Nachhaltigkeit im Alltag und Unternehmen: Bildung, Naturschutz und Investitionen im Fokus
Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Artikel zeigt Nachhaltigkeitsimpulse in Bildung, Tierhaltung, Naturschutz, Gebäuden und Unternehmen sowie wirtschaftliche und politische Hürden.
Nachhaltigkeit im Alltag: Bildung, Tierhaltung und Naturschutz im Fokus
Baunach: Nachhaltigkeit spielerisch lernen
Die Grundschulen im Landkreis Bamberg erhalten auch in diesem Jahr das „Möhrchen“-Hausaufgabenheft. Stellvertretend für alle Schulen nahm die Grundschule Baunach die Hefte am 23. Juli 2026 persönlich von Landrat Johannes Maciejonczyk entgegen, wie „Der Neue Wiesentbote“ berichtet.
Das Heft soll Kinder frühzeitig für Nachhaltigkeit, Fairen Handel sowie Klima- und Umweltschutz sensibilisieren. „Unser Ziel ist es, bereits die Jüngsten für nachhaltiges Handeln zu begeistern und ihnen altersgerechte Zugänge zu wichtigen Zukunftsthemen zu ermöglichen“, betonte Landrat Maciejonczyk bei der Übergabe.
Bereitgestellt wird das Hausaufgabenheft jährlich von den Fachbereichen „Nachhaltige Entwicklung“ und „Klimaschutz“ am Landratsamt Bamberg für die künftigen Viertklässler. Neben der Funktion als organisatorischer Begleiter im Schulalltag enthält es Informationen und Mitmachangebote zu nachhaltigen Lebensweisen.
Kindgerechte Illustrationen, kurze Wissensbeiträge, Rätsel und interaktive Seiten sollen die Inhalte spielerisch vermitteln. Nach Angaben der Quelle wurde das kostenlose Heft nach Bedarf an alle künftigen Viertklässler der Grundschulen im Landkreis Bamberg verteilt.
Infobox: Das „Möhrchen“-Hausaufgabenheft verbindet schulische Organisation mit Informationen und Mitmachangeboten zu Nachhaltigkeit, Fairem Handel sowie Klima- und Umweltschutz. Quelle: „Der Neue Wiesentbote“.
Hannover informiert über verantwortungsvolle Haustierhaltung
Die Landeshauptstadt und Region Hannover stellt die Broschüre „Haustiere sind keine Spielzeuge“ vor. Die Veröffentlichung enthält Tipps und Hinweise, über die sich Menschen vor der Anschaffung eines Haustieres Gedanken machen sollten, berichtet Hannover.de.
Im Mittelpunkt stehen die Haustierhaltung und die Aspekte, die vor einer Anschaffung berücksichtigt werden sollten. Der Titel der Broschüre weist darauf hin, dass Haustiere nicht als Spielzeug betrachtet werden sollen.
Text und Bilder stammen von Chris Santillana Schiffczyk und entstanden im Rahmen des Freiwilligen ökologischen Jahres im Nachhaltigkeitsbüro. Die Broschüre steht als PDF zur Verfügung und hat eine Größe von 9,13 MB.
Die Internetseite von Hannover.de wurde am 24.07.2026 zuletzt aktualisiert. Mit der Veröffentlichung will das Nachhaltigkeitsbüro nach Angaben der Quelle Orientierung für eine bewusste Entscheidung vor der Anschaffung eines Haustieres geben.
Infobox: Die Broschüre „Haustiere sind keine Spielzeuge“ thematisiert verantwortungsvolle Haustierhaltung und Entscheidungshilfen vor der Anschaffung. Quelle: Hannover.de.
Nationalpark Wattenmeer zertifiziert 17 Nachhaltigkeitsguides
Im Nationalpark Wattenmeer vermitteln zertifizierte Nachhaltigkeitsguides den Zusammenhang zwischen Natur und nachhaltigem Handeln. Der NDR berichtet, dass in diesem Jahr 17 Nachhaltigkeitsguides von der Nationalparkverwaltung Wattenmeer zertifiziert worden sind.
Zu ihnen gehört Sesle Jacobs, die gebürtig von der Insel Föhr ist und unter anderem in St. Peter Ording Wattführungen anbietet. Sie nennt sich die „Wattfriesin“ und widmet ihre Nachhaltigkeits-Kurse nicht nur Möwen, Muscheln und anderen Meeresbewohnern, sondern auch der Verbindung von Natur und Nachhaltigkeit.
Auch Melanie Lübke wurde neu als Nachhaltigkeits-Guide zertifiziert. Die auf Sylt beheimatete Guide führt Gäste unter anderem an den Strand, um diesen zu säubern.
„Nachhaltigkeitsguides im Nationalpark Wattenmeer“ vermitteln den Teilnehmenden die Verbindung von Natur und Nachhaltigkeit.
Die Angebote reichen damit von Wattführungen bis zu praktischen Einsätzen am Strand. Im Mittelpunkt steht laut NDR die Aufgabe, Naturerlebnisse mit einem Bewusstsein für Umweltschutz und nachhaltiges Verhalten zu verbinden.
Infobox: 17 Nachhaltigkeitsguides wurden in diesem Jahr von der Nationalparkverwaltung Wattenmeer zertifiziert. Quelle: NDR.de.
Julius Meinl: Nachhaltigkeit als Investition in die Zukunftsfähigkeit
Carina Needham, Global Sustainability Director bei Julius Meinl, beschreibt Nachhaltigkeit als Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Das berichtet „markenartikel-magazin.de“ im Zusammenhang mit dem Kaffeeunternehmen Julius Meinl.
Der Beitrag ordnet die Aussage in die Berichterstattung des Magazins über Unternehmen, Markenführungsstrategien und Managementkonzepte ein. Eine ausführliche Darstellung konkreter Maßnahmen oder Kennzahlen des Unternehmens enthält der bereitgestellte Inhalt nicht.
Die Veröffentlichung führt Carina Needham als Global Sustainability Director bei Julius Meinl auf. Das Magazin erscheint im Hamburger New Business Verlag und wird vom Markenverband e.V., Berlin, herausgegeben.
Infobox: Julius Meinl stellt Nachhaltigkeit im Titel des Beitrags als Investition in die Zukunftsfähigkeit dar. Quelle: „markenartikel-magazin.de“.
VDIV und EnBW starten Publikationsreihe für nachhaltige Gebäudekonzepte
Der VDIV Deutschland und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG bauen ihre Nachhaltigkeitspartnerschaft für den Gebäudebestand aus. Wie verbaende.com berichtet, starten beide Partner eine neue Fachpublikationsreihe für Wohnungseigentümergemeinschaften, Verwaltungsbeiräte und Immobilienverwaltungen.
Die Reihe soll bei der strukturierten Prüfung, Planung und Umsetzung nachhaltiger Versorgungs- und Gebäudekonzepte unterstützen. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, welche Maßnahmen zum jeweiligen Gebäude passen, wie sie wirtschaftlich finanziert und dauerhaft betrieben werden können und welche Rahmenbedingungen vor einer Beschlussfassung zu klären sind.
Die Partnerschaft verbindet energiewirtschaftliches Know-how mit Erfahrungen aus der professionellen Immobilienverwaltung. Dadurch soll Orientierung für belastbare Entscheidungen in Wohnungseigentümergemeinschaften gegeben werden.
Den Auftakt bildet die Fachpublikation „Gebäudenahe Photovoltaik – Ein Leitfaden für Wohnungseigentümergemeinschaften“. Sie erläutert, wie Solarstrom am eigenen Gebäude genutzt werden kann und welche Besonderheiten bei Photovoltaikprojekten im gemeinschaftlichen Eigentum zu berücksichtigen sind.
Der Leitfaden behandelt zentrale Prüfpunkte. Dazu gehören der Zustand von Dach und Elektrik, Statik, Leitungswege und Messkonzepte ebenso wie Finanzierung, Versicherung, Betreiberrollen, Abrechnung und Beschlussfassung.
Außerdem ordnet die Publikation verschiedene Betriebskonzepte ein:
- Volleinspeisung
- Allgemeinstromversorgung
- Mieterstrom
- gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
- Einzelanlagen
- Steckersolargeräte
Infobox: Die neue Publikationsreihe soll Wohnungseigentümergemeinschaften und Immobilienverwaltungen bei nachhaltigen Gebäude- und Versorgungskonzepten unterstützen. Der erste Leitfaden behandelt gebäudenahe Photovoltaik und verschiedene Betriebskonzepte. Quelle: verbaende.com.
Unternehmen suchen weiterhin nach dem wirtschaftlichen Nutzen von Nachhaltigkeit
Viele Unternehmen sehen bislang keinen eindeutigen Business Case für Nachhaltigkeit. Nach Angaben der „Börsen-Zeitung“ zeigt der Sustainability Transformation Monitor, dass 83% der befragten Unternehmen keinen Business Case für Nachhaltigkeit sehen.
Gleichzeitig erkennen 43% der Unternehmen einen finanziellen Mehrwert nachhaltiger Transformation. Dieser Mehrwert liegt der Quelle zufolge jedoch noch unter den damit verbundenen Kosten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Befragte Organisationen aus Realwirtschaft und Finanzwirtschaft | mehr als 820 |
| Unternehmen ohne erkannten Business Case für Nachhaltigkeit | 83% |
| Unternehmen mit erkanntem finanziellen Mehrwert nachhaltiger Transformation | 43% |
Jakob Christof Kunzlmann, Senior Expert im Bereich Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft bei der Bertelsmann Stiftung, verantwortete den Monitor und sprach im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der „Börsen-Zeitung“ über die Ergebnisse. Er betonte, dass Nachhaltigkeit nicht in jedem Fall ein unmittelbares Geschäft mit Vorteilen für alle Beteiligten sei und Zielkonflikte bestünden.
„Es ist nicht alles ein Win-Win-Wonderland. Es gibt Zielkonflikte.“
Nach Einschätzung Kunzlmanns ist die Fragestellung zum Business Case aus Sicht mancher Beobachter „unterkomplex“. Der finanzielle Nachweis nachhaltiger Transformation sei nicht einfach, weil anfängliche Investitionen zwar gemessen werden könnten, langfristige positive Effekte aber schwieriger zu ermitteln seien.
Als Beispiele für messbare Anfangsinvestitionen nennt der Beitrag den Aufbau von Know-how und eines Reporting-Systems. Nach einem halben Jahr lasse sich jedoch noch nicht eindeutig feststellen, welche langfristigen positiven Wirkungen daraus entstehen.
Unsichere Rahmenbedingungen bremsen Investitionen
Zusätzlich erschweren unsichere politische Rahmenbedingungen die Investitionsplanung. Kunzlmann spricht von einem „ziemlichen Zickzackkurs in der Politik zur Nachhaltigkeitstransformation“, durch den Unternehmen Planungssicherheit verlieren.
Der Druck wirkt sich laut Beitrag auch auf die internen ESG-Stäbe aus. Budgets seien teilweise eher rückläufig. Gleichzeitig beobachtet Kunzlmann in Teilen der Wirtschaft einen Nachholeffekt: Großunternehmen hätten in den vergangenen Jahren bereits viel umgesetzt, während der Mittelstand nun nachziehe.
Auch auf Bankenseite habe sich viel entwickelt. Ein Grund sei, dass Institute aufsichtsrechtlich dazu angehalten seien, ESG-Daten in ihr Risikomanagement zu integrieren.
In Finanzierungsgesprächen spiele Nachhaltigkeit jedoch eine abnehmende Rolle, worin sich Unternehmen und Banken laut Quelle einig seien. Sustainability-linked-Produkte würden vor allem von Großkonzernen genutzt, während im Mittelstand klassische Förderprodukte dominierten.
Kunzlmann geht davon aus, dass Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit weiterverfolgen werden. Für Banken ergebe sich bereits aus ihrer Rolle bei der Finanzierung der Transformation ein wirtschaftlicher Anknüpfungspunkt.
„Transformation benötigt Kapital, und Banken verleihen Kapital. Das ist für die schon mal ein Business Case.“
Infobox: 83% der befragten Unternehmen sehen keinen Business Case für Nachhaltigkeit, während 43% einen finanziellen Mehrwert erkennen. Unsichere politische Rahmenbedingungen und rückläufige Budgets erschweren die Umsetzung, zugleich zieht der Mittelstand laut Quelle bei der Transformation nach. Quelle: „Börsen-Zeitung“.
Quellen:
- Baunach: Nachhaltigkeit spielerisch lernen
- Haustiere sind keine Spielzeuge
- Im Einsatz für die Nachhaltigkeit: Guides geben Kurse im Watt
- Julius Meinl: "Nachhaltigkeit ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit"
- VDIV und EnBW starten Publikationsreihe zum Thema Nachhaltigkeit für den Gebäudebestand
- Unternehmen suchen den Business Case für Nachhaltigkeit