Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber: Chancen für Unternehmen im Wandel
Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Frank Diefenbach von der Naspa betont die Notwendigkeit und Chancen nachhaltiger Transformation für Unternehmen, während Sievert SE den Zementeinsatz reduziert und auf KI setzt.
Nachhaltigkeit – Transformation mit Augenmaß
In einer aktuellen Folge von Themen-Radio spricht Frank Diefenbach, Vorstandsmitglied der Nassauischen Sparkasse (Naspa), über die Chancen, die der nachhaltige Wandel für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, mit sich bringt. Diefenbach betont, dass Nachhaltigkeit längst kein Trend mehr ist, sondern eine Notwendigkeit, die Unternehmen nicht ignorieren sollten.
Er erklärt, dass viele Unternehmen, die nicht zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten verpflichtet sind, dennoch die Bedeutung von Nachhaltigkeit erkennen. Diese Entwicklung kann in Zukunft einen echten Wettbewerbsvorteil darstellen. Diefenbach hebt hervor, dass die Naspa ihren Firmenkunden mit Software zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten sowie mit Finanzierungslösungen wie Transformationskrediten und Fördermitteln zur Seite steht.
„Die Notwendigkeit sehen alle“, so Diefenbach im Interview.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Naspa Unternehmen dabei unterstützt, Nachhaltigkeit nicht nur als Verpflichtung, sondern als Wachstumstreiber zu verstehen.
Spürbar weniger Zement: Sievert SE aus Osnabrück setzt auf Nachhaltigkeit
Die Sievert SE aus Osnabrück hat sich in der aktuellen Krise der Bauzulieferindustrie verstärkt auf Nachhaltigkeit fokussiert. Vorstandsvorsitzender René Grupp betont, dass weniger Zement und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) entscheidend für die Zukunft des Unternehmens sind. Grupp sieht in der Nachhaltigkeit einen der wichtigsten strategischen Hebel, um die Talsohle der Bauzulieferer zu überwinden.
Das Unternehmen plant, die Zementnutzung in der Baustoffbranche zu reduzieren und sucht nach Möglichkeiten, Zement langfristig zu ersetzen. Zudem wird an der Verbesserung der Wiederverwertung von Baustellenmaterialien gearbeitet, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern.
„Wir brauchen jetzt Mut, Entscheidungen zu treffen“, sagt Grupp.
Insgesamt beschäftigt die Sievert SE 1550 Mitarbeiter an rund 60 Standorten weltweit und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 413,2 Millionen Euro. Die Premiummarken des Unternehmens sind Quick-mix, Akurit, Tubag, Strasser und Hahne.
Quellen:
- Nachhaltigkeit – Transformation mit Augenmaß
- Spürbar weniger Zement: Sievert SE aus Osnabrück setzt immer stärker auf Nachhaltigkeit
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