Nachhaltigkeit: Neue Impulse für Tourismus, Industrie, Gebäude und Geldanlage

Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Artikel zeigt Nachhaltigkeitsinitiativen in Tourismus, Industrie, Bau, Umweltbildung und Rohstofffonds.

Nachhaltigkeit im Fokus: Tourismus, Industrie, Gebäude, Genuss und Geldanlage

Nachhaltiger Tourismus soll in Meschede professionalisiert werden

Die Fachhochschule Südwestfalen bildet ab Herbst gezielt Fachkräfte im neuen Bachelor-Studiengang Nachhaltiges Tourismusmanagement aus. Wie der WDR berichtet, reagiert die Hochschule damit auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften, die ökologische und soziale Nachhaltigkeit in der Tourismusentwicklung berücksichtigen.

Am Standort Meschede spielt verantwortungsvoller Tourismus bereits seit zehn Jahren eine Rolle. Alexandra Morgenbrod, Fremdenverkehrsgeografin und an der Hochschule für den neuen Studiengang zuständig, beschreibt den Ansatz als umfassendes Lebensraummanagement. Dabei gehe es nicht nur um die Tourismusbranche, sondern darum, Nachhaltigkeit in allen Bereichen eines Ferienziels mitzudenken.

Der Studiengang ist praktisch orientiert. Das Sauerland biete als ländliche Region gute Voraussetzungen, weil es weniger überlaufen sei als manche urbanen Zentren. Dadurch könne das Lebensraummanagement nach Einschätzung Morgenbrods „wirklich an der Wurzel im Tourismus angreifen“.

Als Beispiel für eine nachhaltigere Besucherlenkung nennt der WDR eine Initiative aus den Jahren 2022 bis 2024. Reisenden wurden über Online-Plattformen weniger frequentierte Alternativen in der Umgebung sowie Ausweichmöglichkeiten im öffentlichen Nahverkehr empfohlen, um Überlastungen an einzelnen Hotspots und lange Warteschlangen zu vermeiden.

Für Urlaubende empfiehlt Morgenbrod möglichst kurze Anreisen, idealerweise mit Bus und Bahn. Flüge und insbesondere Kreuzfahrten sollten vermieden werden, da sie „aus ökologischer Sicht die größten CO2-Treiber“ seien.

„Wir leben im Tourismus nicht von den Problemen, sondern von kreativen Leuten, die wirklich Interesse daran haben, nachhaltige Lösungen im Tourismus voranzutreiben.“

Zusammenfassung: Der neue Bachelor-Studiengang in Meschede verbindet Tourismusmanagement mit ökologischem und sozialem Lebensraummanagement. Besucherlenkung, kurze Anreisen und der Verzicht auf Flüge und Kreuzfahrten stehen dabei im Mittelpunkt.

Quelle: WDR

TechnoCompound erhält Silber-Zertifizierung von EcoVadis

TechnoCompound wurde bei der erstmaligen Zertifizierung durch EcoVadis mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Nach Angaben von Chemie.de verpasste das Unternehmen die Gold-Auszeichnung nur knapp und zählt in der EcoVadis-Gesamtbewertung von rund 8.000 Unternehmen der Branche zu den besten 3 %.

Über alle Branchen hinweg gehört TechnoCompound zu den Top 6 % der 130.000 bewerteten Unternehmen. EcoVadis berücksichtigt bei seinen Nachhaltigkeitsratings unter anderem die Bereiche Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.

Bereits 2025 erhielt TechnoCompound die OCS-Zertifizierung. Das freiwillige internationale Programm Operation Clean Sweep verfolgt in der Kunststoffindustrie das Ziel, den Verlust von Kunststoffgranulat entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verhindern und dadurch den Eintrag dieser Materialien in die Umwelt oder in Gewässer zu vermeiden.

Das Unternehmen verfolgt laut Chemie.de einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz. Dazu gehören ressourcenschonende Produktionsprozesse mit einem bereits langjährig breiten Einsatz von Rezyklat-Rohstoffen, ein verantwortungsvoller Umgang mit Lieferketten und soziale Standards im Unternehmen.

Dr. Gerald Aengenheyster, Prokurist für Forschung und Entwicklung sowie Unternehmensnachhaltigkeit, sieht in der Auszeichnung eine Anerkennung der umfassenden Nachhaltigkeitsleistungen. Geschäftsführer Dirk Breitbach betont, Nachhaltigkeit sei ein zentraler Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie; auch künftig solle gezielt in entsprechende Maßnahmen und Innovationen investiert werden.

EcoVadis-EinstufungSilbermedaille
Vergleich innerhalb der Branchebeste 3 % von rund 8.000 Unternehmen
Vergleich über alle BranchenTop 6 % von 130.000 Unternehmen
OCS-Zertifizierung2025

Zusammenfassung: TechnoCompound erreicht bei der ersten EcoVadis-Zertifizierung Silber und gehört damit zu den leistungsstarken Unternehmen der bewerteten Branche. Der Nachhaltigkeitsansatz umfasst Produktion, Rezyklat-Rohstoffe, Lieferketten und soziale Standards.

Quelle: Chemie.de

Kirchheimer „Eisbärhaus“ wird als Klimaschutz-Pionier gewürdigt

Das Kirchheimer Planungs- und Architekturbüro Bankwitz ist vom baden-württembergischen Umweltministerium als „Zukunfts.Länd.Macher“ ausgezeichnet worden. Wie der Teckbote berichtet, besuchte Umweltministerin Thekla Walker das sogenannte „Eisbärhaus“ im Rahmen ihrer Sommertour.

Das Gebäude wurde als Beispiel für klimaschutzorientiertes Planen und Bauen vorgestellt. Der Name verweist auf das Konzept, mit dem das Haus auch bei sommerlichen Temperaturen angenehm kühl bleiben soll.

Nach Angaben des Teckboten setzt das Gebäude auf eine Kombination aus energetischen und architektonischen Maßnahmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Nutzung erneuerbarer Energien, eine effiziente Gebäudetechnik und eine Bauweise, die den Energiebedarf reduziert.

Das Planungs- und Architekturbüro Bankwitz befasst sich laut dem Bericht seit 2008 mit nachhaltigem Bauen. 2020 begann der Bau des „Eisbärhauses“. Das Gebäude wurde mit dem DGNB-Preis „Klimapositiv“ ausgezeichnet.

Der Bericht hebt außerdem die praktische Bedeutung des Projekts hervor. Das Gebäude soll zeigen, dass klimafreundliche Architektur nicht nur den Energieverbrauch senken, sondern zugleich den Komfort für die Nutzer erhöhen kann.

Zusammenfassung: Das Kirchheimer „Eisbärhaus“ dient als Beispiel für klimaschutzorientierte Architektur und energieeffiziente Gebäudekonzepte. Das Büro Bankwitz wurde für diesen Ansatz als „Zukunfts.Länd.Macher“ ausgezeichnet.

Quelle: Teckbote

Ferienprogramm in Übersee verbindet Schokolade und Nachhaltigkeit

Am Naturpavillon der LBV-Umweltstation in Übersee hat mit Beginn der Sommerferien ein Programm rund um Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit begonnen. Die Passauer Neue Presse berichtet, dass bis zum Ferienende zahlreiche Angebote für Kinder und Jugendliche vorgesehen sind.

Auf dem Programm stehen Basteln, Forschen und Entdecken. Eine besondere Aktion war die Schokoladenwerkstatt für Kinder ab sieben Jahren, bei der die Teilnehmer ihre eigene Schokolade herstellen konnten.

Die Kinder zeigten sich laut PNP begeistert von der Möglichkeit, selbst Schokolade herzustellen. Dafür wurden nur wenige Zutaten benötigt, darunter Kakaobutter oder Kokosfett.

Die Veranstaltung verbindet praktisches Erleben mit Themen der Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer setzen sich dabei im Rahmen eines Ferienangebots mit Zutaten, Herstellung und bewussterem Konsum auseinander.

Zusammenfassung: Die LBV-Umweltstation in Übersee vermittelt Nachhaltigkeit über praktische Ferienangebote. In der Schokoladenwerkstatt konnten Kinder ab sieben Jahren eigene Schokolade herstellen.

Quelle: PNP.de

Iqam-Fondsmanager erläutert nachhaltige Rohstoff-Investments

Rohstoffe und Nachhaltigkeit lassen sich nach Einschätzung von Thomas Kaiser nur schwer miteinander verbinden. Im Gespräch mit DAS INVESTMENT erklärt der Fondsmanager der Wiener Fondsboutique Iqam Invest, wie der Rohstofffonds Iqam Strategic Commodity Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigt und wo die Grenzen des Ansatzes liegen.

Iqam Invest gehört seit fünf Jahren zur Deka. Kaiser berichtet, dass der Fonds 2018 übernommen wurde und von Anfang an nicht als weiterer klassischer Rohstofffonds ausgerichtet werden sollte. Stattdessen sollte die Anlageklasse Rohstoffe mit Nachhaltigkeitsmerkmalen versehen werden, soweit dies möglich sei.

Ein erster Schritt war der Ausschluss von Agrar- und Viehzucht. Hinzu kam als jüngste Veränderung ein CO2-Overlay, mit dem der Fußabdruck des Portfolios gemessen wird. Für Rohstoffe gab es nach Kaisers Darstellung im Jahr 2018 deutlich weniger etablierte Nachhaltigkeitsansätze als für andere Anlageklassen.

Das von Rfu Research aus Wien entwickelte Rohstoff-Rating bewertet den gesamten Wertschöpfungszyklus eines Rohstoffs. Das Ergebnis wird auf einer Skala von A+ bis C– dargestellt. Palladium, Kupfer und Silber schneiden vergleichsweise gut ab, unter anderem wegen ihrer Bedeutung für die grüne Transformation. Öl und Gas liegen am schlechtesten.

Anlageuniversum15 Rohstoffe
Rating-SkalaA+ bis C–
Übergewichtung des aktuell bestbewerteten Rohstoffs Palladium3,5 Prozentpunkte
Abstufung zwischen den Gewichtungen0,5-Prozent-Schritte
Aktuelle Gewichtung von Goldetwa 17 Prozent

Das Anlageuniversum umfasst 15 Rohstoffe, die anhand des Ratings gewichtet werden. Der aktuell am besten bewertete Rohstoff Palladium wird um 3,5 Prozentpunkte übergewichtet, während der aktuell am schlechtesten bewertete Rohstoff Benzin entsprechend untergewichtet wird. Die übrigen Gewichtungen werden in 0,5-Prozent-Schritten gestaffelt.

Dadurch werden Industrie- und Edelmetalle strukturell übergewichtet, insbesondere Rohstoffe mit Bedeutung für die grüne Transformation. Öl und Erdgas werden untergewichtet. Gold erhält aufgrund seiner globalen Bedeutung in klassischen Rohstoffindizes zwar eine hohe Basisgewichtung, diese wird durch den ESG-Tilt jedoch reduziert.

Zusätzlich zur ESG-Gewichtung nutzt der Fonds eine aktive Strategie. Monatlich entscheiden ökonomische Signale darüber, welche Rohstoffe über- oder untergewichtet werden; ein Rohstoff kann dabei auch vollständig aus dem Portfolio herausfallen. Gold wird aktuell neutral bewertet und liegt bei etwa 17 Prozent, nachdem es im Vormonat noch etwas höher gewichtet war.

Die Investoren des Fonds sind vor allem größere Pensions- und Vorsorgekasseneinrichtungen. Das Fondsvolumen ging laut Kaiser zurück, was eher mit der Energiekrise 2022 als mit einer ESG-Müdigkeit zusammenhänge. Den Boom zwischen 2020 und Mitte 2022 habe der Fonds mit vielen Zuflüssen erlebt, danach seien taktische Rückflüsse gefolgt; aktuell zögen die Zuflüsse wieder an.

„Streng genommen sprechen wir dabei aber nicht von Nachhaltigkeit, weil Rohstoffe per se nicht nachhaltig sind.“

Zusammenfassung: Der Iqam Strategic Commodity Fonds kombiniert Ausschlüsse, CO2-Overlay und Nachhaltigkeitsgewichtung. Das Portfolio umfasst 15 Rohstoffe; Palladium, Kupfer und Silber werden wegen ihrer vergleichsweise besseren Bewertung beziehungsweise ihrer Bedeutung für die grüne Transformation hervorgehoben, während Öl und Gas schlechter abschneiden.

Quelle: das investment

Corporate Social Responsibility soll messbar werden

Der Beitrag des E3-Magazins beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen ihre Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeitsleistungen messbar machen können. Im Mittelpunkt steht damit die Verbindung von unternehmerischer Verantwortung, Management und nachvollziehbaren Kennzahlen.

Nachhaltigkeit wird dabei als Aufgabe verstanden, die verschiedene Unternehmensbereiche betrifft. Dazu gehören unter anderem Geschäftsführung und Organisation, Wirtschaft und Finanzen, Personalmanagement sowie IT-Management und Digitalisierung.

Eine messbare Bewertung soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten systematisch zu erfassen und weiterzuentwickeln. Der Ansatz verbindet Nachhaltigkeit mit betrieblichen Abläufen und der Nutzung digitaler beziehungsweise unternehmensweiter Managementstrukturen.

Das E3-Magazin ordnet das Thema in den Kontext von SAP-Lösungen und der SAP-Community ein. Genannt werden unter anderem die Bereiche ERP, Customer Relationship Management, Human Capital Management, Manufacturing Execution System, Supply Chain Management sowie KI, maschinelles Lernen und Datenplattformen.

Die Behandlung des Themas macht deutlich, dass Corporate Social Responsibility nicht als isolierte Einzelmaßnahme betrachtet wird. Vielmehr soll Nachhaltigkeit in Organisationsprozesse, Geschäftsmanagement, Personalentwicklung und technologische Systeme eingebunden werden.

Zusammenfassung: Das E3-Magazin stellt die Messbarkeit von Corporate Social Responsibility in den Mittelpunkt. Nachhaltigkeit soll in Management, Organisation, Personal, Finanzen und digitale Unternehmenssysteme integriert werden.

Quelle: E3-Magazin

Quellen: