Nachhaltigkeits-News: Förderprojekte, Fairphone und regionale Initiativen im Fokus

Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Hessen fördert 17 nachhaltige Landwirtschaftsprojekte mit 6,62 Millionen Euro; weitere Beiträge thematisieren Nachhaltigkeit in Kommunen, Kunst, Mobilität und Smartphones.

Neue Förderprojekte für nachhaltige Landwirtschaft in Hessen

Das Hessische Landwirtschaftsministerium unterstützt 17 neue Vorhaben mit insgesamt rund 6,62 Millionen Euro. Landwirtschaftsstaatssekretär Daniel Köfer überreichte die Förderbescheide auf dem Hof Jung in Pohlheim-Holzheim an Vertreterinnen und Vertreter von neun neuen Operationellen Gruppen sowie acht geförderten Zusammenschlüssen.

Die Projekte bringen Akteure aus Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft und ländlichen Regionen zusammen. Nach Angaben der HESSEN Landesregierung sollen dadurch Lösungen für aktuelle Herausforderungen entwickelt und eine nachhaltige Landwirtschaft sowie die ländliche Entwicklung in Hessen unterstützt werden.

„Die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit bringt Akteure aus Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft und ländlichen Regionen zusammen, um gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln“, sagte Daniel Köfer laut HESSEN Landesregierung.

Die neun Operationellen Gruppen werden im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ gefördert. Acht weitere Vorhaben erhalten Unterstützung im Förderbereich „Zusammenarbeit – Netzwerke und Kooperationen“.

Inhaltlich reichen die Vorhaben von digitalen Anwendungen im Weinbau über neue Ansätze im Pflanzenbau und in der Tierhaltung bis zur Verwertung von Agrarrohstoffen. Weitere Schwerpunkte sind die Förderung der Biodiversität sowie der Aufbau regionaler Wertschöpfungs- und Vermarktungsstrukturen.

Zu den geförderten EIP-Agri-Projekten gehören unter anderem ein KI-gestützter virtueller Rebschnitt-Trainer für den Weinbau, Strategien zur Verbesserung von Qualität und Ertrag in regionalen Haselnussanlagen sowie die Ganzpflanzenverwertung ökologisch gezüchteter Brokkolisorten. Weitere Projekte widmen sich dem Saatkartoffelanbau, Miscanthus XOS für effizienteres Futter und Fasern für klima-freundliches Bauen, bienenfreundlichen Sorghum-Neuzüchtungen und einem sensorischen Qualitätssystem für Hofkäsereien.

Auch die Tierhaltung ist vertreten: Gefördert werden eine nachhaltige Wassernutzung in tierhaltenden Betrieben sowie der Einsatz von Huminsäuren zur Förderung der Geflügelgesundheit und zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes.

Bei den Netzwerken und Kooperationen liegen Schwerpunkte unter anderem auf dem Heil- und Gewürzpflanzenanbau, der Kontrolle von Vespa velutina, der Vermarktung von Streuobstprodukten sowie klimafittem Streuobstanbau. Weitere Zusammenschlüsse beschäftigen sich mit biodiversitätsorientiertem Landtourismus, dem Markteintritt des Vogelsberger Roten Höhenviehs und einem inklusiven Vorverarbeitungsnetzwerk für regionales Gemüse in Nordhessen.

Der Hof Jung, auf dem die Bescheide überreicht wurden, ist selbst Partner eines bereits geförderten Innovationsvorhabens. Die Operationelle Gruppe „Mohnsorten“ stellte dort ihre Arbeit vor und zeigte, wie Erkenntnisse aus laufenden Projekten für neue Vorhaben genutzt werden können.

Mit dem Start der neuen Projekte werden in der aktuellen EU-Förderperiode in Hessen insgesamt 23 EIP-Agri-Vorhaben sowie 15 Vorhaben im Bereich Zusammenarbeit unterstützt. Die Förderung erfolgt seit 2023 über den „GAP-Strategieplan 2023-2027“.

FörderbereichAnzahl
Neue Vorhaben insgesamt17
Operationelle Gruppen9
Zusammenschlüsse8
Fördervolumenrund 6,62 Millionen Euro
EIP-Agri-Vorhaben insgesamt in der aktuellen EU-Förderperiode23
Vorhaben im Bereich Zusammenarbeit insgesamt in der aktuellen EU-Förderperiode15

Infobox – HESSEN Landesregierung: Hessen fördert 17 neue Innovations- und Kooperationsvorhaben mit insgesamt rund 6,62 Millionen Euro. Die Projekte verbinden Landwirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und ländliche Regionen und reichen von Digitalisierung und Pflanzenbau bis zu Biodiversität und regionaler Vermarktung.

Kalletaler Nachhaltigkeitswochen verbinden Mitmachaktionen und Information

In Kalletal finden vom 6. bis 25. September 2026 die 7. Kalletaler Nachhaltigkeitswochen statt. Das Westfalen-Blatt kündigt ein Programm mit Vorträgen, Mitmachaktionen, Ausstellungen und geführten Touren an.

Im Mittelpunkt stehen Naturerlebnisse, neue Informationen und der gemeinsame Austausch. Die Veranstaltungen richten sich laut Westfalen-Blatt an die ganze Familie und sollen gemeinsame Erlebnisse sowie Aha-Momente ermöglichen.

Die Nachhaltigkeitswochen passen zur deutschlandweiten Fairen Woche, die unter dem Motto „Vielfalt erleben!“ steht. Das Programm in Kalletal soll Nachhaltigkeit dadurch nicht nur theoretisch behandeln, sondern über konkrete Aktivitäten erfahrbar machen.

Das Westfalen-Blatt beschreibt die Veranstaltung als Gelegenheit, Natur zu erleben, Neues zu erfahren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Inhaltlich verbindet die Reihe damit Bildungsangebote, praktische Beteiligung und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Infobox – Westfalen-Blatt: Die 7. Kalletaler Nachhaltigkeitswochen laufen vom 6. bis 25. September 2026. Vorgesehen sind Vorträge, Mitmachaktionen, Ausstellungen und geführte Touren im Zusammenhang mit der Fairen Woche und deren Motto „Vielfalt erleben!“.

„MaBee“ verbindet Kunst, Nachhaltigkeit und Feminismus

Die Rheinpfalz porträtiert Maja Gneupel, die unter dem Namen „MaBee“ künstlerisch arbeitet. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Büro und Atelier und verbinden nach Angaben der Quelle Lebensfreude mit Themen wie Nachhaltigkeit und Feminismus.

Gneupel beschäftigt sich seit etwa drei Jahren mit dem 3D-Drucker. Mit Acrylmalereien und Fotografien hatte sie sich bereits zuvor auseinandergesetzt.

Die Fotografien präsentiert sie häufig hinter Glas und verfremdet sie teilweise als Comic. Gerade diese Arbeiten versteht die Künstlerin laut Die Rheinpfalz als politische und manchmal feministische Botschaften.

Das künstlerische Ergebnis zeigt nach der Darstellung der Quelle entweder Kante oder zeugt von Optimismus. Nachhaltigkeit wird dabei nicht isoliert behandelt, sondern steht im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Aussagen und einer positiven, lebensbejahenden Perspektive.

Infobox – Die Rheinpfalz: „MaBee“ steht für Arbeiten von Maja Gneupel, die 3D-Druck, Acrylmalerei und Fotografie verbinden. Die Kunst thematisiert Nachhaltigkeit und Feminismus und soll zugleich Lebensfreude vermitteln.

Harzer Stadtverwaltungen stehen beim Ausbau elektrischer Fuhrparks im Fokus

Die Volksstimme untersucht die Fuhrparks der Stadtverwaltungen von Wernigerode, Quedlinburg und Halberstadt. Hintergrund sind steigende Spritpreise und die zunehmende Verbreitung von Elektroautos.

Nach Angaben der Kreisverwaltung hat sich die Zahl der Ladesäulen im Landkreis Harz seit 2024 nahezu verdoppelt. Vor diesem Hintergrund stellt die Volksstimme die Frage, ob auch die Verwaltungen der größten Harzstädte ihre Fuhrparks stärker auf Elektrofahrzeuge ausrichten.

Der Bericht ordnet die Entwicklung in den wachsenden Stellenwert elektrischer Mobilität im Harz ein. Dabei geht es insbesondere darum, wie die kommunalen Fuhrparks auf die Veränderungen bei Antriebstechnologien und Ladeinfrastruktur reagieren.

Konkrete Angaben zu den jeweiligen Fahrzeugbeständen der drei Stadtverwaltungen sind im vorliegenden Quellenausschnitt nicht enthalten. Die Volksstimme verweist für die ausführliche Darstellung auf ihren digitalen Inhalt.

Infobox – Volksstimme: Im Landkreis Harz hat sich die Zahl der Ladesäulen seit 2024 nach Angaben der Kreisverwaltung nahezu verdoppelt. Die Volksstimme stellt die Entwicklung der elektrischen Fuhrparks in Wernigerode, Quedlinburg und Halberstadt in den Mittelpunkt.

Fairphone 6+ setzt auf Reparierbarkeit und lange Software-Unterstützung

Utopia.de stellt das Fairphone 6+ in einem Praxistest vor. Das Smartphone kostet 649 Euro und soll neben maximaler Reparierbarkeit auch ein Leistungs-Upgrade gegenüber dem Vorgängermodell bieten.

Das zentrale Merkmal bleibt der modulare Aufbau. Während bei vielen Smartphones Akku, Display und Rückseite fest verklebt sind, wird dem Fairphone 6+ ein Torx-5-Schraubendreher beigelegt, mit dem sich Komponenten selbst austauschen lassen.

Insgesamt zwölf interne Komponenten können laut Utopia.de ohne Fachkenntnisse gewechselt werden. Dazu gehören unter anderem Display, Akku, USB-C-Anschluss und Kameras.

Komponente oder MerkmalAngabe
Preis649 Euro
Austauschbare interne Komponentenzwölf
Display im Herstellershopknapp 90 Euro
Ersatz-Akku40 Euro
Hauptkameramodul70 Euro
Recycelte oder fair gewonnene MaterialienMehr als 50 Prozent der Gesamtmasse
Post-Consumer-Rezyklat in den Kunststoffenüber 93 Prozent
Garantierte Software-Updatesbis zum Jahr 2033

Nach Herstellerangaben bestehen mehr als 50 Prozent der Gesamtmasse aus fair gewonnenen oder recycelten Materialien wie Kobalt und Gold. Die Kunststoffe bestehen laut Quelle zu über 93 Prozent aus Post-Consumer-Rezyklat, also aus wiederverwerteten Plastikabfällen privater Haushalte.

Utopia.de berichtet außerdem, dass das Smartphone laut Hersteller vollständig Elektroschrott-neutral sei. Die austauschbaren Module sollen Reparaturen erleichtern und dadurch verhindern, dass das Gerät bei Defekten frühzeitig entsorgt werden muss.

Als weitere Grundlage für eine lange Nutzungsdauer nennt der Test Software-Updates bis 2033. Das Fairphone 6+ wird mit unverändertem Android 16 ausgeliefert; außerdem ist eine Variante mit dem Google-freien Betriebssystem e/OS erhältlich.

Bei der Leistung setzt das Plus-Modell erstmals auf zwölf Gigabyte RAM und den Prozessor Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4. Im Vergleich dazu verfügt das weiterhin erhältliche Fairphone 6 über 8 GB RAM und den Snapdragon 7s Gen 3.

Auf dem Papier soll das Plus-Modell eine bis zu 20 Prozent höhere Multitasking-Performance erreichen. Im Alltag ist der Unterschied laut den von Utopia.de beschriebenen Labor- und Praxistests jedoch kaum spürbar; messbare Zuwächse zeigen sich vor allem in Benchmark-Tests.

Test oder AusstattungAngabe
Single-Core-Test Geekbench 6bis zu 1.302 Punkte
Multi-Core-Testrund 3.616 Punkte
Displaygröße6,31 Zoll
Maximale Helligkeitbis zu 1.400 Nits
Gewicht191 bis 193 Gramm
Dickefast 10 Millimeter
Akku-Kapazität4.415 mAh
PCMark-Akkutestnur gute 12 Stunden
Ladeleistung30 Watt

Das 6,31 Zoll große Display bietet laut Test kontraststarke Farben und echtes Schwarz. Die Kunststoff-OLED-Bauweise soll besonders robust sein, während die automatische Anpassung der Bildrate beim schnellen Wischen für flüssige Darstellung und beim Lesen für einen Stromsparmodus sorgt.

Als Schwächen nennt Utopia.de breite und asymmetrische Displayränder. Mit einer Dicke von fast 10 Millimetern und einem Gewicht von 191 bis 193 Gramm sei das Gerät außerdem kein echter Handschmeichler.

Auch beim Akku fällt die Bewertung zurückhaltender aus. Obwohl die Kapazität mit 4.415 mAh der des Basismodells entspricht, erreichte das Fairphone 6+ im PCMark-Akkutest nur gute 12 Stunden und damit anderthalb Stunden weniger als das Fairphone 6.

Das Kamerasystem besteht aus einem 50-Megapixel-Hauptsensor Sony Lytia 700C mit optischer Bildstabilisierung und einem 13-Megapixel-Ultraweitwinkelobjektiv. Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht ordentliche Fotos mit natürlichen Farben und scharfen Details; bei dunkleren Bildbereichen kann jedoch leichtes Rauschen auftreten.

Besonders positiv bewertet der Test die Makroaufnahmen. Schwächen zeigen sich dagegen beim zehnfachen Digitalzoom, bei der Bildverarbeitung und bei der Farbdarstellung unmittelbar aufeinanderfolgender Selfies mit der 32-Megapixel-Frontkamera.

Utopia.de hält es für möglich, dass Fairphone diese Probleme mit einem Software-Update verbessert. Als zusätzliches Hardware-Merkmal verfügt das Smartphone über einen gelben Moments-Schalter, der einen Fokusmodus aktiviert oder mit anderen Funktionen wie der Taschenlampe belegt werden kann.

In der Gesamtbewertung setzt das Fairphone 6+ bei Reparierbarkeit, Herstellergarantie und Software-Unterstützung Maßstäbe. Der Aufpreis von 50 bis 100 Euro gegenüber dem Standardmodell wird laut Utopia.de jedoch dadurch relativiert, dass das Leistungsplus im Alltag kaum spürbar ist und die Akkulaufzeit schwächer ausfällt.

Infobox – Utopia.de: Das Fairphone 6+ kostet 649 Euro und bietet zwölf Gigabyte RAM, Android 16 sowie garantierte Updates bis 2033. Der Test hebt Reparierbarkeit und Nachhaltigkeitsmerkmale hervor, sieht den Aufpreis gegenüber dem Fairphone 6 aber nur für Neukäufer mit langfristiger Nutzungsabsicht als überzeugend an.

Allgäuer Gründerbühne sucht nachhaltige Geschäftsideen

Bei der Allgäuer Gründerbühne können sich Gründerinnen und Gründer mit nachhaltigen Geschäftsideen noch bis zum 31. August 2026 für den Sonderpreis Nachhaltigkeit 2026 bewerben. Der mit 3.000 € dotierte Preis wird laut Presseportal zum sechsten Mal vergeben und vom Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten gestiftet.

Ausgezeichnet werden Gründungen, deren Geschäftsmodell einen besonderen Beitrag zur ökologischen, ökonomischen oder sozialen Nachhaltigkeit leistet. Teilnehmen können Gründungen aus allen Branchen, darunter Technologie, Handwerk, Dienstleistung, Handel und Gastronomie.

Voraussetzung ist, dass sich der Sitz der Gründung im Allgäu befindet und das Unternehmen nicht länger als fünf Jahre am Markt ist. Aus allen Einreichungen wählt die Jury fünf Teams aus, die sich im Finale präsentieren.

Das Finale findet am 17. November 2026 in der kultBOX Kempten statt. Die Finalistinnen und Finalisten pitchen live vor Jury, Investoren und Publikum.

Neben dem Sonderpreis für Nachhaltigkeit werden Preisgelder in Höhe von 19.000 Euro vergeben. Jury und Publikum entscheiden gemeinsam, welche Teams auf dem Siegertreppchen landen.

Als Beispiel für die Wirkung des Preises nennt das Presseportal Paltech. Das Unternehmen erhielt 2025 die Auszeichnung und verwendete das Geld für die Weiterentwicklung eines Agrarroboters zur Entfernung von Unkraut.

Die Allgäuer Gründerbühne wird als größter Gründungswettbewerb in der Region beschrieben. Sie bietet Startups Pitch-Training, mediale Aufmerksamkeit und Kontakte zu einem starken Netzwerk und wird gemeinsam von der Allgäu GmbH und Allgäu Digital veranstaltet.

MerkmalAngabe
Bewerbungsfrist31. August 2026
Preisgeld Sonderpreis Nachhaltigkeit3.000 €
Finale17. November 2026
VeranstaltungsortkultBOX Kempten
Für das Finale ausgewählte Teamsfünf
Weitere Preisgelder19.000 Euro
Vergabe des Sonderpreiseszum sechsten Mal

Infobox – Presseportal: Nachhaltige Gründungen mit Sitz im Allgäu und einer Marktzugehörigkeit von nicht länger als fünf Jahren können sich bis zum 31. August 2026 bewerben. Der Sonderpreis ist mit 3.000 € dotiert; das Finale mit weiteren Preisgeldern in Höhe von 19.000 Euro findet am 17. November 2026 in Kempten statt.

Quellen: