandel weg von der Wegwerfgesellschaft und hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Infobox: Der Repariertreff Ilmenau besteht seit mehr als zehn Jahren, findet am letzten Samstag im Monat statt und öffnet am 25. Juli von 13 bis 16 Uhr im TGZ Ilmenau.

SDG-Campus macht UN-Nachhaltigkeitsziele spielerisch zugänglich

Ben Grünewald, Student im Studiengang Sustainable Process Engineering an der Hochschule Bremerhaven, hat den SDG-Campus entwickelt. Die digitale Plattform stellt Informationen und Spiele zu den UN-Nachhaltigkeitszielen bereit und soll Nachhaltigkeit anschaulich und digital greifbar vermitteln.

Interessierte können dort die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen kennenlernen. Zu den interaktiven Angeboten gehört das Spiel „Sortierwerk“, in dem Gegenstände wie Kassenbons oder Druckerpatronen den richtigen Müllbehältern zugeordnet werden. Anschließend erhalten die Spielenden eine Rückmeldung zur Sortierung und zu den Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die CO2-Bilanz.

Ein weiteres Spiel trägt den Titel „Pilotprojekt Zukunft“. Darin übernehmen die Spielenden die Regierung einer modernen Industrienation und müssen ein vorhandenes Budget auf die Bereiche Soziales, Gesundheit, Bildung, Umwelt, Infrastruktur und Wirtschaft verteilen.

Die Folgen der Entscheidungen beruhen laut Hochschule auf realen Wirkungszusammenhängen aus der Nachhaltigkeitsforschung und IPCC-Szenarien. Bewertet werden unter anderem die planetare Belastbarkeit, die menschliche Entwicklung, die wirtschaftliche Resilienz und der gesellschaftliche Frieden. Sinkt der gesellschaftliche Frieden oder die planetare Belastbarkeit unter kritische Schwellenwerte, kommt es zum Systemkollaps.

Der SDG-Campus enthält neben den Spielen weitere Informationen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen. Dazu gehören beispielsweise Angaben zur Armuts- und Unterernährungsquote sowie zum Materialverbrauch. Die UN-Nachhaltigkeitsziele traten 2016 in Kraft und sollen die nachhaltige Entwicklung aller Länder weltweit sichern.

Entstanden ist das Projekt im Rahmen des Lehrformats „Transformative, dialogisch-interaktive BNE-Lehre“ im Projekt „InFoNa – Entwicklung von innovativen Lehrformaten im Nachhaltigkeitskontext an der Hochschule Bremerhaven“. Die Hochschule teilte mit, dass die Bewerbungsphase für den Bachelorstudiengang Sustainable Process Engineering läuft; die Bewerbungsfrist ist der 15. August.

„Es ist nicht alles ein Win-Win-Wonderland. Es gibt Zielkonflikte.“

Quelle: Presseportal, Pressemitteilung der Hochschule Bremerhaven vom 22. Juli 2026

Infobox: Der SDG-Campus bündelt Informationen zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen und bietet die Spiele „Sortierwerk“ und „Pilotprojekt Zukunft“. Die Bewerbungsfrist für den Bachelorstudiengang Sustainable Process Engineering ist der 15. August.

Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau als Themenschwerpunkt

Springer Professional führt den Beitrag „Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau: Strategien, Werkzeuge und Praxisbeispiele“ als Meldung im Bereich Nachhaltigkeit. Der bereitgestellte Quelltext enthält jedoch keine nutzbaren Angaben zu Strategien, Werkzeugen oder Praxisbeispielen.

Quelle: springerprofessional.de

Infobox: Zum Beitrag liegen in der bereitgestellten Quelle keine verwertbaren Inhalte vor.

Unternehmen finden Nachhaltigkeit häufig noch nicht wirtschaftlich rentabel

Seit 2022 geben Unternehmen und Finanzmarktakteure für den Sustainability Transformation Monitor Auskunft über die Transformation der Wirtschaft. An der jüngsten Erhebung nahmen mehr als 820 Organisationen aus Realwirtschaft und Finanzwirtschaft teil.

Eine neue Frage befasste sich mit dem Business Case für Nachhaltigkeit. Nach den im Podcast der Börsen-Zeitung vorgestellten Ergebnissen sehen 83% der befragten Unternehmen keinen Business Case für Nachhaltigkeit. Gleichzeitig erkennen 43% der Unternehmen einen finanziellen Mehrwert durch Investitionen in eine nachhaltige Transformation, wobei dieser Mehrwert noch unter den damit verbundenen Kosten liegt.

Jakob Christof Kunzlmann, Senior Expert im Bereich Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft bei der Bertelsmann Stiftung und Verantwortlicher für den Monitor, verwies auf Zielkonflikte und unterschiedliche zeitliche Horizonte. Während sich anfängliche Investitionen etwa für den Aufbau von Know-how oder eines Reporting-Systems messen lassen, seien langfristige positive Effekte schwieriger zu bestimmen.

Als weiteres Hemmnis nannte Kunzlmann unsichere politische Rahmenbedingungen. Unternehmen fehle es an Planungssicherheit, während Budgets für ESG-Stäbe teilweise rückläufig seien. Zugleich beobachte er einen Nachholeffekt im Mittelstand, nachdem Großunternehmen in den vergangenen Jahren bereits viel umgesetzt hätten.

Auch im Bankensektor habe sich nach Einschätzung Kunzlmanns viel bewegt, unter anderem weil Institute aufsichtsrechtlich dazu angehalten seien, ESG-Daten in ihr Risikomanagement zu integrieren. In Finanzierungsgesprächen spiele Nachhaltigkeit jedoch eine abnehmende Rolle. Sustainability-linked-Produkte würden vor allem von Großkonzernen genutzt, im Mittelstand dominierten klassische Förderprodukte.

„Transformation benötigt Kapital, und Banken verleihen Kapital. Das ist für die schon mal ein Business Case.“

Quelle: Börsen-Zeitung

Infobox: Mehr als 820 Organisationen wurden für den Sustainability Transformation Monitor befragt. 83% sehen keinen Business Case für Nachhaltigkeit, während 43% einen finanziellen Mehrwert nachhaltiger Transformation erkennen.

Schwarz-Gruppe veröffentlicht erstmals Klimatransitionsplan

Die Schwarz-Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, hat ihren siebten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und darin erstmals einen Klimatransitionsplan formuliert. Der Bericht bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2025, in dem die Gruppe nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz von 185,6 Milliarden Euro erwirtschaftete.

Im Mittelpunkt steht der Ausbau der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Die selbst erzeugte Solarstrommenge stieg im Geschäftsjahr 2025 um 28 Prozent auf mehr als 473.000 Megawattstunden.

KennzahlAngabe
Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2025185,6 Milliarden Euro
Solarstrommenge im Geschäftsjahr 2025mehr als 473.000 Megawattstunden
Steigerung der Solarstrommenge28 Prozent
Reduktion der betriebseigenen Emissionen gegenüber 201944,1 Prozent
Reduktionsziel bis 203048 Prozent
Ziel für Netto-Null-Emissionen2050
Reduktion des Kunststoffeinsatzes gegenüber 201735,9 Prozent
Rezyklateinsatz26,1 Prozent
Verwertungsquote innerbetrieblicher Abfälle90,1 Prozent
Ziel für die Verwertungsquote bis 203095 Prozent

Die betriebseigenen Emissionen aus Scope 1 und 2 habe die Gruppe gegenüber dem Basisjahr 2019 um 44,1 Prozent reduziert. Bis 2030 soll die Reduktion 48 Prozent erreichen; bis 2050 strebt die Schwarz-Gruppe Netto-Null-Emissionen an. Dieses Ziel sei im vergangenen Jahr durch die Science Based Targets Initiative wissenschaftlich validiert worden.

Mit dem Klimatransitionsplan will die Gruppe ihre Geschäftsprozesse angesichts zunehmender Klimarisiken strategisch absichern. Die bisherige Plastikstrategie wurde Ende 2025 abgeschlossen. Dabei erreichte die Gruppe gegenüber 2017 eine Reduktion des Kunststoffeinsatzes um 35,9 Prozent und einen Rezyklateinsatz von 26,1 Prozent.

Die Nachfolgestrategie „REset Resources“ soll die Ziele bis 2030 auf alle Verpackungsmaterialien ausweiten. Bei den innerbetrieblichen Abfällen lag die Verwertungsquote nach Angaben des Unternehmens bei 90,1 Prozent; bis 2030 sollen 95 Prozent erreicht werden.

Die Schwarz-Gruppe beschäftigt laut Mitteilung rund 604.000 Mitarbeiter und betreibt etwa 14.500 Filialen. Im Geschäftsjahr 2025 entstanden weltweit 9.000 neue Arbeitsplätze, davon 5.000 in Deutschland.

„Gerade in Zeiten geopolitischer Volatilität rücken wir nicht von unseren Nachhaltigkeitszielen ab, sondern setzen unseren Weg kontinuierlich fort.“

Quelle: Lebensmittelpraxis.de

Infobox: Die Schwarz-Gruppe senkte ihre betriebseigenen Emissionen seit 2019 um 44,1 Prozent und reduzierte den Kunststoffeinsatz gegenüber 2017 um 35,9 Prozent. Der erstmals veröffentlichte Klimatransitionsplan nennt für 2030 eine Emissionsreduktion von 48 Prozent und für 2050 Netto-Null-Emissionen.

Dax legt zu, doch Nachhaltigkeit der Rally bleibt umstritten

Der Dax hat am Mittwoch seine Gewinne aus dem frühen Handel bis zur Mittagszeit ausgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.265 Punkten berechnet, was einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag entsprach.

Als wichtigsten Kurstreiber nannte Marktexperte Andreas Lipkow die Aktien des Indexschwergewichts Airbus. Auch die Aktien von Gea, RWE und MTU waren gefragt. Zugleich belasteten steigende Energiepreise und eine schwächere US-Vorbörse die Stimmung.

Lipkow bezweifelte, dass der Höhenflug des Dax angesichts der negativen US-Vorbörse und der weiter anziehenden Energiepreise nachhaltig sein werde. Das Handelsvolumen sei saisonal stark ausgedünnt, wodurch bereits geringe Aufträge in einzelnen Aktien den Gesamtmarkt stärker bewegen könnten.

WertAngabe
Dax gegen 12:30 Uhrrund 25.265 Punkte
Dax-VeränderungPlus von 1,0 Prozent
Euro1,1403 US-Dollar
US-Dollar0,8770 Euro
Brent-Ölpreis94,90 US-Dollar
Veränderung des Brent-Ölpreises4,3 Prozent mehr

Der Euro notierte am Mittwochmittag etwas fester bei 1,1403 US-Dollar. Ein US-Dollar kostete 0,8770 Euro. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent lag gegen 12 Uhr deutscher Zeit bei 94,90 US-Dollar und damit 4,3 Prozent über dem Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Hasepost, basierend auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur

Infobox: Der Dax lag gegen 12:30 Uhr bei rund 25.265 Punkten und gewann 1,0 Prozent. Airbus stützte den Index, während Energiepreise, die US-Vorbörse und das saisonal ausgedünnte Handelsvolumen Zweifel an der Nachhaltigkeit der Rally auslösten.

Quellen: