Institutionelle Investoren setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit in ihren Anlagen
Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Eine Umfrage zeigt, dass 85 % der institutionellen Investoren in Deutschland Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen und langfristige ökonomische Vorteile erwarten. Zudem setzen Banken zunehmend auf nachhaltige Finanzprodukte, während München ein nachhaltiges Konzept für die Olympischen Spiele plant.
Institutionelle Investoren halten an Nachhaltigkeit fest
Eine aktuelle Umfrage von Union Investment zeigt, dass 85 Prozent der institutionellen Investoren in Deutschland Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Investments berücksichtigen. Über zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit langfristig ökonomische Vorteile bringt, während 88 Prozent angeben, dass öffentliche Debatten über Nachhaltigkeit keinen Einfluss auf ihre Anlagestrategie haben.
„Nachhaltigkeit bleibt bei institutionellen Investoren in der Breite etabliert. Die nachhaltige Kapitalanlage ist jedoch kein Selbstzweck, sondern muss auch ökonomisch sinnvoll sein“, betont Harald Rieger, Leiter des institutionellen Kundengeschäfts bei Union Investment.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nachhaltige Anlagen im Durchschnitt 65 Prozent der Portfolios der Befragten ausmachen. 64 Prozent erwarten ein stabiles Marktvolumen bei nachhaltigen Kapitalanlagen in den nächsten zwölf Monaten.
Nachhaltig Geld anlegen: Worauf Anleger achten sollten
In einem Artikel der MOPO wird darauf hingewiesen, dass Anleger, die ihre Geldanlage nachhaltig gestalten möchten, verschiedene Kriterien festlegen sollten. Dazu gehört, welche Investments ausgeschlossen werden sollen, etwa solche in Streumunition oder Kinderarbeit. Zudem wird der „Best-in-Class“-Ansatz erwähnt, bei dem besonders nachhaltige Unternehmen einer Branche ausgewählt werden.
Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt jedoch vor Waldinvestments, da das Verlustrisiko bei solchen Direktinvestments hoch ist. Sandra Klug von der Verbraucherzentrale rät, auf Fonds zu setzen, die weltweit investieren, um das Risiko zu streuen.
Wichtig ist auch, dass Anleger sich über die Nachhaltigkeitskriterien der Finanzprodukte informieren, da viele Siegel und Bezeichnungen nicht aussagekräftig sind.
Olympia München: Söder verspricht neues Sommermärchen und setzt auf Nachhaltigkeit
Ministerpräsident Markus Söder hat das Konzept für die Olympischen Spiele in München vorgestellt, das auf Nachhaltigkeit setzt. Die Hälfte aller Sportarten soll im Olympiapark von 1972 ausgetragen werden, und mehr als 90 Prozent der Sportler sollen im neuen Olympischen Dorf untergebracht werden. Söder betont, dass keine „Supermonsterbauten“ geplant sind und dass das Konzept zukunftsorientiert ist.
Die Bürgerbefragung ergab, dass 66,4 Prozent der Münchner für eine Bewerbung um die Spiele sind. Söder sieht München als Favoriten im Rennen um die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044.
Banken achten stärker auf Nachhaltigkeit
Der Marktbericht des Forum Nachhaltige Geldanlage zeigt, dass 29 Prozent der befragten Banken in Deutschland und Österreich ihre Palette an nachhaltigen Finanzprodukten im Jahr 2025 erweitert haben. Zudem bieten bereits 20 Prozent der Banken sogenannte Sustainability-Linked Loans an, deren Zinssätze an das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen gekoppelt sind.
Die EU-Regulatorik wird jedoch als Hindernis für die Einführung neuer grüner Finanzprodukte angesehen, da viele Banken diese als zu komplex empfinden.
Bio-basierter Sonderkraftstoff als nachhaltige Alternative
Die Andreas Stihl AG hat mit MotoMix 100 einen vollständig bio-basierten Kraftstoff für Zweitaktmotoren vorgestellt. Dieser Kraftstoff besteht zu 55 Prozent aus ISCC-zertifizierten biogenen Rohstoffen und reduziert den CO₂-Ausstoß um 60 Prozent im Vergleich zu fossilem Benzin. MotoMix 100 wird im Jahr 2026 in limitierter Auflage angeboten und zeigt, dass ein nachhaltiger Betrieb von benzinbetriebenen Motoren möglich ist.
Rund 240.000 Euro EU-Mittel für nachhaltige Projekte am Oberen Neckar
Die LEADER Aktionsgruppe Oberer Neckar hat rund 240.000 Euro EU-Mittel für nachhaltige Projekte ausgeschrieben. Privatpersonen, Unternehmen und Vereine können sich mit ihren Ideen um Förderungen bewerben. Die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Biodiversität stehen dabei im Vordergrund.
Die Bagatellgrenze für die Zuwendung liegt bei 5.000 Euro, während die Obergrenze der förderfähigen Gesamtkosten bei 700.000 Euro netto liegt. Der Stichtag zur Einreichung ist der 6. August 2026.
Quellen:
- EQS-News: Institutionelle Investoren halten an Nachhaltigkeit fest - boerse.de
- Nachhaltig Geld anlegen: Worauf Anleger achten sollten
- Olympia München: Söder verspricht neues Sommermärchen und setzt auf Nachhaltigkeit
- Banken achten stärker auf Nachhaltigkeit
- Bio-basierter Sonderkraftstoff als nachhaltige Alternative
- Rund 240.000 Euro EU-Mittel für nachhaltige Projekte am Oberen Neckar