Nachhaltigkeit verbindet Schule, Klimaschutz und wirtschaftliche Chancen

Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Kaiser-Karl-Schule verband die 17 Nachhaltigkeitsziele mit praktischen Aktionen und sammelte über 400 Euro für PREDA. Friedrich Merz betonte Nachhaltigkeit als Verbindung von Klimaschutz, Technologie und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit.

Nachhaltigkeit zwischen Schulhof, Politik und Marktwirtschaft

Kaiser-Karl-Schule stellt die 17 Nachhaltigkeitsziele in den Mittelpunkt

In Itzehoe haben die Klassen 6d und 11a der Kaiser-Karl-Schule gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Christoph Lange und dem Weltladen Itzehoe eine Informationsparty zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen organisiert. Anlass war der elfte Geburtstag der Sustainable Development Goals, der am Donnerstag, 25. September, gefeiert wurde.

Die Veranstaltung in der Kirchenstraße setzte nicht allein auf Information, sondern auf praktische Lösungsansätze. Zero Waste Itzehoe informierte über Müllvermeidung und nachhaltigen Konsum, Foodsharing Kreis Steinburg stellte die Lebensmittelrettung vor und Prokon zeigte Möglichkeiten erneuerbarer Energie. Die Itzehoe Eagles machten mit einem mobilen Korb und der Aktion „17 Ziele – 17 Körbe“ sichtbar, dass auch Bewegung, Teamgeist und Teilhabe mit Nachhaltigkeit verbunden werden können.

Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich mit eigenen Beiträgen. Die Klasse 6d entwarf bunte SDG-Etiketten, mit denen gemeinsam mit Eva Preponis aus dem Weltladen hundert Fairtrade-Schokoladen beklebt wurden. Die Sparkasse Westholstein unterstützte die Initiative und sponserte die Schokolade; zusammen mit selbst gebackenem Geburtstagskuchen wurde sie für einen guten Zweck verkauft.

Alle Tafeln fanden einen Käufer. Der Erlös von über 400 Euro geht an die Kinderschutzorganisation PREDA auf den Philippinen, die sich für Kinderrechte, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit einsetzt. Zudem wurde der Weltladen als Kinderschutzpunkt eingeweiht – eine Idee, die aus der Beschäftigung der Klasse mit Fairem Handel und Kinderrechten entstanden war.

Um 11.55 Uhr trugen die Schülerinnen und Schüler nach dem Glockenläuten von St. Laurentii ihre Statements „5 vor 12 für 17 Ziele“ vor. Sie machten deutlich, dass noch längst nicht alle Ziele erreicht sind, verbanden dies aber mit dem Appell, dass jeder einen Beitrag leisten könne. Auch das Restaurant „Himmel & Erde“ beteiligte sich mit einem Klimaschutzgericht aus regionalen Zutaten im Umkreis von maximal 20 Kilometern.

„Bei einem gemeinsamen, wirksamen Handeln gibt es keine Zuschauerplätze!“

Die Meldung wurde von Christoph Lange, Kaiser-Karl-Schule und Weltladen Itzehoe, erstellt und von shz.de veröffentlicht.

AspektAngabe
Beteiligte Klassen6d und 11a
VeranstaltungstagDonnerstag, 25. September
Nachhaltigkeitsziele17
Gesponserte Fairtrade-Schokoladenhundert
Erlösüber 400 Euro
Beginn des symbolischen Statements11.55 Uhr
Entfernung der Zutaten für das Klimaschutzgerichtmaximal 20 Kilometer

Infobox: Die Kaiser-Karl-Schule verband die 17 Nachhaltigkeitsziele mit Müllvermeidung, Lebensmittelrettung, erneuerbarer Energie, Fairem Handel, Kinderrechten, Sport und regionaler Ernährung. Im Mittelpunkt stand die Idee, dass aus gemeinsamer Beteiligung konkrete Unterstützung und Veränderungen entstehen können.

FAZ: Merz setzt bei Nachhaltigkeit auf wirtschaftliche Instrumente

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei der Jahreskonferenz des Rats für nachhaltige Entwicklung zum 25. Jubiläum des Beratungsgremiums über Klima, Natur und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gesprochen. Nach Darstellung der FAZ sieht Merz Nachhaltigkeit als überparteiliches Leitprinzip und verbindet den Klimaschutz mit der Frage, wie Deutschland wirtschaftlich wettbewerbsfähig bleiben kann.

Merz erklärte, das Jahrhundert müsse vom Gedanken der Nachhaltigkeit geprägt sein. Globalisierung und technischer Fortschritt hätten im 20. Jahrhundert ein besseres und freieres Leben ermöglicht; würden diese Entwicklungen jedoch nicht politisch gestaltet, könnten die Grundlagen des Lebens gefährdet werden.

Als unmittelbare Folgen des wachsenden Wohlstands nannte der Kanzler den Klimawandel und wachsende Ungleichheiten. Nachhaltigkeit umfasse aus seiner Sicht unter anderem Investitionen in die innere und äußere Sicherheit, Umwelt- und Klimaschutz, Klimaanpassung, die Modernisierung und Digitalisierung des Staates, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sowie den Schutz der biologischen Vielfalt. Auch die geschwächten gesellschaftlichen Bindekräfte müssten wieder stärker werden.

„Was wir entscheiden, wird das Gesicht unseres Landes für Jahrzehnte prägen.“

Mit Blick auf die jüngere Generation stellte Merz die Verbindung zwischen Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit heraus. Ein lebenswertes Land mit guten Chancen müsse an die nächste Generation übergeben werden. Der Hitzesommer dieses Jahres habe nach seinen Worten sowohl für Menschen als auch für Landwirte gravierende Folgen gehabt; körperlich belastete Menschen und fehlender Regen für die Landwirtschaft wurden dabei ausdrücklich genannt.

Gleichzeitig wandte sich Merz gegen die Vorstellung eines unauflöslichen Gegensatzes von Klimaschutz und Wachstum. Deutschland habe einen Zukunftsmarkt für klimaschonende Technologien entwickelt. Laut FAZ wächst der Markt für Clean Tech seit 15 Jahren jährlich im Durchschnitt um fünf Prozent; zusammengenommen könnten diese Aktivitäten auf zwei Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts anwachsen.

In der Hightech-Agenda konzentriert sich die Bundesregierung laut dem Bericht auf Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und Kernfusion. Ziel des Kabinetts sei es, in Deutschland das erste Fusionskraftwerk der Welt zu errichten.

Für die Reduktion von Emissionen misst Merz dem europäischen Emissionshandel eine wesentliche Rolle bei. Dieser leiste einen Beitrag dazu, in der gesamten Europäischen Union Treibhausgase zu senken. Nachdem die Bundesregierung den Weg für Kohlenstoffspeicherung und Kohlenstoffnutzung freigemacht habe, müssten internationale Kohlenstoffmärkte entwickelt werden.

Solche Märkte könnten nach Darstellung des Kanzlers dazu beitragen, dass europäische Unternehmen gegenüber Wettbewerbern in Ländern ohne staatliche Auflagen bestehen können. Seit dem Jahr 1990 sei es gelungen, Wachstum und Emissionen zunehmend zu entkoppeln. Politik, Unternehmen und Bürger müssten an dieser Entwicklung weiterarbeiten.

Die Meldung wurde von der FAZ veröffentlicht.

AspektAngabe
Jubiläum des Rats für nachhaltige Entwicklung25. Jubiläum
Wachstum des Clean-Tech-Marktesseit 15 Jahren jährlich im Durchschnitt um fünf Prozent
Möglicher Anteil der Aktivitäten am deutschen Bruttoinlandsproduktzwei Prozent
Bezugsjahr der Entkopplung von Wachstum und Emissionen1990

Infobox: Friedrich Merz beschreibt Nachhaltigkeit als Verbindung von Klimaschutz, Generationengerechtigkeit, technologischer Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit. Als zentrale marktwirtschaftliche Instrumente nennt der Bericht den europäischen Emissionshandel sowie internationale Märkte für Kohlenstoffspeicherung und Kohlenstoffnutzung.

STERN.de: Klimaschutz soll als Wachstumschance verstanden werden

Auch STERN.de berichtet über die Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz beim Rat für nachhaltige Entwicklung. Im Mittelpunkt steht die Forderung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht ausschließlich als Belastung, sondern als Wachstumschance und als Bestandteil einer zukunftsfähigen Wirtschaft zu betrachten.

Merz verweist dabei auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die mit klimaschonenden Technologien verbunden sind. Nachhaltigkeit wird in dem Bericht als ein Ansatz dargestellt, der ökologische Anforderungen mit wirtschaftlicher Entwicklung verknüpfen soll.

Die Berichterstattung hebt außerdem die Bedeutung marktwirtschaftlicher Instrumente hervor. Der europäische Emissionshandel wird als ein Mechanismus genannt, mit dem Treibhausgase gesenkt und zugleich Rahmenbedingungen für Unternehmen geschaffen werden sollen.

STERN.de stellt damit dieselbe grundlegende Linie heraus, die auch in der FAZ-Berichterstattung beschrieben wird: Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum sollen nicht als zwingende Gegensätze behandelt werden. Technologische Entwicklung und Investitionen sollen vielmehr dazu beitragen, ökologische Ziele und wirtschaftliche Chancen miteinander zu verbinden.

Die Meldung wurde von STERN.de veröffentlicht.

Infobox: STERN.de fasst die Position von Friedrich Merz als Plädoyer dafür zusammen, Klimaschutz und Nachhaltigkeit stärker als wirtschaftliche Chance zu betrachten. Der Schwerpunkt liegt auf technologischer Entwicklung, Wachstum und marktwirtschaftlichen Instrumenten.

Quellen: