Nachhaltigkeit im Check: Verwaltung, Unternehmen und Alltag im Pressespiegel
Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel zeigt Nachhaltigkeitsinitiativen in Verwaltung, Stadtgesellschaft und Unternehmen, beleuchtet aber auch Lücken und Zielkonflikte.
Nachhaltigkeit zwischen Verwaltung, Unternehmen und Alltag: der Pressespiegel
Nachhaltigkeitsbericht der Aachener Verwaltung spart Tierhaltung aus
Die Aachener Zeitung kritisiert, dass der umfangreiche Nachhaltigkeitsbericht der Verwaltung zentrale Aspekte der Nachhaltigkeit nicht behandelt. In dem Bericht mit 162 Seiten finden sich laut Quelle genau 21 Vorkommen des Wortes „Tiere“ – davon achtmal im Zusammenhang mit „Quartiere“, je zweimal wegen „präsentieren“, „implementieren“ und „profitieren“ sowie je einmal wegen „investieren“, „reglementieren“, „resultierende“ und „garantieren“.
Nur drei Tiere kommen ohne weitere Buchstaben davor oder dahinter in dem Werk vor. „Streuobstwiesen“ und „Steinkauz“ werden als die auffälligsten Beispiele genannt. Begriffe wie Fleisch, Tierhaltung und Tierwohl fehlen dagegen vollständig.
Die Zeitung bewertet diese Auslassung als Widerspruch zur Klimapolitik. Die Kritik lautet, dass Nachhaltigkeit nicht am Tellerrand enden dürfe, wenn Ernährung, Landwirtschaft und Tierhaltung für ökologische Fragen relevant sind.
| Aspekt | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Umfang des Berichts | 162 Seiten |
| Vorkommen des Wortes „Tiere“ | 21 |
| Einzeln vorkommende Tiere | 3 |
Zusammenfassung: Die Aachener Zeitung bemängelt, dass der Nachhaltigkeitsbericht der Verwaltung Tierhaltung, Tierwohl und Fleisch nicht berücksichtigt.
Dormagen lädt zum Nachhaltigkeitsmarkt in die Stadtbibliothek
Wie RP Online berichtet, veranstaltet Dormagen in der Stadtbibliothek einen Nachhaltigkeitsmarkt unter dem Motto „Markt der guten Möglichkeiten – Mitmachen, Neues entdecken!“. Das Umweltteam der Stadt lädt dazu am Samstag von 11 bis 15 Uhr in die Stadtbibliothek am Marktplatz 1 ein.
Vereine, Initiativen und Schulen präsentieren praktische Tipps und Aktionen. Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW bietet die Stadt kostenlose Energieberatungen an, für die kein Termin erforderlich ist. Besucher können sich zu Photovoltaik, Heizungstausch und energetischer Sanierung informieren.
Das Umweltteam zeigt außerdem, wie aus Altpapier praktische Briefumschläge entstehen. Die Essensretter informieren darüber, wie Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann, und bieten gerettete Lebensmittel zum Probieren oder Mitnehmen an.
Weitere Beiträge kommen vom Projekt „Gemeinschaftsacker“, von der Schülerfirma des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden und von der „Schokofahrt Dormagen“. Dabei geht es unter anderem um fairen Handel im Schulalltag und den emissionsfreien Transport von Schokolade nach Dormagen.
Für Kinder führt das Kölner Gorilla Ernährungstheater um 11 und 13 Uhr in der Kinderabteilung das interaktive Theaterstück „Das Rätsel der fairen Schokolade“ auf.
- Kostenlose Energieberatung ohne Termin
- Upcycling von Altpapier zu Briefumschlägen
- Gerettete Lebensmittel zum Probieren oder Mitnehmen
- Informationen zu fairem Handel und emissionsfreiem Schokoladentransport
- Interaktives Kindertheater um 11 und 13 Uhr
Infobox: Der Nachhaltigkeitsmarkt findet am Samstag von 11 bis 15 Uhr in der Stadtbibliothek Dormagen statt. Im Mittelpunkt stehen praktische Energie-, Ernährungs- und Konsumangebote.
Mittweidaer Unternehmen verarbeitet nachwachsende und recycelte Materialien
Die Freie Presse stellt die Firma CKT-Ökoplast aus Mittweida vor. Das Unternehmen fertigt Bauteile und Gegenstände aus Kunststoff und setzt dabei auf nachwachsende Rohstoffe sowie recycelte Materialien.
Das Spektrum reicht laut Quelle vom Eislöffel bis zum Möbeldübel. Junge Leute sind eingeladen, das Unternehmen kennenzulernen und sich ein Bild von den Herstellungsverfahren und dem Nachhaltigkeitsansatz zu machen.
Zusammenfassung: CKT-Ökoplast verbindet Kunststoffproduktion mit dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe und recycelter Materialien.
Fairphone 6+ im Praxistest: Reparierbarkeit als Kern des Nachhaltigkeitsversprechens
Utopia.de berichtet über das Fairphone 6+ und bewertet das Smartphone im Praxistest. Das Gerät kostet 649 Euro und soll neben mehr Leistung vor allem durch Reparierbarkeit, modulare Bauteile und eine lange Software-Unterstützung überzeugen.
Zum Lieferumfang gehört ein Torx-5-Schraubendreher. Insgesamt zwölf interne Komponenten lassen sich laut Quelle selbst austauschen, darunter Display, Akku, USB-C-Anschluss und Kameras. Ein neues Display kostet im Herstellershop knapp 90 Euro, ein Ersatz-Akku 40 Euro und das Hauptkameramodul 70 Euro.
Mehr als 50 Prozent der Gesamtmasse sollen aus fair gewonnenen oder recycelten Materialien bestehen. Bei den Kunststoffen liegt der Anteil des sogenannten Post-Consumer-Rezyklats laut Hersteller bei über 93 Prozent. Das Gerät gilt außerdem als vollständig Elektroschrott-neutral.
Utopia.de hebt die langfristige Nutzbarkeit hervor. Das Fairphone 6+ wird mit Android 16 ausgeliefert und soll garantierte Software-Updates bis zum Jahr 2033 erhalten. Zusätzlich kann das Smartphone mit dem Google-freien Betriebssystem e/OS erworben werden.
| Merkmal | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Preis | 649 Euro |
| Austauschbare Komponenten | 12 |
| Display | knapp 90 Euro |
| Ersatz-Akku | 40 Euro |
| Hauptkameramodul | 70 Euro |
| Recycelte oder fair gewonnene Materialien | Mehr als 50 Prozent |
| Post-Consumer-Rezyklat bei Kunststoffen | über 93 Prozent |
| Software-Updates | bis zum Jahr 2033 |
Beim Arbeitsspeicher bietet das Plus-Modell zwölf Gigabyte RAM. Als Prozessor kommt der Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4 zum Einsatz. Im Vergleich dazu verfügt das weiterhin erhältliche Fairphone 6 über 8 GB RAM und den Snapdragon 7s Gen 3. Utopia.de nennt außerdem die neue Gehäusefarbe Cobalt Blue.
Im Alltag läuft das Gerät bei Standard-Apps flüssig, ein deutlicher Geschwindigkeitsunterschied zum normalen Fairphone 6 sei jedoch kaum feststellbar. In Benchmark-Tests erreichte das Smartphone im Single-Core-Test von Geekbench 6 bis zu 1.302 Punkte und im Multi-Core-Test rund 3.616 Punkte. Für anspruchsvolle, grafikintensive 3D-Spiele stoße der Adreno-Grafikchip schneller an seine Grenzen als die Konkurrenz.
Das Display ist 6,31 Zoll groß und erreicht eine Helligkeit von bis zu 1.400 Nits. Es passt seine Bildrate automatisch an. Kritisch beurteilt werden die breiten, asymmetrischen Displayränder, die Dicke von fast 10 Millimetern sowie das Gewicht von 191 bis 193 Gramm.
Der Akku hat eine Kapazität von 4.415 mAh. Im PCMark-Akkutest hielt das Fairphone 6+ nur gute 12 Stunden durch und damit anderthalb Stunden weniger als das Fairphone 6. Geladen wird mit 30 Watt.
Das Kamerasystem besteht aus einem 50-Megapixel-Hauptsensor von Sony Lytia 700C mit optischer Bildstabilisierung und einem 13-Megapixel-Ultraweitwinkelobjektiv. Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht ordentliche Fotos mit natürlichen Farben und scharfen Details. Makroaufnahmen gelingen laut Praxistest hervorragend.
Schwächen zeigt das Smartphone beim zehnfachen Digitalzoom, der häufig verwaschene Ergebnisse liefert. Auch die Bildverarbeitung arbeitet laut Utopia.de teilweise inkonsistent; Software-Updates könnten diese Probleme möglicherweise verbessern.
„Das Fairphone 6+ ist zweifellos ein gut verarbeitetes Smartphone, das es mit der Nachhaltigkeit ernst meint.“
Utopia.de hält den Aufpreis von 50 bis 100 Euro gegenüber dem Standardmodell für schwer zu rechtfertigen, weil das Leistungsplus im Alltag kaum spürbar sei. Für Neukäufer, die das Gerät möglichst lange behalten möchten, könne das Plus-Modell wegen der zwölf GB RAM und des Supports bis 2033 interessant sein. Wer vor allem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, fahre mit dem günstigeren Fairphone 6 wahrscheinlich besser.
- Chancen: zwölf austauschbare Komponenten, fünf Jahre Herstellergarantie, Updates bis 2033 und mehr als 50 Prozent fair gewonnene oder recycelte Materialien.
- Risiken: schwächere Akkulaufzeit, breite Displayränder, Schwächen beim Digitalzoom und ein im Alltag kaum spürbares Leistungsplus.
Infobox: Das Fairphone 6+ setzt laut Utopia.de bei Reparierbarkeit und Langlebigkeit Maßstäbe. Der Preis beträgt 649 Euro, während der Aufpreis gegenüber dem Standardmodell mit 50 bis 100 Euro angegeben wird.
Green Teams rücken Nachhaltigkeit in die Mitte der Unternehmen
Das Portal energiezukunft berichtet über das Green Teams Netzwerktreffen, das am 29. und 30. Oktober 2026 in Berlin stattfindet. Im Mittelpunkt stehen Mitarbeitende aus Unternehmen und Organisationen, die Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz voranbringen wollen.
Die Veranstaltung bietet Praxisimpulse, Workshops und Begegnungsformate. Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Greeny Awards 2026. Anmeldungen sind laut Quelle ab sofort möglich; die Teilnahme ist kostenfrei und kann auch auf nur einen der beiden Tage begrenzt werden.
Als Beispiele für erfolgreiche Projekte nennt energiezukunft die fünf Gewinnerprojekte des Greeny Awards 2025. Das Green Team der CIMA Beratung und Management GmbH entwickelte eine Gemeinwohlbilanzierung. Mitarbeitende der Deutschen Industrie Video System GmbH fanden eine Möglichkeit, gebrauchte Servergehäuse weiterzuverwenden.
Auf dem Unternehmenscampus der Schindler Deutschland AG & Co. KG schafft ein Naturgarten Lebensräume für Insekten und dient zugleich als öffentlicher Lernort. Das Green Team des Universitätsklinikums Düsseldorf integrierte mit dem Wahlfach „Nachhaltigkeit in der Medizin“ den Klimawandel im Gesundheitssystem in die Ausbildung.
Den ersten Platz belegten 2025 die „Tage der Nachhaltigkeit“ der Universität zu Köln. Einreichungen für den Greeny Award in diesem Jahr sind laut Quelle ab sofort online möglich.
„Nachhaltige Veränderung beginnt nicht immer in der Chefetage. Oft beginnt sie damit, dass Mitarbeitende eine Idee haben, sich zusammentun und einfach anfangen.“
Tim Riedel, Mitorganisator des Green Teams Netzwerks, beschreibt Green Teams als Möglichkeit für Mitarbeitende, angesichts von Hitzewellen und Waldbränden wirksam zu werden. Der Hebel im Job sei größer, als wenn nur das eigene Konsumverhalten verändert werde.
Zu den angekündigten Sprecherinnen und Sprechern gehören Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft, und Esin Rager, ehemalige Vizepräsidentin des FC St. Pauli. Die Workshops befassen sich unter anderem mit Handlungsspielräumen in der Klimakrise, der Zusammenarbeit von Green Teams und Gewerkschaften sowie dem Umgang mit Widerständen.
| Veranstaltung | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Ort | Berlin |
| Termin | 29. und 30. Oktober 2026 |
| Teilnahme | kostenfrei |
| Greeny-Award-Projekte 2025 | 5 Gewinnerprojekte |
Zusammenfassung: Das Green Teams Netzwerktreffen will zeigen, wie Mitarbeitende Nachhaltigkeit aus eigener Initiative in Unternehmen und Organisationen verankern können.
Joghurtverpackungen: Gewicht, Transport und Recycling entscheiden mit
Watson.de warnt davor, die Nachhaltigkeit von Joghurt allein anhand des Verpackungsmaterials zu beurteilen. Neben der Recyclingfähigkeit seien auch das Gewicht, die benötigte Materialmenge und die Transportwege relevant.
Unter Berufung auf Katharina Istel, Referentin für Kreislaufwirtschaft beim Nabu, erklärt die Quelle, dass Plastik beim Transport „unschlagbar leicht“ sei. Gleichzeitig sei der Rohstoff problematisch, weil seine Herstellung meist auf Erdöl beruhe und zersetztes Plastik als Mikroplastik in die Umwelt gelangen könne.
Auch Glas sei nicht automatisch die bessere Wahl. Herstellung und Einschmelzen beim Recycling kosteten viel Energie. In vielen Fällen schneide Joghurt im Plastikbecher deshalb besser ab als Joghurt im Einweg-Glas.
„Auf Joghurt und Desserts in Einweg-Gläsern sollte man unbedingt verzichten.“
Mehrweggläser werden als sinnvolle Option beschrieben, wenn der Joghurt aus regionalen Betrieben stammt und nicht wegen des höheren Gewichts durch das Land transportiert wird. Bei Kunststoff komme es zudem auf die Art des Materials an: Becher aus Polypropylen würden häufiger recycelt und seien daher ökologisch empfehlenswert. Verbraucher erkennen diesen Kunststoff am Recyclingcode „05“.
Als besonders umweltschonende Möglichkeit nennt Watson.de die Herstellung von Joghurt zu Hause. Mehrweggläser oder andere Behälter können dabei häufig wiederverwendet werden; einige Geräte kommen ohne Strom aus. Außerdem lassen sich Geschmacksrichtungen und vegane Varianten selbst bestimmen.
Für gekauften Joghurt empfiehlt die Quelle, alle Bestandteile der Verpackung korrekt zu entsorgen und lieber einen großen Joghurtbecher statt vieler kleiner Becher zu kaufen.
- Gewicht und Transportweg in die Entscheidung einbeziehen
- Einweg-Gläser vermeiden
- Bei Kunststoff auf Polypropylen und den Recyclingcode „05“ achten
- Verpackungen vollständig und korrekt entsorgen
- Einen großen Becher statt vieler kleiner Becher wählen
Infobox: Laut Watson.de ist Mehrwegglas vor allem bei regionalem Joghurt sinnvoll. Bei Kunststoffbechern wird Polypropylen mit dem Recyclingcode „05“ als ökologisch empfehlenswert bezeichnet.
Quellen:
- Wenn Nachhaltigkeit am Tellerrand endet
- Am Samstag in der Stadtbibliothek: Von Altpapier bis Schokolade – Dormagens Markt der guten Möglichkeiten
- Von Eislöffel bis Möbeldübel: Firma aus Mittweida setzt auf Nachhaltigkeit
- Fairphone 6+ im Praxistest: Nicht nur bei der Nachhaltigkeit unschlagbar
- Green Teams Netzwerktreffen in Berlin: Nachhaltigkeit kommt aus der Mitte der Unternehmen
- Joghurt im Plastikbecher oder Glas? Viele begehen beim Einkauf diesen Fehler