Green IT und nachhaltige Projekte: Fortschritte und Herausforderungen in Deutschland
Autor: Nachhaltigkeit-Wirtschaft Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Die TU Wien setzt auf eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, um in den nächsten zehn Jahren nachhaltige Technologien und Prozesse zu fördern. Sie hat operative Ziele definiert und ist der Allianz Nachhaltiger Universitäten beigetreten.
Green IT: Umweltfreundliche Technologien im Fokus
Unter dem Begriff "Green IT" versteht man umweltverträgliche Produkte und Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Diese Initiative berücksichtigt den gesamten Lebensweg von IKT-Produkten sowie deren Auswirkungen auf das Klima und andere Umweltwirkungen, wie die Inanspruchnahme kritischer Rohstoffe. Im Jahr 2017 betrug der Stromverbrauch der IKT in Deutschland rund 58,4 Terrawattstunden (TWh), was zwei Prozent des gesamten Stromverbrauchs des Landes ausmachte. Trotz der steigenden Nutzung von IKT konnte der Stromverbrauch dank Energieeffizienzsteigerungen relativ konstant gehalten werden.
„Die Handlungsfelder liegen schwerpunktmäßig in der Verbraucherinformation und Produktkennzeichnung.“ - Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Die Green-IT-Initiative des Bundes zielt darauf ab, die Potenziale einer umweltfreundlichen IT-Gestaltung zu erschließen. Dies geschieht durch Unterstützung von Ökodesignanforderungen an IKT-Produkte und Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit der IKT-Wirtschaft.
Zusammenfassung: Green IT fördert umweltfreundliche Technologien und hat das Ziel, den Energieverbrauch der IKT zu reduzieren. Die Initiative wird durch das Bundesministerium für Umwelt unterstützt.
Weißwasser: Käseteich-Projekt erneut abgelehnt
Der Bauausschuss der Stadt Weißwasser hat das Projekt zur Aufwertung des Käseteiches als Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie erneut abgelehnt. Die Kosten für die geplante Mini-Variante des Projekts wurden auf 100.000 Euro geschätzt, wobei die Stadt 15.000 Euro selbst tragen müsste. Der Nachhaltigkeitsmanager Martin Gärtner betonte, dass die Maßnahme bürgernah und innerstädtisch sei und die Aufenthaltsqualität erhöhen würde.
Die Ablehnung des Projekts könnte jedoch dazu führen, dass die Grundvoraussetzung für eine Förderung der Nachhaltigkeit nicht mehr gegeben ist. Gärtner wies darauf hin, dass der Käseteich für den Fördermittelgeber das Ankerprojekt darstellt und ohne Investition die Personalstelle nicht aufrechterhalten werden kann.
Zusammenfassung: Das Käseteich-Projekt in Weißwasser wurde erneut abgelehnt, was die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt gefährden könnte. Die Kosten für die Mini-Variante wurden auf 100.000 Euro geschätzt.
Nachhaltigkeit in der Hotellerie: Lösungen zur Kostensenkung
In der Hotellerie gewinnen nachhaltige Praktiken zunehmend an Bedeutung, insbesondere angesichts steigender Kosten. Hochwertige Matratzen, die eine Nutzungsdauer von 15 bis 20 Jahren erreichen können, werden als wirtschaftlichere Lösung angesehen, im Gegensatz zu günstigeren Alternativen, die häufig nach sechs bis sieben Jahren entsorgt werden. Der Anbieter Numa setzt auf die Waschbarkeit von Matratzen, um hygienisch bedingte Frühentsorgungen zu vermeiden.
Philipp Hangartner, Inhaber von Swissfeel, betont, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Ideal, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung ist. Durch die Berücksichtigung der gesamten Lebensdauer eines Produkts können Kosten gespart und Ressourcenverbrauch reduziert werden.
Zusammenfassung: Nachhaltigkeit in der Hotellerie wird als wirtschaftliche Strategie betrachtet, die langfristige Einsparungen ermöglicht. Hochwertige Produkte mit längerer Lebensdauer stehen im Fokus.
Nachhaltige IT: Kreislaufwirtschaft als Chance
Die Kreislaufwirtschaft im IT-Management bietet Unternehmen die Möglichkeit, Kosten zu senken und Abfall zu reduzieren. Laut einem Bericht von Forrester ist die Kreislaufwirtschaft ein Modell, das darauf abzielt, Materialien und Produkte so lange wie möglich im Umlauf zu halten. Dennoch nehmen nur 31 Prozent der Unternehmen aktiv an entsprechenden Initiativen teil.
Um eine effektive Kreislaufstrategie zu entwickeln, müssen CIOs die Nachhaltigkeitskennzahlen über den gesamten Lebenszyklus der Geräte verstehen. Abhijit Sunil von Forrester erklärt, dass diese Kennzahlen entscheidend sind, um optimale Strategien zu bestimmen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Zusammenfassung: Die Kreislaufwirtschaft im IT-Bereich bietet Unternehmen die Chance, Kosten zu senken und nachhaltiger zu wirtschaften. Nur ein Drittel der Unternehmen nimmt aktiv an entsprechenden Initiativen teil.
Technische Universität Wien: Nachhaltigkeit als zentraler Auftrag
Die Technische Universität Wien hat sich zum Ziel gesetzt, eine Kultur der Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und Infrastruktur zu etablieren. In den nächsten zehn Jahren sollen tragfähige Grundlagen geschaffen werden, um nachhaltige Technologien und Prozesse zu fördern. Die Universität hat bereits operative Ziele definiert, die eng mit der aktuellen Leistungsvereinbarung verknüpft sind.
Die TU Wien ist der Allianz Nachhaltiger Universitäten in Österreich beigetreten und verfolgt eine ganzheitliche Perspektive, die Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Universität verankert. Die kommenden zwei Jahre sind entscheidend für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie.
Zusammenfassung: Die TU Wien verfolgt eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die in den nächsten zehn Jahren umgesetzt werden soll. Die Universität hat bereits operative Ziele definiert und ist der Allianz Nachhaltiger Universitäten beigetreten.
Quellen:
- Green IT
- Weißwasser: Bauausschuss lehnt Käseteich als Projekt der Nachhaltigkeit erneut ab
- VDPM Merkblatt 11 „Nachhaltigkeit von Calciumsulfat-Fließestrichen”
- In Bewegung: Wie die TU Wien Nachhaltigkeit verankert und voranbringt
- Nachhaltige IT: Warum sich die Kreislaufwirtschaft lohnt
- Steigende Kosten in der Hotellerie: Nachhaltigkeit bietet auch Lösungen zur Einsparung