Nachhaltigkeit im Fokus: Unternehmen, Kapitalmärkte und Klimaanpassung im Wandel

Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Nachhaltige Transformation umfasst digitale Berichte, Netzausbau, erneuerbare Finanzierungen, Emerging-Markets-Fonds und Klimaanpassung, bleibt jedoch mit regulatorischen und finanziellen Risiken verbunden.

Nachhaltigkeit zwischen Kapitalmarkt, Klimaanpassung und Unternehmenspraxis

Nachhaltige Transformation: SAP, Siemens Energy und RE Royalties im Fokus

Quelle: inv3st.de

Die Transformation hin zu sauberem Strom wird laut inv3st.de durch praktische Hürden erschwert. Der steigende Energiebedarf künstlicher Intelligenz trifft auf weltweit an Grenzen stoßende Stromnetze, während kleinere Projektentwickler mit Finanzierungs- und Regulierungsfragen umgehen müssen.

SAP unterstützt Unternehmen mit dem Sustainability Control Tower. Die Plattform bindet Nachhaltigkeitsdaten in operative Prozesse ein, verknüpft Finanzkennzahlen mit Treibhausgasemissionen nach dem GHG Protocol und unterstützt eine automatisierte Berichterstattung nach europäischen Vorgaben. SAP Joule soll Managementteams zudem bei der KI-gestützten Analyse strategischer Initiativen im Energiebereich helfen.

Siemens Energy profitiert laut Quelle vom Ausbau der Strominfrastruktur und vom wachsenden Bedarf der KI-Rechenzentren. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Auftragseingang auf 17,75 Mrd. EUR, während der Auftragsbestand mit 154 Mrd. EUR ein Rekordniveau erreichte. Das Management hob daraufhin die Prognose für das Umsatzwachstum auf 14 bis 16 % an und erwartet für 2026 vor Sondereffekten eine Ergebnismarge von 10 bis 12 %.

RE Royalties finanziert Projekte aus den Bereichen Solar, Wind, Wasserkraft, Biogas und Energiespeicher. Im Gegenzug erhält das Unternehmen Bruttoerlöslizenzen mit Laufzeiten von 15 bis 25 Jahren. Das Portfolio umfasst laut inv3st.de rund 135 Projekte, 2025 erzielte das Geschäft einen Umsatz von 6,2 Mio. CAD.

Als Beispiele nennt die Quelle die Finanzierung einer 27-MW-Solaranlage im US-Bundesstaat Pennsylvania sowie ein gesichertes Darlehen in Höhe von 8,0 Mio. USD für einen Windpark. Dieses Geschäft sieht 12 % Zinsen und eine Bruttoerlöslizenz über 5 % bis 2046 vor. Für Solaranlagen auf den Malediven stellt RE Royalties eine Fazilität von 10 Mio. CAD bereit.

Die Dividendenrendite wird mit rund 10 % angegeben. Gleichzeitig liege die Bewertung aktuell bei unter 20 Mio. CAD. PricewaterhouseCoopers wurde mit einem strategischen Überprüfungsprozess beauftragt, der Partnerschaften oder einen Verkauf des Unternehmens prüfen soll. Als Risiko nennt inv3st.de mögliche Einnahmeausfälle, falls Projektentwickler insolvent werden.

„Lieber weniger und langsamer, aber sinnvoll und belegbar.“

Infobox: SAP liefert digitale Werkzeuge für Nachhaltigkeitsberichte, Siemens Energy profitiert vom Ausbau der Netze und RE Royalties setzt auf langfristige Lizenzeinnahmen aus Erneuerbare-Energien-Projekten. Die Quelle nennt für RE Royalties eine Dividendenrendite von rund 10 %, weist aber auch auf Insolvenzrisiken bei Projektentwicklern hin.

Nachhaltiger Kapitalmarkt allein soll die Wende nicht einleiten

Quelle: Springer Nature Link

Der Beitrag „Der nachhaltige Kapitalmarkt wird die Wende nicht einleiten“ von Carmen Mausbach ist am 29. Juli 2026 veröffentlicht worden. Er erschien im Versicherungsmagazin, Band 73, auf den Seiten 46–49.

Die Quelle stellt eine Vorschau auf den Beitrag bereit. Der vollständige Artikel ist als abonnements- beziehungsweise institutionell zugänglicher Inhalt ausgewiesen.

Infobox: Der Beitrag ist am 29. Juli 2026 erschienen und behandelt den nachhaltigen Kapitalmarkt. Die bereitgestellte Quelle enthält keine weiteren nutzbaren Inhaltsangaben aus dem vollständigen Text.

Emerging Markets: Wachstum, Diversifikation und Nachhaltigkeitsfonds

Quelle: Börse Express

Börse Express stellt die These heraus, dass Emerging Markets trotz politischer Risiken, Währungsschwankungen und geopolitischer Spannungen attraktive Perspektiven bieten können. Zahlreiche Unternehmen aus Asien, Lateinamerika oder Osteuropa seien trotz verbesserter Fundamentaldaten vergleichsweise günstig bewertet, während der Bewertungsabschlag gegenüber Industrieländern als historisch hoch beschrieben wird.

Als strukturelle Treiber nennt die Quelle die Diversifizierung globaler Lieferketten, den Ausbau von Produktionskapazitäten in Indien, Vietnam und Indonesien sowie den wachsenden Binnenkonsum. Ein tendenziell schwächerer US-Dollar könne zudem die Finanzierungsbedingungen vieler Schwellenländer verbessern.

Im Mittelpunkt steht der aktiv gemanagte Raiffeisen-Nachhaltigkeit-EmergingMarkets-Aktien. Der Fonds investiert in Aktien von Unternehmen mit Sitz oder Tätigkeitsschwerpunkt in Emerging Markets. Laut Regelwerk müssen zumindest 51% des Kapitals in entsprechende Aktien investiert sein. Zudem werden zumindest 80% des Vermögens in Anlagen investiert, die zur Erfüllung ökologischer oder sozialer Merkmale und/oder nachhaltiger Anlageziele verwendet werden.

Zu den zehn größten Positionen zählen Taiwan Semiconductor Manufacturing, Samsung Electronics, SK Hynix, Nan Ya Plastics, Tencent Holdings, Globalwafers Co, ASE Technology Holding Co, Compal Electronics, Bharti Airtel und HDFC Bank. Auf diese Positionen entfallen zusammen 45,3% der Portfoliogewichtung.

MerkmalAngabe
ISINAT0000A1TB42 (ausschüttend) – AT0000A1TB34 (thesaurierend)
FondstypAktienfonds
KAGRaiffeisen KAG
Auflage15.03.2017
Performance seit Auflage95,9%
Fondsvolumen560 Mio. Euro
FondswährungEuro
Performance 1 Jahr48,8%
Performance 3 Jahre77,2%
Performance 5 Jahre46,8%
Verwaltungsgebühr2,0% p.a.
Risikoindikator4 von 7
FNG-Siegel3 Sterne

Der Fonds wurde laut Börse Express mit einem 3-Sterne-Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen ausgezeichnet. Die Quelle weist zugleich darauf hin, dass die bereitgestellten Informationen keine Anlage- oder Finanzberatung darstellen.

Infobox: Der Fonds verbindet Emerging-Markets-Aktien mit ökologischen und sozialen Anlagezielen. Die zehn größten Positionen machen 45,3% der Portfoliogewichtung aus; als zentrale Risiken werden politische Entwicklungen, Währungsschwankungen und geopolitische Spannungen genannt.

Online-Workshopreihe zu Klimaanpassung im Privatsektor

Quelle: Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt laden am 15. September 2026 zu einem Auftaktdialog ein. Die Veranstaltung bildet den Beginn einer dreiteiligen Online-Workshopreihe mit dem Titel „Privatsektor & Klimaanpassung – Von Bedarfen über Lösungen zu Umsetzung und Investitionsperspektiven“.

Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen und Potenziale, die der Klimawandel für Unternehmen mit sich bringt. Die Veranstalter wollen Erfahrungen zusammenführen, neue Kontakte ermöglichen und Unternehmen dabei unterstützen, Produkte und Dienstleistungen sichtbar zu machen sowie sich mit potenziellen Anwendern, der Forschung und Entscheidungsträgern zu vernetzen.

Die Zielgruppe umfasst Akteure aus der freien Wirtschaft, der kommunalen Klimaanpassung und kommunale Unternehmen. Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei, der Anmeldeschluss ist der 11. September 2026.

Die Workshopreihe wird im Rahmen des europäischen Projekts AdaptationHubs umgesetzt. Fresh Thoughts Consulting und das Deutsche Institut für Urbanistik organisieren sie für die drei genannten Bundesministerien.

Infobox: Der Auftaktdialog findet am 15. September 2026 online statt. Die Teilnahme ist kostenfrei; anmelden können sich Akteure aus Wirtschaft, kommunaler Klimaanpassung und kommunalen Unternehmen bis zum 11. September 2026.

Messe Frankfurt: Klimaneutralität bis 2040 als Ziel

Quelle: FAZ

Die Messe Frankfurt will bis 2040 klimaneutral sein. Geschäftsführerin Iris Jeglitza-Moshage erklärt laut FAZ, dass dafür zahlreiche kleine und große Schritte notwendig seien, zugleich aber Daten fehlten oder nur schwer beeinflussbar seien.

Von 2027 an muss die Messe Frankfurt nach der jüngsten EU-Regulierung über das sogenannte Omnibus-Verfahren Nachhaltigkeitsberichte vorlegen. Die Pflicht gilt für Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden und mehr als 450 Millionen Euro Umsatz. Die Messe Frankfurt beschäftigt weltweit mehr als 2000 Menschen und erzielte 2025 mehr als 700 Millionen Euro Umsatz.

Zur Vorbereitung führte das Unternehmen eine Wesentlichkeitsanalyse durch, befragte Gesellschafter, Kunden und Beschäftigte und ließ sich nach dem EMAS-Standard zertifizieren. Vom UN Global Compact verabschiedete sich die Messe nach eigenen Angaben, weil es zu viele Unterschiede zu den EU-Vorgaben gegeben habe und die Kommunikation mit der Global-Compact-Initiative zu kompliziert gewesen sei.

Bei den Hallen und Außenanlagen wurde der Eigenverbrauch durch technische Maßnahmen wie LED-Umrüstung und Bewegungsmelder um gut 20 Prozent gesenkt. Dieser Eigenverbrauch sei jedoch nur ein kleiner Teil der Gesamtbilanz, da die Messe den Energieverbrauch der Aussteller auf deren Ständen nicht vorschreiben könne.

Bei großen Veranstaltungen fallen laut FAZ rund zwölf Tonnen Abfall an, überwiegend Spanholzplatten. Die Messe verfügt über einen eigenen Messebau-Bereich mit nachhaltigem, wiederverwendbarem Standmaterial. Eine verpflichtende Nutzung sei jedoch wettbewerbsrechtlich heikel; außerdem würden für größere Mengen zusätzliche Lagerflächen und Transporte benötigt.

Auch der Wasserverbrauch stellt die Messe vor Herausforderungen. Die Wasserleitungen müssen regelmäßig gespült werden, selbst wenn keine Veranstaltung stattfindet. Eine Chlorierung wurde wegen der Nutzung des Wassers als Trinkwasser nicht gewählt; Regenauffangbecken seien praktisch nur bei Neubauten umsetzbar.

Ein weiterer wesentlicher Faktor für die Klimabilanz ist die An- und Abreise von Ausstellern und Besuchern. Ob Waren per Schiff oder Luftfracht nach Frankfurt transportiert werden, mache beim CO₂-Ausstoß einen gewaltigen Unterschied. Die Erhebung dieser Daten sei jedoch mit erheblichen methodischen Problemen verbunden.

Seit 2019 bezieht die Messe Ökostrom und erzeugt einen Teil selbst. Auf dem Dach der Halle 12 und auf den Verbindungsstegen wurden Solaranlagen installiert. Weitere Hallen kommen nach Angaben der Geschäftsführerin wegen Statik, Architektur oder Einsprüchen des Flughafens wegen starker Spiegelung nicht infrage.

Zwei Drittel der Mitarbeitenden kommen zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zur Arbeit. Die Dienstwagenrichtlinie schreibt mindestens Hybridfahrzeuge vor, und bei Inlandsdienstreisen soll nach Möglichkeit die Bahn genutzt werden. In der Kantine gibt es täglich vegetarische und zwei Mal in der Woche vegane Gerichte.

„Kein Greenwashing – dafür ehrliche Schritte.“

Infobox: Die Messe Frankfurt strebt Klimaneutralität bis 2040 an. Der Eigenverbrauch der Hallen und Außenanlagen wurde um gut 20 Prozent gesenkt, zugleich fallen bei großen Veranstaltungen rund zwölf Tonnen Abfall an.

Calvià und Meliá starten Wassermanagement-Projekt auf Mallorca

Quelle: fvw|TravelTalk

Die Gemeinde Calvià im Südwesten Mallorcas und Meliá Hotels International arbeiten gemeinsam mit Veolia an einem Projekt für nachhaltiges Wassermanagement. Veolia ist dabei als Unternehmen für Wasseraufbereitung und Energiegewinnung beteiligt.

Weitere Einzelheiten zum Umfang, zu konkreten Maßnahmen oder zu messbaren Ergebnissen des Projekts enthält die bereitgestellte Quelle nicht.

Infobox: Calvià, Meliá Hotels International und Veolia bündeln ihre Kräfte für nachhaltiges Wassermanagement auf Mallorca.

Quellen: