Nachhaltigkeit im Fokus: Faire Woche, Klimaschutz und neue Greenwashing-Regeln

Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion

Veröffentlicht:

Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Artikel bündelt Berichte zu Fairness, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Greenwashing-Regeln und verantwortungsvoller Unternehmensführung in mehreren Regionen.

Greifswald setzt auf faire Woche mit Aktionen zu Handel, Nachhaltigkeit und Klima

Greifswald beteiligt sich vom 11. bis 15. September an der bundesweiten Fairen Woche. Die Hansestadt gehört laut Ostsee Zeitung seit fast sieben Jahren zu den Fairtrade-Städten in Deutschland und verbindet die Aktionswoche mit Veranstaltungen zu fairem Handel, Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Mit den geplanten Aktionen soll die Bedeutung eines fairen und umweltbewussten Wirtschaftens sichtbar gemacht werden. Weitere konkrete Angaben zu einzelnen Veranstaltungen enthält der vorliegende Beitrag der Ostsee Zeitung nicht.

Zusammenfassung: Greifswald beteiligt sich vom 11. bis 15. September an der Fairen Woche und stellt dabei fairen Handel, Nachhaltigkeit und Klima in den Mittelpunkt.

Erasmus+-Projekte in Eupen machen Nachhaltigkeit praktisch erfahrbar

In Eupen zeigen zwei Erasmus+-Projekte, wie Nachhaltigkeit durch praktische Erfahrungen vermittelt werden kann. Das berichtet das GrenzEcho. Im Mittelpunkt stehen ein Fahrradkino, ein Energiekoffer und die Frage, wie sich der Gartenbau an den Klimawandel anpassen kann.

Beim Fahrradkino erzeugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den benötigten Strom selbst: Ein Fahrrad, ein Generator und eine Leinwand gehören zur Ausstattung. Der Film läuft nur, wenn jemand in die Pedale tritt. Das Projekt „Akku leer – und jetzt?“ soll Energie auf diese Weise unmittelbar begreifbar machen.

Die Projekte setzen damit nicht allein auf Diskussionen über Nachhaltigkeit. Stattdessen werden Energieverbrauch, Klimaanpassung und berufliche Perspektiven durch konkrete Anwendungen und Lernangebote vermittelt.

Zusammenfassung: Zwei Erasmus+-Projekte in Eupen verbinden Nachhaltigkeitsbildung mit praktischen Anwendungen wie einem Fahrradkino und Angeboten zur Klimaanpassung im Gartenbau.

WirtschaftsWoche prüft nachhaltige Mischfonds, Rendite, Risiken und KI

Die WirtschaftsWoche kündigt einen Check nachhaltiger Mischfonds mit den Schwerpunkten Rendite, Risiken und künstliche Intelligenz an. Der Beitrag trägt den Titel „Geldanlage: Nachhaltige Mischfonds im Check – Rendite, Risiken und KI“ und stellt ein Ranking der Top-Mischfonds im Nachhaltigkeits-Check in Aussicht.

Der vorliegende Quelltext enthält dazu jedoch überwiegend nicht nutzbare Platzhaltertexte. Konkrete Fondsnamen, Renditen, Risikowerte, Kursentwicklungen oder Angaben zum Einsatz von KI sind darin nicht enthalten.

Zusammenfassung: Die WirtschaftsWoche kündigt einen Nachhaltigkeits-Check von Mischfonds an; belastbare Daten zu Fonds, Rendite oder Risiken liegen im vorliegenden Inhalt nicht vor.

VHS im Kreismuseum Syke startet Semester mit nachhaltigem Programm

Die Volkshochschule des Landkreises Diepholz hat ihr Semester im Sommergarten des Kreismuseums Syke eröffnet. Das Motto lautet „Zukunft gemeinsam (fair) handeln – wissen, was unseren Landkreis auch morgen lebenswert macht“, wie der Weser-Kurier berichtet.

Die Veranstaltung verband regionale Spezialitäten, praktische Angebote, traditionelles Wissen und einen wissenschaftlichen Vortrag. Landrat Volker Meyer eröffnete den Termin im Namen des Kreistages, der Kreisverwaltung, der Volkshochschule und des Kreismuseums. Er rief dazu auf, sich zu informieren, mitzudenken, mitzureden und mitzugestalten, weil Natur, Landwirtschaft und Wirtschaft zusammengehörten.

„Wir brauchen Menschen, die sich informieren, mitdenken, mitreden und mitgestalten, denn Natur, Landwirtschaft und Wirtschaft gehören zusammen.“

Zum Programm gehörten Informationen über Energiesparen und Klimaschutz. Der Klimaschutzmanager Martin Wesselink stellte das Projekt „Energiekreise“ vor, das bei Fragen zum Energiesparen beraten und Ratsuchende an die zuständigen Fachabteilungen weitervermitteln soll.

Auch Fermentieren war Bestandteil des Programms. Kursleiterin Birgit Kleinbeil stellte die traditionelle Methode vor, die bereits genutzt wurde, als es noch keine Einkochmöglichkeiten gab. Nach ihrer Darstellung erlebt das Verfahren heute wieder eine neue Bedeutung.

„Wer sich bewusst ernähren möchte, der nutzt diese Methode, denn sie ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch nachweislich entzündungshemmend.“

Für die Besucher gab es außerdem Brot, Chutneys und Aufstriche. Die Brotbäckerin des Kreismuseums, Jutta Radeke, bereitete Brot zu, das auf Buchenholz gebacken wurde. Kursleiter Hermann Greve präsentierte 30 verschiedene Apfelsorten, darunter „Jakob Fischer“, „Mohringer Rose“, „Ribston Pepping“ und „Kaiser Wilhelm“.

AngebotInhalt
KlimaschutzInformationen zu Energiesparen und Klimaschutz durch das Projekt „Energiekreise“
FermentierenWorkshop zur traditionellen Konservierungsmethode
ApfelsortenPräsentation von 30 verschiedenen Apfelsorten
BrotbackenAuf Buchenholz gebackenes Brot mit Chutneys und Aufstrichen

Im Gesseler Forum sprachen die Wissenschaftlerinnen Adelheid Böckmann und Neneh Braum von der Universität Vechta über die Bedeutung von Beteiligung, gemeinsamem Handeln und lokalen Initiativen. Nach ihrer Einschätzung sollten Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die Nachhaltigkeitstransformation gemeinsam begleiten. Außerdem sollten Erfolge kommunaler Projekte sichtbarer gemacht werden.

In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass Wissenschaft und kommunale Vorzeigeprojekte teilweise nur wenig voneinander wissen. Martin Wesselink fasste den Gedanken mit dem Satz „Tu Gutes und sprich darüber“ zusammen.

„Tu Gutes und sprich darüber“

Zusammenfassung: Die VHS im Landkreis Diepholz verbindet ihr neues Semesterprogramm mit Energiesparen, Klimaschutz, Fermentieren, regionalen Produkten und wissenschaftlichen Perspektiven auf gemeinsames Handeln.

Wiener Zeitung: Neue Regeln sollen Greenwashing eindämmen

Die Wiener Zeitung berichtet über die Richtlinie zur Stärkung der Verbraucherinnen und Verbraucher für den ökologischen Wandel. Die sogenannte EmpCo wird ab 27. September wirksam. Begriffe wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“, „grün“ oder „nachhaltig“ sollen demnach nicht mehr verwendet werden dürfen, wenn dafür keine belastbaren Nachweise vorliegen.

Die Vorgaben beziehen sich laut Beitrag nicht nur auf schriftliche Aussagen. Auch mündliche Aussagen, Bilder, Farben und Symbole müssten belegbar sein. Damit gerät beispielsweise ein grünes Blatt auf einer Verpackung in den Blick, wenn es lediglich einen nachhaltigen Eindruck vermitteln soll, ohne eine nachprüfbare Grundlage zu haben.

Unternehmen stehen dadurch vor der Aufgabe, ihre Kommunikation zu überprüfen und anzupassen. Betroffen sind unter anderem Websites, soziale Medien und andere Werbemittel. Die Autorin beschreibt diese Umstellung als zusätzliche bürokratische Belastung, sieht in einer transparenteren und nachweisbasierten Kommunikation jedoch auch einen Vorteil für Konsumentinnen und Konsumenten.

Die Wiener Zeitung stellt die EmpCo außerdem der sogenannten Green Claims Directive gegenüber. Während Unternehmen nach der EmpCo Nachweise für Umweltaussagen bereithalten müssen, erfolgt eine Prüfung laut Beitrag nicht automatisch. Erst im Fall einer Klage würde ein Gericht prüfen, ob die Nachweise ausreichen.

Der Entwurf der Green Claims Directive habe hingegen eine verpflichtende Vorabprüfung durch unabhängige, akkreditierte Stellen vorgesehen. Die EU-Kommission zog diesen Vorschlag laut Beitrag zurück, nachdem die konservative EVP-Fraktion ihre Unterstützung verweigert hatte. Das Verfahren sei seither „ausgesetzt“.

RegelwerkIm Beitrag beschriebener Ansatz
EmpCoUmweltaussagen müssen mit Nachweisen belegt werden; eine automatische Vorabprüfung findet nicht statt.
Green Claims DirectiveDer Entwurf sah eine verpflichtende Vorabprüfung durch unabhängige, akkreditierte Stellen vor.

Zusammenfassung: Die EmpCo wird ab 27. September wirksam und verlangt Nachweise für ökologische Werbeaussagen. Die weitergehende Green Claims Directive mit verpflichtender Vorabprüfung wurde laut Wiener Zeitung zurückgezogen; das Verfahren ist „ausgesetzt“.

Wirtschaftsvertreter diskutieren in Alpbach Nachhaltigkeit, Führung und Aufsicht

Beim European Forum Alpbach und bei begleitenden Veranstaltungen diskutierten Expertinnen und Experten, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie jüngere Generationen über Nachhaltigkeit, Führung und Aufsichtsratsarbeit. Leadersnet berichtet, dass die Themen von weiblicher Führung und Klimaschutz über Digitalisierung bis zur Unternehmensnachfolge reichten.

Mehrere Formate waren mit der Unternehmerin Birgit Kraft-Kinz verbunden. Dazu gehörten ein Treffen der Frauenplattform Granat, der Generaldialog von CEOs for Future und der Aufsichtsrat-Expert:innen-Circle.

Granat stellt weibliche Führung in den Mittelpunkt

Die Frauenplattform Granat lud am 31. August zu einem Cocktailempfang nach Alpbach ein. Im Mittelpunkt standen weibliche Führung, wirtschaftliche Herausforderungen und die Frage, welchen Beitrag strategische Netzwerke in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit leisten können.

Nach Angaben der Veranstalterinnen ging es darum, weibliche Führungskräfte sichtbarer zu machen, Marktbarrieren zu überwinden und den Austausch zwischen Entscheidungsträgerinnen verschiedener Branchen zu stärken. Netzwerke wurden als Möglichkeit beschrieben, Wissen weiterzugeben, Kooperationen anzustoßen und neue wirtschaftliche Impulse zu entwickeln.

Infobox: Granat verband den Austausch über weibliche Führung mit Fragen zu wirtschaftlichen Herausforderungen, Sichtbarkeit und strategischer Vernetzung.

CEOs for Future verbindet Nachhaltigkeit mit Wettbewerbsfähigkeit

Beim Treffen von CEOs for Future stand die nachhaltige Transformation im Zentrum. Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Organisationen und Jugendinitiativen diskutierten über Klimaschutz, Energiewende, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und Digitalisierung.

Darüber hinaus ging es um die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und volatilen Rohstoffmärkten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer berieten auch darüber, wie digitale Werkzeuge für Transformationsprozesse eingesetzt und jüngere Generationen stärker in Entscheidungen einbezogen werden können.

CEOs for Future versteht sich laut Leadersnet als branchen- und generationenübergreifende Plattform. Birgit Kraft-Kinz verwies auf die Verbindung zwischen nachhaltiger Transformation und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit.

Infobox: Im Mittelpunkt des CEOs-for-Future-Treffens standen ökologische Transformation, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und generationenübergreifende Entscheidungen.

Aufsichtsrats-Expert:innen-Circle befasst sich mit neuen Anforderungen

Der von Digital Hub Vienna initiierte und von Kraftkinz unterstützte Aufsichtsrat-Expert:innen-Circle brachte auch 2026 Aufsichtsrätinnen und Aufsichtsräte sowie Fachleute in Alpbach zusammen. Der ARC bot einen vertraulichen Rahmen für den Erfahrungsaustausch.

Auf der Agenda standen Corporate Governance und Compliance ebenso wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Nachhaltigkeit, geopolitische Risiken und Nachfolgeplanung. Damit wurde Nachhaltigkeit in einen größeren Zusammenhang mit Kontrolle, Risiko und strategischer Unternehmensführung gestellt.

Die Beteiligten betonten laut Leadersnet die Bedeutung unterschiedlicher Perspektiven für unternehmerische Entscheidungen. Dialog und Vertrauen seien angesichts zunehmender Regulierung, geopolitischer Unsicherheiten und komplexer Investitionsentscheidungen besonders relevant.

Themen des ARCSchwerpunkt
Corporate Governance und ComplianceAnforderungen an Kontrollgremien
Digitalisierung und künstliche IntelligenzTechnologische Entwicklungen in der Aufsicht
CybersecurityUmgang mit digitalen Risiken
NachhaltigkeitEinbindung ökologischer Themen in die Aufsicht
Geopolitische RisikenBewertung externer Unsicherheiten
NachfolgeplanungVorbereitung von Unternehmensübergängen

Zusammenfassung: Die Alpbacher Formate behandelten Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven: als Thema weiblicher Führung, als Bestandteil wirtschaftlicher Transformation und als Aufgabe von Aufsichtsräten und Kontrollgremien.

Quellen: