Grüne fordern verbindliche Maßnahmen für nachhaltigen Tourismus in Sachsen
Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Die Grünen in Sachsen fordern eine verbindliche Tourismuspolitik für mehr Nachhaltigkeit, während Benidorm trotz Massentourismus als nachhaltige Destination gilt.
Nachhaltigkeit im Tourismus: Grüne fordern klare Maßnahmen in Sachsen
Die Grünen im Sächsischen Landtag haben einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit im Tourismus gefordert. Der Abgeordnete Thomas Löser betonte, dass der Klimawandel bereits jetzt spürbare Auswirkungen auf die touristischen Angebote in Sachsen hat. „Für viele touristische Betriebe in Sachsen ist der Winter längst kein verlässliches Geschäft mehr. Schneemangel, steigende Kosten und unsichere Saisonverläufe sind zur neuen Normalität geworden“, erklärte Löser.
„Nachhaltigkeit bleibt überwiegend freiwillig, unverbindlich und ohne klare Steuerungswirkung. Der Freistaat vergibt damit Chancen, was gerade in Zeiten knapper Kassen fahrlässig ist“, monierte Löser.
Die Grünen fordern daher eine Tourismuspolitik, die konsequent auf Nachhaltigkeit und Anpassung an den Klimawandel setzt. Löser kritisierte, dass die Antwort der sächsischen Regierung auf eine Kleine Anfrage zu unkonkret geblieben sei und es an verbindlichen Zielwerten fehle.
Zusammenfassung: Die Grünen in Sachsen fordern eine verbindliche Tourismuspolitik, die Nachhaltigkeit als Leitprinzip verankert. Der Klimawandel hat bereits negative Auswirkungen auf den Wintertourismus.
Benidorm: Massentourismus und Nachhaltigkeit im Widerspruch?
Benidorm, bekannt als „Manhattan am Mittelmeer“, hat sich in den letzten Jahren als „nachhaltige Tourismusdestination“ positioniert. Trotz der massiven touristischen Infrastruktur mit über 80.000 Gästebetten und jährlich 15,7 Millionen Übernachtungen, hat die Stadt von der Europäischen Kommission den Titel „Europäischer Grüner Pionier für Intelligenten Tourismus“ erhalten. Dies wirft Fragen auf, ob eine solche „Touristenfabrik“ tatsächlich nachhaltig sein kann.
Die Stadt hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht, darunter den Ausbau eines Radwegenetzes auf 134 Kilometer und die Schaffung von Zonen mit niedrigen Emissionen. „Diese Bereiche heißen nun Zonen der niedrigen Emissionen“, erklärte Jorge Ferrándiz Roche vom Hotel- und Tourismusverband.
Zusammenfassung: Benidorm hat sich als nachhaltige Tourismusdestination positioniert, trotz der Herausforderungen des Massentourismus. Die Stadt hat Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen und zur Förderung von Radverkehr umgesetzt.
Nachhaltigkeitspreis Rheinhessen: Auszeichnung für das Projekt „AmBiTo“
Bei den Agrartagen in Mainz wurde das Projekt „AmBiTo“ mit dem „Nachhaltigkeitspreis 2026 Rheinhessen“ ausgezeichnet. Das Projekt zielt darauf ab, ein Biodiversitäts-Toolkit für den Weinbau zu entwickeln, das die Vielfalt in den Weinbergen fördert. Diese Initiative zeigt, wie nachhaltige Praktiken im Weinbau implementiert werden können, um die Biodiversität zu erhöhen.
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung von nachhaltigen Ansätzen in der Landwirtschaft, insbesondere im Weinbau, wo ökologische Praktiken zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Zusammenfassung: Das Projekt „AmBiTo“ wurde für seine Bemühungen um Biodiversität im Weinbau mit dem Nachhaltigkeitspreis Rheinhessen ausgezeichnet. Dies zeigt die wachsende Bedeutung nachhaltiger Praktiken in der Landwirtschaft.
ChamlandBau: Energie und Nachhaltigkeit im Fokus
Die ChamlandBau hat auch im Jahr 2026 eine große Anziehungskraft. Bei der Veranstaltung kamen zahlreiche Interessierte, um sich über die neuesten Trends in den Bereichen Energie und Nachhaltigkeit zu informieren. Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Diskussionen und zeigen, wie wichtig nachhaltige Baupraktiken für die Zukunft sind.
Die Veranstaltung bietet eine Plattform für den Austausch über innovative Lösungen und Technologien, die zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks im Bauwesen beitragen können.
Zusammenfassung: Die ChamlandBau 2026 legt den Fokus auf Energie und Nachhaltigkeit, was die Relevanz dieser Themen im Bauwesen unterstreicht.
Neue Regeln gegen Greenwashing
Um Greenwashing zu verhindern, wurden neue Regeln eingeführt, die Unternehmen dazu verpflichten, ihre Nachhaltigkeitsversprechen klarer und transparenter zu kommunizieren. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Verbraucher vor irreführenden Informationen zu schützen und die Glaubwürdigkeit nachhaltiger Produkte zu erhöhen.
Die neuen Vorschriften sollen sicherstellen, dass Unternehmen nachweisbare Belege für ihre Nachhaltigkeitsansprüche vorlegen müssen, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen und zu erhalten.
Zusammenfassung: Neue Regeln sollen Greenwashing verhindern und Unternehmen dazu anregen, ihre Nachhaltigkeitsversprechen transparenter zu gestalten.
Das Ende des Nachhaltigkeitsmagazins „Flip“
Das Nachhaltigkeitsmagazin „Flip“ hat seinen Betrieb eingestellt, nachdem es fünf Jahre lang erfolgreich über grüne Produkte und deren Nachhaltigkeitsversprechen berichtete. Die Redaktion hatte sich darauf spezialisiert, die Nachhaltigkeit von Produkten zu prüfen und Verbraucher über Greenwashing aufzuklären.
Obwohl „Flip“ mehrfach ausgezeichnet wurde und ein wichtiges Informationsbedürfnis bediente, reichten die finanziellen Mittel letztlich nicht aus, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Zusammenfassung: Das Nachhaltigkeitsmagazin „Flip“ hat nach fünf Jahren seinen Betrieb eingestellt, trotz seiner Erfolge im Bereich der Aufklärung über nachhaltige Produkte.
Quellen:
- Tourismus - Grüne: Nachhaltigkeit muss Leitbild für Tourismus sein - Reise
- Massentourismus in Spanien: Benidorm: Kann eine Touristenfabrik nachhaltig sein?
- „Preis für Nachhaltigkeit 2026 Rheinhessen“ an Projekt „AmBiTo“ verliehen
- Bei der ChamlandBau in Cham sind Energie und Nachhaltigkeit die zentralen Themen
- Diese neuen Regeln sollen Greenwashing verhindern
- Das Nachhaltigkeitsmagazin «Flip» stellt den Betrieb ein